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City Beach kommt doch - Drohungen gegen Egger

Zuerst kam von Regierungsrätin Barbara Egger ein Nein, nun steht sie einem Berner Stadtstrand «positiv» gegenüber.

Barbara Egger ist nun doch nicht gegen das Projekt.

Barbara Egger ist nun doch nicht gegen das Projekt. (Bild: Andreas Blatter)

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Drohungen gegen Egger

Auf der grossen Schanze soll diesen Sommer ein Stadt-Strand entstehen. So möchte es eine Eventagentagentur aus Luzern. Nachdem «Blick am Abend» schrieb, dass Regierungsrätin Barbara Egger dieses Projekt ablehnt, wurde Egger mit Hassmails eingedeckt.

«So etwas habe ich während meiner Zeit im Regierungsrat noch nie erlebt», erklärt Barbara Egger gegenüber TeleBärn. Die Baudirektorin wurde als «SP-Schlampe» bezeichnet und mit dem Tod bedroht: «Ich hatte Angstzustände wegen diesen Aussagen». Über die Urheber der Hassmails hat Egger keine Kenntnis. Rechtliche Schritte will sie keine einleiten, «das würde nichts bringen».

Inzwischen hat der Kanton als Grundeigentümer seine Zustimmung zur Benutzung der Grossen Schanze bekannt gegeben. Nun müssen die Organisatoren die Rah-menbedingungen mit der Universität Bern klären. «Nun hoffe ich, dass die Hasstira-den aus der Mailbox ein Ende haben», gibt sich Egger optimistisch.

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Die Initianten des Projekts City-Beach fielen gestern aus allen Wolken – und freuten sich: Regierungsrätin Barbara Egger teilte mit, dass der Kanton und die Universität «der Einrichtung eines City-Beach auf der Grossen Schanze grundsätzlich positiv gegenüber stehen».

Zuerst nein...

Damit konnte die Luzerner Eventagentur nach der ersten Rückmeldung auf ihr Gesuch nicht rechnen. Regierungsrätin Egger hatte ihrem Stadtberner Regierungskollegen Reto Nause mitgeteilt, dass ein Stadtstrand auf der Uni-Terrasse dem Kanton nicht behage. «Die starken Einschränkungen des Uni-Betriebes sind der Hauptgrund, weshalb wir den Pilotversuch nicht unterstützen können», hiess es in dem Fax, den Egger verschickte.

... nun grundsätzlich ja

Ob das bloss eine «unverbindliche Rückmeldung» war, wie Barbara Egger sagt oder einer Absage gleich kam – das ist den Initianten einerlei: «Wir freuen uns extrem, dass es nun wohl klappt», sagte City-Beach-Geschäftsführer Michael Achermann gestern. «Super, wie schnell die Berner sind!» Die Organisatoren wollen «nun ebenso rasch und sorgfältig arbeiten», damit der Strand im Juni eröffnet werden kann.

Noch stehen die klärenden Gespräche mit der Leitung der Universität aus. Mit ihr müssen die Veranstalter die Rahmenbedingungen klären und dafür sorgen, dass der Strandbetrieb den Unibetrieb nicht stört. Für die Einstein-Terrasse, wo der Strand eingerichtet werden soll, stünden «sicherheitstechnische und statische Aspekte im Vordergrund», schreibt die Uni in einer Medienmitteilung. Die Terrasse sei nämlich gleichzeitig das Dach des Forschungsgebäudes der Exakten Wissenschaften. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass sie mit der Uni eine gute Lösunge finden werden. «Bei positiver Abklärung sämtlicher offener Fragen wird der Kanton als Grundeigentümer der Anfrage zustimmen», stellt Barbara Egger in Aussicht.

Kino nicht tangiert

80 Liegestühle, Whirlpools und Beachvolleyfelder sollen für Strandfeeling mitten in der Stadt sorgen. In sechs anderen Städten hat die City-Beach AG bereits erfolgreich solche Stadtstrände betrieben. Nicht tangiert vom City-Beach wird das Open-Air-Kino. Finanziert wird der Strand von privaten Investoren. «Das Budget steht», sagt Mitinitiant und Du-Theatre-Wirt Remo Neuhaus. Nicht nur beim Veranstalter freut man sich über das positive Signal des Kantons. Auch die Stadt ist zufrieden: «Es lohnt sich, diese Belebung der Grossen Schanze auszuprobieren», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause. Schon seit geraumer Zeit sucht die Stadt nach Lösungen, um die Schanze von ihrem Problemimage weg zu bringen. Die politsche Forderung, den Ort zu beleben, scheint nun vorerst für einen Sommer umsetzbar zu sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.03.2010, 13:01 Uhr

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