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Böse Erinnerungen an Uster werden wach

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 13.04.2011 128 Kommentare

Der Deckensturz im Bernaqua ist nicht der erste in der Schweiz. Im Gegensatz zur Tragödie im Hallenbad Uster im Jahr 1985 verlief er aber mehr als glimpflich. Damals begrub die heruntergestürzte Decke zwölf Menschen unter sich.

Die Bilanz des Hallenbad-Unglücks in Uster: zwölf Tote und 19 Schwerverletzte.

Die Bilanz des Hallenbad-Unglücks in Uster: zwölf Tote und 19 Schwerverletzte.
Bild: Keystone

Eingestürzte Decke der Sporthalle in St. Gallen-Riethüsli. (Bild: Keystone )

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Am 9. Mai 1985 gegen 20.30 Uhr krachte im Hallenbad Uster/ZH die Betondecke auf die Schwimmer. Die Bilanz des Unglücks: zwölf Tote und 19 Schwerverletzte. Experten der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchten daraufhin die Ursachen. Ihr Befund: Spannungsrisskorrosion an den Aufhängebügeln.

Mit anderen Worten: Wegen der Zugluft im Hallenbad bildete sich ein saurer, chloridhaltiger Feuchtigkeitsfilm auf den Bügeln.

Risse im Stahl

Was dann geschah, wird in der Empa-Kundenzeitschrift «EmpaNews» (Nummer 29/Mai 2010) folgendermassen beschrieben: «Dadurch entstanden über die Jahre lokale Anfressungen. Unter der hohen Zugspannung bildeten sich von diesen Punkten aus Risse im Stahl, die immer tiefer hineinwuchsen. Die ersten Bügel brachen und erhöhten die Belastung an den benachbarten Bügeln. Der Vorgang setzte sich so lange fort, bis die Belastbarkeit der Aufhängung überschritten war.»

Deckensturz in St. Gallen

Knapp an einer Katastrophe vorbei gingen auch die Schüler des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen-Riethüsli. Am frühen Morgen des 24. Februar 2009 lag zu viel Schnee auf der Dreifachsporthalle. Das Dach stürzte daraufhin etwa 90 Minuten vor Unterrichtsbeginn ein.

Am 16. November 2009 stürzte bei den Abbrucharbeiten im Altbau des Einkaufszentrums Oberland der Migros Aare eine zehn mal zehn Meter grosse Deckenplatte ein. Die dadurch ausgelöste Druckwelle riss Absperrungen und Bauwände um, wodurch sich zwei Passantinnen leicht verletzten. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.04.2011, 11:48 Uhr

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128 Kommentare

Reto Feuz

12.04.2011, 22:18 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Göttlich, diese Kommentare! Alles nur Experten, welche sich hier rumtummeln, ich bin erstaunt über die hohe Fachkompetenz der hier schrbeienden! *vorsicht Sarkasmus*
Jammern ist immer einfacher (und weitaus spannender) als positive Würdigung. Es gibt tatsächlich auch ein paar poitive Dinge am WS, Sie würden staunen...
Antworten


Urs Lauper

12.04.2011, 20:51 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Das Westside ist in bedenklichem Zustand: Vielerorts blättert Gips, gibt es Risse. Korrosion ist sichtbar, Farbe aufgebläht und abgelöst, das Dampfbad seit Wochen eine Sanierungsbaustelle. Planungsmängel sind erkennbar, so gibt es im Bad Notausgänge, welche durch Eisenbahnschotter führen, wie sollen da viele Leute rasch und ohne Zwischenfall barfuss evakuiert werden? Antworten



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