«Der SCB kommuniziert seinen Fans ganz klar, wo die Grenzen liegen»
Von Tobias Habegger. Aktualisiert am 29.03.2011 10 Kommentare
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Die beiden Stadtberner Spitzenklubs YB und SCB haben im Jahr 2010 an ihren Heimspielen Polizeikosten von 4,2 Millionen Franken verursacht. Davon gehen knapp drei Viertel auf die Kappe der Young Boys. Obschon die Gelb-Schwarzen weniger Spiele als der SCB austrugen, häuften sich rund um die Partien im Stade de Suisse 29'644 Polizeieinsatzstunden an; beim SCB waren es 12006 Stunden. «Jede dieser Einsatzstunden kostet den Steuerzahler rund 100 Franken», sagte Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) am Montag an einer Medienkonferenz.
Die Young Boys verzichteten gegenüber dieser Zeitung auf eine Stellungnahme.
«Höheres Risiko bei YB»
«Es war schon immer so, dass es für YB-Spiele mehr Polizisten brauchte», sagte Manuel Willi, Chef der Regionalpolizei Bern, auf Anfrage. Der SCB komme an vielen Partien mit der Polizeigrundversorgung aus – so auch in der diesjährigen Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Langnau.
«An YB-Spielen besteht aufgrund der Fanzusammensetzung ein höheres Risiko für Ausschreitungen als beim SCB», fügte Manuel Willi an. Natürlich spiele auch die Zuschauerzahl eine Rolle. «Das Stade de Suisse fasst bedeutend mehr Zuschauer, was ein höheres Polizeiaufgebot nötig macht.» Zudem würden die SCB-Verantwortlichen im Umgang mit der Fankultur eine verbindliche Linie an den Tag legen. «Der SCB kommuniziert seinen Fans ganz klar, wo die Grenzen liegen.» Auf die Frage, ob diese Kommunikation bei YB anders sei, sagte Manuel Willi: «Dazu äussere ich mich nicht. Ich rede jetzt über den SCB.»
Aufwand für SCB verdoppelt
Doch ausgerechnet an den Partien des SC Bern hat sich das Polizeiaufgebot 2010 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Manuel Willi begründet dies mit dem Gewinn des Meistertitels. «Es gab mehr emotionale Partien als im Jahr zuvor, als der SC Bern früh aus den Playoffs ausgeschieden war.»
Bei den Gelb-Schwarzen dagegen ging der Polizeiaufwand in der gleichen Zeitspanne um 15 Prozent auf 29644 Einsatzstunden zurück. Sowohl Gemeinderat Nause wie auch Polizeichef Willi begründen diesen Rückgang mit der strikten Fantrennung sowie der Fanarbeit Bern.
Nauses Ziel: «10'000 Stunden»
Einen weiteren Rückgang des Polizeiaufgebots an Partien der Young Boys erhofft sich Reto Nause durch den kürzlich eingeweihten Fanzaun zwischen Stade de Suisse und S-Bahn-Station Wankdorf. «Mittelfristig will ich Verhältnisse wie im Jahr 2005», sagte der Sicherheitsdirektor. Die damalige Stadtpolizei wendete für YB- und SCB-Spiele gemeinsam 10'394 Einsatzstunden auf – viermal weniger als heute. (Berner Zeitung)
Erstellt: 29.03.2011, 10:04 Uhr
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10 Kommentare
Wer Gewalt und Pyros gleichsetzt hat vieles nicht begriffe. Oder wie gross waren die Pyroschäden i den letzten sagen wir zehn Jahren? Bekannte verletzte: 0. Sachschaden: verschwindend klein. Zudem hat ihn das Stadioninnere nicht zu interessieren, ist Sache der Clubs! Antworten
ganz einfach: diese Kosten mit den Ticketpreisen wieder reinholen. Noch viel besser: All die Krawallmacher sprich, Schläger, Vandalen, Pyromanen etc, Ende Jahr die Rechnung schicken! Kann doch nicht sein das die Allgemeinheit für solchen Zeitvertreib in die Taschen greifen müssen. Kommunalstrafen für ein paar Idioten? Also bitte.... Antworten
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