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Costa-Kreuzfahrten nicht an der Ferienmesse

Von Mirjam Messerli, tan. Aktualisiert am 19.01.2012

An der in Bern eröffneten Ferienmesse sind auch Anbieter von Schiffsreisen vertreten. Nach dem Unglück im Mittelmeer werden sie zwar mit kritischen Fragen konfrontiert, Kreuzfahrten werden aber weiterhin gut verkauft. Den Messeauftritt abgesagt hat die vom Unglück direkt betroffene Costa GmbH.

1/13 Der Stand von MSC Kreuzfahrten an der Ferienmesse. Die Buchungen sind laut Mediensprecherin bisher nicht zurückgegangen.
Tanja Kammermann

   

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Bis am Sonntag dreht sich in den Messehallen der Bernexpo alles um die schönsten Wochen des Jahres. Die 27. Ferien- und Gesundheitsmesse steht im Zeichen des politischen Umbruchs in Nordafrika. Gastland ist Ägypten. Doch noch ein zweites Thema beeinflusst die diesjährige Messe: Der Unfall des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia im Mittelmeer. Die Costa GmbH figuriert zwar auf der Liste der Aussteller, hat ihren Messeauftritt jedoch abgesagt. «Aus Pietät und Rücksichtnahme gegenüber betroffenen, teilweise noch vermissten Personen verzichtet Costa Kreuzfahrten einstweilen auf Promotions-Aktivitäten», heisst es von Seiten des Unternehmens.

Costa als verlässlicher Partner

Die Firma Costa hätte an der Ferienmesse keinen eigenen Stand betrieben, sondern wäre «Untermieter» bei der Marti AG gewesen. Das Busreiseunternehmen aus Kallnach hat Kreuzfahrten mit der Costa-Flotte im Angebot. Das Verhältnis zur Costa GmbH sei «unverändert gut», betont Geschäftsleiter Heinrich Marti. «Costa kennen wir aus mehr als 20-jähriger Zusammenarbeit als zuverlässiges und seriöses Unternehmen. Wir haben deshalb keinen Zweifel, dass Costa das Unglück lückenlos aufarbeiten und gewonnene Erkenntnisse für die weitere Verbesserung der bereits hohen Sicherheitsstandards der Kreuzfahrten umsetzen wird.»

Vom Angebot her mit Costa vergleichbar ist das Unternehmen MSC Kreuzfahrten, welches an der Ferienmesse präsent ist. «Natürlich haben wir Anfragen von Kundinnen und Kunden bezüglich der Sicherheit an Bord. Am Buchungsverhalten hat das Unglück im Mittelmeer aber nichts verändert», sagt Mediensprecherin Marilena Mattarelli. Aus Pietätsgründen äussere sich MSC nicht weiter zum Unfall der Konkurrenzfirma Costa. «Wenn so etwas passiert, ist das für die ganze Branche schlimm.»

Keine Annulationen

Viele Fragen musste in den letzten Tagen auch Bruno Hesser beantworten, der Kreuzfahrten auf dem Clubschiff Aida verkauft. «Die Kundinnen und Kunden wollen alles Mögliche wissen: Wie rasch die Schoten bei Wassereinbruch dicht gemacht werden können oder ob das Schiff bei jedem Wetter ausläuft.» Die Nachfrage nach Kreuzfahrten sei aber ungebrochen gross.

Sämtliche grossen Reedereien hat das auf Schifffahrtsreisen spezialisierte Reisebüro Mittelthurgau im Programm. «Rückfragen ja, Annulationen keine», so fasst Geschäftsleiter Stephan Frei die Reaktionen nach dem Schiffsunglück in Italien zusammen. Selbstverständlich nehme man alle Bedenken ernst und prüfe auch weiterhin die Arbeit der Partnerfirmen genau. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.01.2012, 16:45 Uhr

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