Die AHV übersetzt ihr Kauderwelsch
Von Peter Steiger. Aktualisiert am 22.08.2011 1 Kommentar
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
In der letzten «AusSteiger»-Kolumne war zu lesen, dass die AHV ihre Kunden mit abstrusen Berechnungen erzürnt. Diese erhalten seitenlange Zahlenkolonnen mit undurchschaubaren Abkürzungen und wirren Begriffen: Plaf mal Modu geteilt durch anger. Jugendjahre ausl. Vers.-Zeiten oder so ähnlich. Verständliche Zusammenfassungen oder Erklärungen fehlen. Wer ein Leben lang ein Vermögen eingezahlt hat, erfährt nicht, was mit seinem Geld passiert ist.
Den Ärger mit dem AHV-Kauderwelsch bestätigten Leser und Leserinnen. So schrieb ein erboster Neurentner, immerhin studierter Sozialwissenschafter, dass er seit zehn Tagen am Aufbröseln der zugelieferten Daten sei, nur teilweise mit Erfolg. Eine Leserin brachte ihren Missmut auf den Punkt, nein, auf zwei Punkte: Entweder würden die AHV-Leute mit ihren wirren Informationen willentlich ihre Fehler verschleiern. Oder, ihre zweite Vermutung: Die Versicherungsbürokraten seien nicht fähig, sich in ihre Kundschaft hineinzuversetzen.
Der Kolumnist wollte wissen, wie die AHV tickt, und erkundigte sich beim Bundesamt für Sozialversicherungen. Dieses beaufsichtigt die rund hundert Schweizer AHV-Ausgleichskassen. Die Kassen und Kässeli gestalten ihre Kundeninformationen selbstständig. Weil viele die gleiche Software benützen, ähneln sich die allesamt unlesbaren Rentenberechnungen.
Das Bundesamt hat den Seufzer gehört und das Echo der Leserschaft verstanden. Und handelt. «Die Argumente überzeugen», sagt Mario Christoffel, Kadermann bei dieser eidgenössischen Stelle. «Wir fordern die Kassen auf, allgemein verständliche Rentenbescheide zu erarbeiten.»
Peter Steiger war BZ-Redaktor und ist seit kurzem Rentner. (Berner Zeitung)
Erstellt: 22.08.2011, 06:59 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Da liegt viel im Argen.In der Stadt Bern nehmen sie sich viel Zeit für die Berechnungen bei frühzeitiger Pensionierung.Infolge falscher Berechnung bekam ich nach ca. 4 Jahren eine Nachrechnung mit Verzugszins weil mein Monatseinkommen,statt dem Jahreseinkommen mal zwanzig gerechnet wurde.Für diese Schlamperei zahlte ich einigen 100 Fr.Praktisch,wenn durch Verzögerungen Geld abgezockt werden kann. Antworten
Region
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Bitte warten




