Die Schwarzen Schwäne dürfen kein Nest bauen

Von kle. Aktualisiert am 13.02.2009 39 Kommentare

Die Schwarzen Schwäne auf dem Wohlensee dürfen voraussichtlich noch drei Wochen bleiben. Brüten dürfen sie aber nicht.

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Regierungsrat: Gasche erbt Fall

Warum betreut Finanzdirektor Urs Gasche das Dossier «Schwarze Schwäne» statt der zuständige Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher? Im Vorverfahren hat sich Rickenbacher persönlich so stark engagiert, dass er von den involvierten Parteien für befangen beurteilt wurde. Darum kam Stellvertreter Gasche zum Zug. ue

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Gnadenfrist für die vier Schwarzen Schwäne. Sie dürfen noch drei Wochen im Gebiet des Wohlensees bleiben. Dies hat Peter Juesy, der kantonale Jagdinspektor, gestern beschlossen. Während dieser Zeit werden sie von Wildhüter Hans Ulrich Hofer mit dem Feldstecher beobachtet. Das Ziel: Der Wildtierexperte will verhindern, dass sie ein Nest bauen. Denn: Jeder Schwarze Schwan, der im Kanton Bern zur Welt kommt, ist ein illegaler Schwan. Legal sind bloss jene zehn, die auf dem Thunersee zu Hause sind. Ob sich diese Richtlinien ändern, will Regierungsrat Urs Gasche Ende Februar entscheiden. Die Schwarzen Schwäne – man nennt sie auch Trauerschwäne – sind so umstritten, weil sie aus Australien stammen und in hiesigen Gefilden artfremd sind.

Im Moment gilt noch folgende Maxime: Würden die Wohlensee-Schwäne brüten, müsste der Wildhüter ihre Eier von Gesetzes wegen vernichten. «Dann hätten wir ein ethisches Problem», sagt Hans Ulrich Hofer. Darum sei es wichtig, die Tiere täglich zu beobachten, um den Nestbau zu verhindern. Dann komme es gar nicht erst zum ethischen Konflikt.

Nach Ablauf der drei Wochen will Hofers Chef Peter Juesy entscheiden, wie es mit den Schwänen weitergeht. Da ihr Aufenthalt im Wohlensee-Gebiet illegal ist, ist anzunehmen, dass die Schwäne zum Thunersee zurückgeschafft werden. Dies, obschon nach wie vor unklar ist, ob die vier Vögel überhaupt von der Thunersee-Population stammen. Um sie zurückschaffen zu können, müssten die Tiere betäubt oder mit dem Netz eingefangen werden.

Für Juesy und Hofer wäre es ein (politischer) Glücksfall, wenn die Gäste von sich aus in ihre Heimat zurückfliegen würden. Das taten jene Trauerschwäne, die sich Ende 2008 auf dem Neuenburgersee niedergelassen hatten. Nach sechs Wochen verschwanden sie wieder.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 13.02.2009, 09:16 Uhr

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39 Kommentare

mare stadler

10.02.2009, 18:38 Uhr
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Die schwarzen Schwäne sind schön und können gut mit den weissen zusammen Leben. Die Schwäne die jetzt ausgeflogen sind kommen bald wieder zurück. Sie waren auch mal eine zeitlang auf dem Neuenburgersee und sind wieder nach Thun zurück gekommen. Ich finde die Vogelwarte Sempach solle sich da mal zurückhalten und sich um wichtigere dinge kümmern und nicht immer auf den Schwarzen Schwäne herum hacke Antworten


Michel Ducret

10.02.2009, 19:57 Uhr
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Diesen Naturschützern und insbesondere einer sich exponierenden Einzelperson am rechten Thunerseeufer geht es doch um nichts anderes als um die eigene Profilierung - um nichts anderes! Antworten



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