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Die modernen Seiltänzer

Von Jessica King. Aktualisiert am 25.08.2011

Dieses Wochenende wird mit dem Festival «Bern City Slack» die neue Trendsportart Slackline zelebriert. In Workshops, Wettkämpfen und einem Slacklinepark soll Jung und Alt das Seiltanzen entdecken.

Slackline über dem Fluss: Bernhard Witz balanciert vorsichtig über der Aare. Waterlinen gilt als besonders schwierig, da man keinen Fixpunkt hat.

Slackline über dem Fluss: Bernhard Witz balanciert vorsichtig über der Aare. Waterlinen gilt als besonders schwierig, da man keinen Fixpunkt hat.
Bild: Urs Lindt

Was Freddy Nock kann, kann auch Bernhard Witz: Vorsichtig läuft der Berner auf einem schmalen Riemen von einem Aareufer zum anderen, die Arme immer ausgestreckt, die Beine leicht gebeugt. Während traditionelle Seiltänzer auf einem straff gespannten Seil balancieren, sind Slacklines elastischer, breiter und aus Nylon. Ungefähr fünf Zentimeter breit ist die Slackline von Witz, die er zwischen zwei Bäumen gespannt hat. «Slacklinen ist wie Velofahren», sagt der Outdoorsportler atemlos, nachdem er wieder sicheren Boden unter den Füssen hat. «Wenn man anfängt, ist es schwierig – die Lernkurve ist aber steil.» Der Erfolg des Slackline hänge unter anderem von diesem Faktor ab, mutmasst Witz. Kann man erst mal einige Schritte auf einer Slackline gehen, bietet sich eine Fülle an neuen Herausforderungen an: «Drehungen, immer längere Läufe, hoch gespannte Slacklines, Sprünge, Absitzen oder ein Waterline, wie hier», zählt er auf. Besonders hohe Lines haben es dem Berner Bergsportler angetan, der auch schon einen solchen Riemen über die Eigernordwand gespannt hat. «Die mentale Herausforderung fasziniert mich beim Slacklinen», sagt Witz. «Man muss sich kontrollieren können, aber dennoch locker bleiben.»

Festival im Eichholz

Bernhard Witz und seine Freunde wollen nun mit dem Festival «Bern City Slack» den Sport der Bevölkerung näherbringen und Berührungsängste abbauen. Gewisse Sicherheitsregeln, zum Beispiel dass die aufgespannten Lines keinen vorbeifahrenden Velofahrer zu Fall bringen, sind für OK-Mitglied Witz selbstverständlich. An den drei Tagen sind neben Workshops und einem offenen Slackline-Park auch Contests vorgesehen. «Viele Wettkämpfe sind auch just for fun – beispielsweise spielen wir Fangis», sagt Witz.

«Bern City Slack»: 26. bis 28.August, Eichholz. Der Eintritt ist gratis. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.08.2011, 07:18 Uhr

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