Region
Das Bonsoir läuft «wie geplant»
Von Sarah Pfäffli. Aktualisiert am 12.03.2010
Das erlesene Barsortiment zeichnet das Bonsoir aus. Morgen vor einem Jahr wurde der Club an der Aarbergergasse eröffnet. (Bild: Iris Andermatt)
Links
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
An solchen Vorschusslorbeeren kann man fast nur scheitern. Die Vorfreude auf den Club war riesig, als das Bonsoir am 13.März 2009 an der Aarbergergasse eröffnete. Hunderte hatten sich für den Newsletter eingeschrieben, von einem «Prachtslokal» war in den Medien die Rede.
Dieses Wochenende feiert der Club nun seinen ersten Geburtstag. Und selbst wenn der Anfangshype längst verflogen ist: Die Betreiber zeigen sich «froh, glücklich und zufrieden» mit dem ersten Jahr. «Die Zahlen stimmen. Es läuft alles so wie geplant oder sogar besser», sagt Mitbetreiber Arci Friede erfreut.
Ärger wegen Türsteher
Dabei hatten anfängliche Probleme die Euphorie der Berner Szene zunächst ein wenig gedämpft: So gingen Beschwerden über die Türsteher ein, manche Gäste ärgerten sich über das Eingangsprozedere, sprachen von einer «Abfertigung». Andere äusserten sich enttäuscht von der Soundqualität oder darüber, dass der Raum auch bei 200 Gästen selten richtig voll wirkte.
Es waren Kinderkrankheiten, die die Betreiber mit «feinen Anpassungen» in den Griff bekamen, wie Friede sagt. Die Musikanlage sei nun optimal abgestimmt. Der lang gezogene Raum wurde mit einer Zwischenwand verkleinert. Die Vorschrift, dass jeder Gast für 2 Franken seine Jacke an der Garderobe abgeben muss, wurde abgeschafft. Partys können dank Überzeitbewilligung bis 5 Uhr dauern. Und Beschwerden wegen der Türpolitik gabs schon lange keine mehr; das Türsteherteam stimme jetzt so. Gänzlich ohne Security ginge es nicht: «An diesem Standort braucht man Türsteher.»
«Dieser Standort», die Aarbergergasse, war jüngst wegen gewalttätiger Vorfälle in den Schlagzeilen. «Davon merken wir in unserem Club nichts. Sie betreffen eine andere Szene», sagt Friede. Er warnt deshalb davor, «die ganze Aarbergergasse in einen Topf zu werfen».
Unberechenbare Clubber
Der Club Bonsoir ragt heraus – nicht nur aus der Aarbergergasse, sondern aus dem gesamten Nachtleben: Das Programm ist stets hochkarätig, auch die Resident-DJs (u.a. Round Table Knights) verzeichnen internationalen Erfolg. Als erster Schweizer Club verzichtet das Bonsoir zudem völlig auf Plakate und wirbt ausschliesslich via Web. Diese Innovation hat bereits andere Lokale inspiriert, etwa den Zürcher Club Q. Auch das Barkonzept ist aussergewöhnlich – so pflegt das Bonsoir an monatlichen Anlässen («Boire») explizit die Barkultur, legt Wert auf ein erlesenes Getränkesortiment und geschultes Barpersonal.
Am Wochenende gibts nun ein grosses Geburifest. Ob das Bonsoir ausverkauft sein wird oder nur halb voll, müssen die Betreiber aber auch diesmal abwarten: «Es lässt sich oft nur schlecht voraussagen», sagt Arci Friede. Er lacht: «Für dieses Phänomen haben wir auch nach einem Jahr keine Erklärung.»
(Berner Zeitung)
Erstellt: 12.03.2010, 08:34 Uhr
WRITE A COMMENT
Region
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.



