Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Die Zeiler AG streicht in Köniz 53 Stellen

Von Lucia Probst. Aktualisiert am 14.10.2011 5 Kommentare

Die Firma Zeiler konzentriert ihre Aktivitäten von zwei auf nur noch ein Gebäude. 53 Arbeitsplätze gehen in Köniz verloren – sie werden zur Limmatdruck AG nach Spreitenbach verlegt.

Dieses Schild ist bald Geschichte: Die Zeiler AG schliesst ihren Produktionsstandort an der Sägestrasse in Köniz.

Dieses Schild ist bald Geschichte: Die Zeiler AG schliesst ihren Produktionsstandort an der Sägestrasse in Köniz.

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Wenn sie ihren Arbeitsplatz behalten wollen, haben sie künftig einen langen Arbeitsweg. Oder sie müssen umziehen. Diese Woche wurden die Mitarbeitenden der Zeiler AG in Köniz darüber informiert, dass 53 Arbeitsplätze der Verpackungsfirma zur Limmatdruck AG ins aargauische Spreitenbach verlegt werden. Insgesamt sind bei Zeiler aktuell 174 Personen tätig, fast ein Drittel ist also betroffen. Es geht dabei um Arbeitsplätze in der Produktion und der Administration.

Bis jetzt hat Zeiler in Köniz in zwei Gebäuden produziert. Nun wird der Produktionsstandort an der Sägestrasse 77 aufgegeben. «Die Produktion war mit einem grossen logistischen Aufwand verbunden», begründet Ulrich Nydegger, Geschäftsführer von Zeiler und Limmatdruck, diesen Schritt. Bis im Februar 2012 wird die Produktion in Köniz an der Gartenstadtstrasse 5 zusammengeführt. Produziert werden dort Verpackungen für Bonbons, Kaugummis und Genussmittel wie Tee und Kaffee. Bis jetzt waren die Sparten breiter, so gehörten zum Beispiel auch Nonfood- oder Pharmaverpackungen dazu. «Wir müssen uns spezialisieren, um in den einzelnen Bereichen professioneller zu werden», sagt Nydegger.

Ein Shuttlebus zum Pendeln

Seit Anfang Juli haben die Limmatdruck AG und die Zeiler AG mit der deutschen RLC Packaging Group eine neue Besitzerin. Vorher gehörten sie der Migros. Mit der Übernahme hätten die Änderungen in Köniz aber nichts zu tun, betont Nydegger. Diese Massnahmen seien seit langem ein Thema gewesen. So hat die Firma auch abgeklärt, ob sich in Köniz expandieren lasse, es fand sich jedoch keine gute Lösung. Nun werden in Spreitenbach Räume frei, und man kann ausbauen. Das soll vorab im Pharmabereich geschehen. «Wir können die Arbeitsplätze zwar nicht in Köniz halten, aber wir können sie halten», so der Geschäftsführer der zwei Verpackungsfirmen. Es sei ihm wichtig, dass möglichst viele Leute bei der Firma weiterarbeiten, sagt Ulrich Nydegger. «Der Verpackungsbereich ist ein hart umkämpfter Markt, und Spezialisten sind rar, wir sind auf dieses Know-how angewiesen.» Die Firma wird die Mitarbeitenden auch unterstützen. So wird für die nächsten zwei Jahre ein Shuttlebus von Köniz nach Spreitenbach fahren, der die Schichtarbeitszeiten abdeckt. Gearbeitet wird bei Zeiler in der Produktion in drei Schichten à acht Stunden. Die früheste beginnt morgens um 6 Uhr. Mitarbeiter, die wechseln, erhalten zudem finanziellen Support.

Trotz all dieser Bemühungen sind die Änderungen für die Betroffenen einschneidend. Die Stimmung sei gedrückt, ist aus der Belegschaft zu vernehmen. Am Dienstag wurde diese informiert. Mit allen Betroffenen werden nun Gespräche geführt. Bis Ende November habe man Zeit, sich zu entscheiden. Der Präsident der Personalkommission bei Zeiler liess gestern ausrichten, er äussere sich nicht öffentlich zur Situation. Bei der Gewerkschaft Unia heisst es, man sei informiert. «Unsere Abklärungen sind am Laufen», so Sektionsleiter Roland Herzog. Mehr lasse sich noch nicht sagen.

Kein Abschied auf Raten

Über den Verlust der Arbeitsplätze informiert wurde auch die Gemeinde. «Wir nehmen das mit Bedauern zur Kenntnis», sagt Gemeindepräsident Luc Mentha (SP). Doch sei er auch froh, dass über 100 Arbeitsplätze von Zeiler in Köniz erhalten bleiben. «Zudem gibt es immer auch Chancen», so Mentha. In den leeren Räumen werde es ja auch wieder neue Arbeitsplätze geben.

Zeiler besass den Standort Sägegasse im Stockwerkeigentum und hat diesen bereits verkauft. An wen, verrät Geschäftsführer Ulrich Nydegger nicht. Doch sollen dort Mitte 2012 rund 20 neue Arbeitsplätze entstehen. Nydegger betont, der aktuelle Schritt sei kein Schritt in Richtung vollständige Schliessung der Zeiler AG in Köniz. «Wir wollen in Köniz und Spreitenbach erfolgreich wirtschaften.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.10.2011, 06:05 Uhr

5

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

5 Kommentare

Simona Fricker

14.10.2011, 09:15 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Und was ist mit den Leuten, die den Umzug nicht mitmachen wollen/können ??? Ach ja, die kündigen ja aus Vernunftsgründen selber (bzw. werden von der Geschäftsleitung dazu angehalten selber zu künden....), nicht, dass es dann etwa noch heisst, Zeiler streiche Stellen........Das Ganze drei Monate vor Umsetzung anzukünden, find' ich auch ziemlich grenzwertig ! Tzzz..... Antworten


peter keller

14.10.2011, 13:36 Uhr
Melden 3 Empfehlung

super. der kanton bern zieht seine "wirtschaftstrategie" voll durch: eliminieren von allen jobs in der privatwirtschaft und dafür durch den steuerzahler zu bezahlende beamtenstellen ersetzen. Antworten



Region

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

WERBEN SIE ONLINE

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.