Der Reiher jagt im Liebefeld-Park die Karpfen
Von Lucia Probst. Aktualisiert am 05.08.2010 1 Kommentar
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Nach dem ersten Monat fällt die Bilanz durchwegs positiv aus: Das bis Ende September provisorisch eingerichtete Bistro beim Teich des Liebefeld-Parks in Köniz läuft gut. Es gibt auch kaum Anwohner, die sich über den zusätzlichen Lärm ärgern.
Dabei war der Start nicht nur verheissungsvoll: An den ersten Abenden gab es Anrufe von Anwohnern, die sich beschwerten. «Das hat sich aber rasch extrem beruhigt», sagt Bistroorganisator Daniel Bäumlin. Bis 22 Uhr ist das Bistro offiziell geöffnet. Zu Trinken gibt es später nichts mehr, doch manche Leute bleiben noch länger sitzen.
Wie weiter ist noch offen
Praktisch nur positive Rückmeldungen erhält auch die Gemeinde. «Die Leute finden das Bistro schön, gemütlich und einen Gewinn für den Park», sagt Charlotte Schläpfer, Leiterin des Könizer Standortmarketings. Schläpfer spricht von einer Win-win-Situation. Denn die Bistrobetreiber schauen im Park auch da und dort etwas nach dem Rechten.
Im August will die Gemeinde mit den Anwohnern eine Feedbackrunde machen. Mit den Betreibern werde man dann im Herbst Bilanz ziehen, sagt Schläpfer. Trotz des positiven Echos sei zurzeit offen, wie es künftig mit dem Bistro weitergehe. Für Daniel Bäumlin ist klar, dass er gerne weitermachen würde.
Enten auf der Teichinsel
Die Parkpläne beinhalten eigentlich auch ein Gebäude für ein Parkcafé, doch hat die Gemeinde das Projekt aus Spargründen vorerst auf Eis gelegt. Küchenchef Samuel Massini kocht im kleinen Anbau eines Wohnwagens. «Wir versuchen, aus einem Minimum das Maximum herauszuholen», sagt er.
Auch die Bistroumgebung entwickelt sich weiter: Die vielen Karpfen im Teich halten die Gemeinde seit längerem auf Trab. Nun hat sich auf der Teichinsel zudem eine Entenfamilie niedergelassen. Die Entenmutter und ihre sechs Jungen drehen zur Freude der Parkbesucher im Teichwasser ihre Runden. Oft zu Gast ist inzwischen auch ein Fischreiher, der sich mit Karpfen verköstigt.
Reiher frisst Karpfen
Das Karpfenproblem wird aber auch der Reiher für die Gemeinde nicht lösen. «Wir freuen uns zwar über den neuen Gast, aber er vermag nicht genügend Karpfen zu fressen», sagt Rolf Fuchs, der in Köniz den Dienstzweig Landschaft leitet. Die Situation im Teich habe sich in den letzten Wochen nicht verschlimmert. «Wir beobachten das laufend», sagt Fuchs. Abklärungen zu möglichen Massnahmen sind noch immer in Gang. Geprüft wird zum Beispiel, ob Hechte ausgesetzt werden könnten. Entschieden ist aber noch nichts.
Die Entenfamilie sei wohl zugezogen, mutmasst Fuchs. Auch sie wird toleriert. «Wir können und wollen die Tiere nicht vertreiben.» Was die Karpfen angeht, ist Fuchs froh, wenn die Parkgäste diese möglichst nicht füttern. Auch da sind die Bistrobetreiber gefragt. Sie weisen die Leute vor Ort darauf hin, dass Brotbrocken im Teich nicht erwünscht sind. (Berner Zeitung)
Erstellt: 05.08.2010, 07:58 Uhr
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1 Kommentar
Immer noch geistert die Idee vom Hecht im Kopf des Leiters Dienstzweig Landschaft herum. Ich freue mich schon auf das tolle Naturschauspiel wenn im Frühling der Hecht Jagt auf die herzigen kleinen Entchen macht. Wenn ein Fischreiher gekommen ist wird bald ein zweiter kommen vielleicht auch ein Kormoran. Habe am 07.07.20 "Köniz kämpft mit Karpfenplage", Sitzstangen empfohlen. Antworten
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