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Der Gigant beim Forsthaus steht schon bald unter Dampf

Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 01.02.2012 15 Kommentare

Die neue Energiezentrale von EWB wird in diesem Jahr schrittweise in Betrieb genommen. Seit kurzem steht sie in ihrer vollen Grösse hinter den Bäumen, die daneben wie Ziersträucher wirken.

1/7 Die EWB-Energiezentrale im Forsthaus hat ihre volle Grösse erreicht. Die pionierhafte Anlage wird noch in diesem Jahr schrittweise ihren Betrieb aufnehmen.
Susanne Keller

   

Noch ruht der Ozeandampfer im Bremgartenwald. Die 310 Meter lange Energiezentrale von Energie Wasser Bern (EWB) duckt sich aber nicht mehr hinter die übrig gebliebenen Bäume. Ihre schiere Grösse lässt alles darum herum schrumpfen. «Sie fügt sich gut in die Landschaft ein», findet EWB-Sprecherin Myriam Neuhaus. Auf dem 70 Meter hohen Kamin thront ein Tännchen. «Es zeigt an, dass der höchste Punkt der Anlage erreicht ist», erläutert sie. Die eigentliche Aufrichtefeier finde dann aber im März statt.

Bis dann soll die Gebäudehülle fertiggestellt sein. Im gigantischen Bauwerk sind links der Abfallbunker, dann die Verbrennungsöfen für Kehricht, Holz und Gas untergebracht. Im anschliessenden Trakt wird die als heisser Dampf anfallende Energie in Strom umgewandelt oder als Dampf und Fernwärme weitergegeben.

«Schon im Verlauf dieses Jahres werden erste Feuer angezündet», sagt Neuhaus. Die Energiezentrale, in der die Kehrichtverwertung mit einem Holzheizkraftwerk und einem Gas- und Dampf-Kombikraftwerk kombiniert wird, ist eine komplexe, in der Schweiz einmalige Anlage. Sie verlangt eine dementsprechend sorgfältige Inbetriebnahme. «2013 läuft sie dann unter Volllast», so Neuhaus.

Abwärme statt AKW-Strom

Das Ungetüm wird ein Drittel des Elektrizitätsbedarfs der Stadt Bern decken. Dank der neuen Energiezentrale kann EWB auf den Strom des französischen AKW Fessenheim verzichten. Laut Neuhaus ist das Projekt im Zeitplan und auch die Kosten habe man im Griff. Die Energiezentrale wird 500 Millionen Franken kosten. Der Standort befindet sich in Sichtweite der alten, 58-jährigen Kehrichtverbrennungsanlage, von wo aus die obige Aufnahme gemacht worden ist.

Der Standort zwischen Autobahn und Murtenstrasse sei optimal, weil das bestehende Fernwärmenetz hier zusammenläuft. Auf demselben Baufeld entsteht der neue Feuerwehrstützpunkt. Nach einiger Verzögerung soll heuer mit dessen Bau begonnen werden. Dieser Umstand behindere EWB jedoch nicht, versichert Neuhaus. Die Stimmbevölkerung hiess die Zonenplanänderung für den Infrastrukturstandort mit 88 Prozent Ja-Stimmen gut. Vier Jahre danach haben die alten Kamine bald ausgeraucht, und der Kahn im Wald kommt unter Dampf. (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.02.2012, 06:28 Uhr

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15 Kommentare

Heinz Sommer

01.02.2012, 09:55 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ein gelungenes Projekt, ein grosses Merci den unzähligen fleissigen Bauarbeiter. Die Baustelle war sehr sehr eindrücklich! Die Lage macht durchaus Sinn, Wald wurde grosszügig an anderen Orten wieder aufgeforstet. Nun wird dann am Ort der alten Anlage hoffentlich wie vorgesehen eine moderne, urbane Überbauung realisiert. Antworten


Marcel Tanner

01.02.2012, 08:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Liebe Leserinnen und Leser, was uns die Journalisten ständig verschweigen ist, dass diese neue "Verbrennungs / Stromerzeugungsanlage JÄHRLICH 100`000 TONNEN CO2 ausstösst.... Das heisst in etwas sämtliche Autos im Kanton Bern stossen gleich viel CO2 aus...... Bloss will niemand besonders nicht die Grünen/Linken (Pareibuch der Journalisten) darüber sprechen.....!! Antworten



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