Region

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Binggeli ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Von Parzival Meister. Aktualisiert am 17.12.2008

Das Nahbaurecht fehlt: Wilfried Binggeli kann das niedergebrannt Restaurant im Findeltierpark Lengnau nicht wieder aufbauen. Doch auf diese Einnahmen wäre er dringend angewiesen. Jetzt sucht er ein neues Zuhause.

Links

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

«Mich schmerzt es noch heute», sagt Wilfried Binggeli, der mit seiner Frau Christa und seinem Team in Lengnau entlang dem Bahngleis den Findeltierpark betreibt. Schmerzen bereiten ihm aber nicht die körperlichen Verletzungen, die er sich zugezog, als er beim Brand seines Parks versuchte die Tiere zu retten – davon zeugen verschiedenen Brandnarben. Vielmehr schmerzen ihn die Erinnerungen an den Tag, «als ich alles verlor».

Rückblick: In der Nacht vom 1. auf den 2. August 2007 ging das kleine Restaurant des Findeltierparks an der Emil-Schibli-Strasse in Flammen auf. Feuerwerkskörper waren vermutlich die Brandursache. Betreiber Wilfried Binggeli landete nach einem Rettungsversuch seiner Tiere im Spital. 52 Kleintiere kamen beim Brand ums Leben.

Ziegen statt Beiz

Heute erinnern nur noch wenige russgeschwärzte Balken an den Brand. Wo einst das Restaurant für rund 30 Personen stand, ist jetzt der neue Schlafplatz für Ziegen. Eigentlich hätte der Tierliebhaber die Beiz wieder aufbauen wollen, doch es fehlt im das Nahbaurecht des Liegenschaftsbesitzers des südlich gelegenen Wohnblocks. Als er die Wirtschaft im Jahr 2000 aufbaute, erhielt er das Näherbaurecht noch problemlos. Doch mittlerweile hat der Besitzer des Wohnblocks gewechselt und von da war nichts zu holen. Es half auch nicht, dass Binggeli dafür in Lengnau über 600 Unterschriften sammelte. Und da in nördlicher Richtung das Bahngleis ist, wäre die Verschiebung des Baus auch keine Option. Binggeli jedenfalls hat resigniert: «Der Wiederaufbau der Beiz ist für mich gestorben.»

Dies trifft ihn hart. Denn die Wirtschaft war für Binggeli eine wichtige Einnahmequelle. «Für das Futter und die Pflege der Tiere gebe ich monatlich 3000 Franken aus», erklärt der IV-Rentner. Mit den Einnahmen aus der Beiz habe er diese Kosten decken können.

Reserven reichen bis Mai

Und wie bringt er seine Tiere seit dem Brand durch? «Ich investiere alles, was ich habe, in die Tiere. Doch meine Reserven sind bald aufgebraucht», sagt Binggeli und spricht damit das Geld an, das er von der Versicherung nach dem Brand zugesprochen erhielt. Dieses Geld reiche voraussichtlich bis im Mai. Und wie geht es dann weiter? «Auch wenn wir bis dahin nichts neues gefunden haben, geht es ganz sicher weiter», meint Binggeli. Wie genau, weiss er noch nicht.

Obwohl Binggeli sagt, er wolle eigentlich nicht aus seinem Quartier in Lengnau weg, weil man durch die Beiz zu «einer grossen Familie wurde», sucht er ein neues Zuhause. In einem Umkreis von rund 30 Kilometern sollte es sein. Noch wichtiger: «Wir brauchen einen grossen Umschwung für die Tiere.» Denn es kommen auch jetzt noch laufend neue Findeltiere hinzu. Und natürlich müsse die neue Bleibe die Möglichkeit bieten, nebst dem Findeltierpark eine Beiz zu betreiben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.12.2008, 17:02 Uhr

Region

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

WERBEN SIE ONLINE

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.