Die Stadt will Frühförderung
Von Wolf Röcken, Jessica King. Aktualisiert am 15.02.2012 1 Kommentar
Artikel zum Thema
Kinder sollen lernbereit und mit guten Startchancen in die Schule eintreten. Das ist das Ziel des Frühförderungsprogramms Primano, das in Bern als Pilotprojekt zwischen 2007 und 2012 umgesetzt wurde. Eingeführt wurde es, weil die schulärztlichen Dienste festgestellt hatten, dass es immer mehr normal intelligente Kinder gibt, denen ein erfolgreicher Schulstart verunmöglicht wird. Da die Kinder teilweise aus bildungsfernen Familien stammen, haben sie schlechtere Voraussetzungen für die Schule als andere Kinder– und leiden oft ein Leben lang darunter. Primano unterstützt diese Kinder deshalb mit Hausbesuchen, Fördermodulen in Kitas und Spielgruppen sowie Anlaufstellen für die Eltern.
Nachweisbarer Erfolg
Lanciert wurde Primano in den Quartieren Bethlehem, Holligen-Brunnmatt, Kleefeld sowie Wittigkofen. Nun möchte der Gemeinderat Primano endgültig einführen und auf das ganze Stadtgebiet ausweiten. Primano wirke nachweislich und laufe erfolgreich, begründet der Gemeinderat in einer Antwort auf einen SP-Vorstoss, der morgen im Stadtrat behandelt wird. Durch Frühkindförderung könne man verhindern, dass Armut an die Kinder weitervererbt werde.
Den Erfolg der Frühkindförderung sieht der Gemeinderat nicht nur im sozialen, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich: «Kaum eine finanzielle Investition liefert eine Rendite in vergleichbarer Höhe wie die Investition in die Frühförderung.» Pro investierten Franken gebe es laut Studien einen kurzfristigen Gewinn von 2.50 Franken, der längerfristige könne bis zu 16 Franken betragen. Dies, da die Kinder besser gebildet werden und später weniger staatliche Unterstützung nötig hätten.
Auch wenn das Projekt sich so längerfristig auszahlen wird: Pro Jahr kostet das Projekt die Stadt 620'000 Franken. Bisher waren im Budget der Stadt lediglich 70'000 Franken dafür vorgesehen, da während der Pilotphase rund drei Viertel der Kosten von Kanton, Bund und Stiftungen getragen wurden. Bei der Weiterführung des Projekts wäre dies nicht mehr möglich. Blieben also 550'000 Franken, die das Stadtbudget zusätzlich belasten würden. «Die Pilotphase war aber insgesamt teurer, da Evaluationskosten vom Projekt dazukamen», erklärt die zuständige Gemeinderätin Edith Olibet (SP).
Ausbau über Drittmittel
Da der Gemeinderat das Projekt auf das ganze Stadtgebiet ausdehnen möchte, fallen weitere 210'000 bis 390'000 Franken an. «Für den Ausbau werden wir Gesuche an Stiftungen und den Kanton stellen», so Olibet. Sie sei sich bewusst, dass es eine ehrgeizige Summe sei, die es einzusammeln gelte. «Ich bin aber überzeugt: Wenn der erste Teil des Geldes gesichert wird, schaffen wir das.» Zusagen habe sie noch keine.
Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat nun, die Kosten von 550'000 Franken für die Weiterführung des Projekts ins laufende Budget zu nehmen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 15.02.2012, 07:12 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Die "Anschub"finanzierung durch Interessierte fuer Beschaeftigungsprogramme von exorbitant honorierten Femanzen, deren einziger Ausweis sozialer "Kompetenz" oft in der Keulung ihrer eigenen ersten Familie durch Scheidung besteht, hat nicht nur in Bern System. Sobald eine Masche eingealtert ist, werden die ordentlichen Buedschees ueberlastet und fuer die Anschubmillionen neue Verschleuderungsmoegli Antworten
Region
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Bitte warten




