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«Das Geld geht ja nicht an den VCS»

Interview: Jonathan Spirig. Aktualisiert am 22.09.2010 60 Kommentare

Dass beim Einkaufscenter Shoppyland in Schönbühl auf Druck des VCS künftig Gebühren für das Parkieren erhoben werden, stösst bei den Lesern von Bernerzeitung.ch/Newsnet sauer auf. Gerhard Tubandt, Sprecher des VCS, rechtfertigt die Gebühren.

VCS-Mediensprecher Gerhard Tubandt.

VCS-Mediensprecher Gerhard Tubandt.
Bild: zvg

Umfrage

Ab dem 4. Oktober kosten die Parkplätze bei den Einkaufszentren Shoppyland und Obi in Schönbühl. Motiviert Sie das zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr?

Ja

 
6.3%

Nein

 
41.5%

Nein, ich suche einen Gratisparkplatz in der Nähe

 
52.2%

270 Stimmen


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Wieso hat der VCS die Parkplatzgebühren durchgeboxt?
Gerhard Tubandt: Wir haben Obi und die Migros aber nicht dazu gezwungen, sondern auf geltende Vorschriften hingewiesen.

Will der VCS die Bevölkerung zum ÖV-Fahren zwingen?
Zwingen können wir niemand. Wir wollen aber Anreize geben, den öffentlichen Verkehr zu benutzen. Je nachdem, was man im Shoppyland einkauft, ist es wirklich nicht nötig, mit dem Auto anzureisen.

Leser bezeichnen den VCS als Verkehrsbehinderer- und verhinderer. Was sagen Sie dazu?
Wenn die Umweltverbände nicht eingreifen, passiert oft gar nichts. Der Staat schaut beispielsweise für die Verkehrssicherheit, für die Umwelt fühlt sich aber oft niemand zuständig. Wir sind uns aber gewohnt, dass wir als «Anwalt der Natur» kritisiert werden. Allerdings möchte ich betonen, dass nicht nur der VCS vom Verbandsbeschwerderecht Gebrauch macht, letztes Jahr kamen nicht von uns die meisten Beschwerden.

Verstehen Sie den Unmut der Leute?
Ich verstehe natürlich, dass die Leute nicht erfreut sind. Allerdings verstehe ich nicht, wieso es einen solchen Aufruhr gibt. 50 Rappen für zwei Stunden sind nun wirklich keine Unsumme.

Wurde der Betrag zu tief angesetzt?
Natürlich wäre die Wirkung grösser, wenn man die Gebühr heraufsetzen würde. Beispielsweise, wenn die erste Stunde zwei Franken kosten würde. Es geht aber immer auch darum einen Kompromiss zu finden, man muss schauen was realistisch ist.

Wohin fliessen die Einnahmen überhaupt?
Gemäss der Genossenschaft Migros Aare werden die Einnahmen für Kontrollen und für die Instandhaltung der Anlagen verwendet. Dies wird auch andernorts so gehandhabt. Der VCS bekommt das Geld jedenfalls nicht.

Wäre nichts passiert, wenn der VCS nicht auf die Vorschriften aufmerksam gemacht hätte?
Das ist bis zu einem gewissen Grad Spekulation. Ich glaube aber, dass sie damit unter Umständen durchgekommen wären, wenn wir keine Einsprache erhoben hätten. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.09.2010, 14:25 Uhr

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60 Kommentare

hans gnägi

21.09.2010, 10:53 Uhr
Melden

vielen dank vcs... ein ganz grosses bravo! hauptsache überall einsprache erheben sobald es um parkplätze geht und gebühren erzwingen. blödsinn! Antworten


Thomas Zaugg

21.09.2010, 10:53 Uhr
Melden

Das selbe ist ja auch schon in Lyssach (IKEA & co.) passiert. (Klar, ich werde meinen Kleiderschrank mit dem ÖV nach Hause bringen...) Und im Media Markt sind fix fertige Parkplätze abgesperrt und dürfen nicht benutzt werden!!! Wann hat dieser Blödsinn ein Ende!? Kann mir mal jemand erklähren warum der VCS dies "erzwingen" kann? Das ist doch ein Club, wieso haben die so grosse Macht!? Antworten



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