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Berns geliebte Marias

Aktualisiert am 07.02.2012

Die Vor- und Nachnamen sind in der Stadt Bern in der letzten Dekade vielfältiger und bunter geworden. Am meisten trifft man in der Stadt aber immer noch auf Marias, Peters und Müllers.

1/4 Obwohl das Model Maria Dolores Dieguez nicht mehr in Bern lebt, ist «Maria» immer noch der häufigste Vorname.
Bild: Tomas Wüthrich

   

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Die häufigsten Frauenvornamen in der Stadt Bern. (Bild: zvg Stadt Bern)

Die häufigsten Männervornamen in der Stadt Bern. (Bild: zvg Stadt Bern)

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Maria, Anna, Peter oder Hans sind Vornamen, die während Generationen immer wieder und in bedeutender Zahl vergeben wurden. Heute lesen sich die Geburtsanzeigen in der Stadt Bern abwechslungsreicher und vielfältiger, wie die Statistikdienste der Stadt Bern ermittelt haben.

Zwar sind Peter und Maria immer noch Spitzenreiter bei den Vornamen angeht (siehe Tabelle), allerdings haben die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und die Multikulturalität für eine wachsende Vielfalt gesorgt. Allgemein zeige sich, dass die Namen der Neugeborenen heute vor allem in den Ohren der Eltern angenehm klingen müssen, schreibt der Statistikdienst.

Kürzere Vornamen

Der Reichtum bei den vergebenen Vornamen zeige sich mit der Tatsache, dass die 1458 Berner Neugeborenen des Jahres 2010 925 verschiedene Vornamen erhielten. Knapp die Hälfte davon wurde lediglich einmal vergeben. Auffallend ist auch, dass die Vornamen kürzer werden. 2010 erhielten gut sechs von zehn Neugeborenen Namen mit maximal fünf Buchstaben.

Bis sich die veränderten Kriterien bei der Wahl der Vornamen aber auch in der Statistik der Wohnbevölkerung niederschlägt, wird es noch einige Jahre dauern. Somit werden Maria, Anna, Peter oder Hans noch für einige Zeit die Statistik anführen.

Traditionelle Nachnamen rückläufig

Nachnamen unterliegen im Vergleich zu Vornamen normalerweise nicht der Qual der Wahl. Sie werden meist vererbt. Wer deshalb glaubt, dass Müller die entsprechende Rangliste in der Stadt Bern anführt, liegt goldrichtig. Ende 2010 heissen nicht ganz sieben von Tausend Bernern so; zehn Jahre davor waren es noch etwas mehr.

Auf Müller folgen Gerber, Schmid und Moser. Die ersten vier Plätze der Rangliste sind somit in den Jahren 2000 und 2010 identisch belegt. Erst ab dem fünften Platz ergeben sich – teils nur geringfügige – Verschiebungen.

Namensvielfalt stark gewachsen

Die Bevölkerungszahl der Stadt Bern ist zwischen dem Jahr 2000 und 2010 um gut 3000 Personen (2,4 Prozent) gewachsen. Ungleich stärker hat sich die Namensvielfalt entwickelt: Ende 2010 finden sich mehr als 26'000 (2000: 21'000) unterschiedliche Nachnamen in Bern, wovon mehr als die Hälfte (2000: 42 Prozent) nur einmal vorkommt.

Die 74 am häufigsten auftretenden Familiennamen (mindestens 150 Personen umfassend) vereinen Ende 2010 14,5 Prozent der knapp 132'000 in Bern Lebenden auf sich. Zehn Jahre zuvor machte diese Gruppe – damals mit 89 Nachnamen – noch 18,1 Prozent aller rund 129'000 Einwohnern aus. (js)

Erstellt: 07.02.2012, 12:00 Uhr

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