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Berner S-Bahn rüstet für eine halbe Milliarde auf

Die BLS tätigt eine Grossinvestition für die Berner S- Bahn: Für 493,7 Millionen Franken kauft sie in den nächsten Jahren bei der Firma Stadler Rail 28 Doppelstockzüge. Es ist die grösste Rollmaterialinvestition der BLS in ihrer Geschichte.

1/7 So sieht der neue Doppelstockzug der BLS aus.
Bild: BLS

   

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Das zweitgrösste Bahnunternehmen der Schweiz begründet das Vorhaben in einer Mitteilung vom Dienstag mit dem «rasanten Nachfragewachstum der letzten Jahre» auf der Berner S-Bahn. Gemessen an den gefahrenen Personenkilometern habe die Nachfrage in den letzten fünf Jahren um 43,5 Prozent zugenommen.

Die BLS stosse deshalb mit dem bestehenden Rollmaterial vor allem zu den Hauptverkehrszeiten an die Kapazitätsgrenzen. Mit den Doppelstockzügen lasse sich die Zahl der Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit bis 2014 um rund 30 Prozent steigern.

Die BLS rechnet damit, dass die Züge ab Herbst 2012 ausgeliefert werden und im Verlauf des Jahrs 2013 schrittweise auf der S-Bahn- Linie 1 (Freiburg-Bern-Münsingen-Thun) zum Einsatz kommen.

Ab 2014 sollen dann die neuen, durchgehend klimatisierten und videoüberwachten Züge auch auf den Linen S3 (Biel-Bern-Belp) und S6 (Schwarzenburg-Bern) verkehren. Die Investition ist vom Bundesamt für Verkehr und den Kantonen Bern und Freiburg, wo die neuen Züge künftig verkehren, genehmigt worden.

BLS-Direktor Bernard Guillelmon sagte an einer Medienkonferenz am Dienstag in Bern laut Redetext, den zusätzlichen Mittelbedarf beabsichtige die BLS mittels einer öffentlichen Anleihe abzudecken. Die BLS verfüge über ein AA-Rating.

Am Donnerbühl-Tunnel westlich des Hauptbahnhofs Bern und auf der Strecke Bern-Schwarzenburg müssen wegen der Doppelstockzüge Anpassungen vorgenommen werden.

Langfristig über eine Milliarde

Langfristig plant die BLS weitere Grossinvestitionen: Sie will die Wagenflotte vereinheitlichen und dafür bis 2025 über eine Milliarde Franken für Rollmaterial ausgeben.

Die BLS verfüge heute über eine Flotte mit unterschiedlichen Fahrzeugen. Wenn die Flottenvielfalt reduziert werden könne, vereinfache das die Instandhaltung und erhöhe die Flexibilität im Bahnbetrieb. Ausserdem sei mit einem weiteren Nachfragewachstum von rund 60 Prozent bis 2025 zu rechnen.

Die 700 Millionen Franken, welche die BLS in der weiteren Investitionsplanung für Rollmaterial vorsieht, will das Unternehmen aber in einstöckige Fahrzeuge investieren. (vin/sda/)

Erstellt: 31.03.2010, 08:38 Uhr

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11 Kommentare

Patric Bigler

01.04.2010, 17:57 Uhr
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Ich gratuliere der BLS zu diesem mutigen Schritt, ihre Flotte mit nicht-Bombardier-Rollmaterial zu erweitern. Stadler Rail konnte die hohe Qualität der Schienenfahrzeuge viele Male bestätigen. Liefertermine werden eingehalten und Komponenten wie KIS, FZPF und AFZ sind jeweils optimal aufeinander abgestimmt. Bern kann sich freuen! Antworten


Jannick Heutschi

31.03.2010, 23:22 Uhr
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Endlich hat auch die BLS begriffen, was gut für den schweizer Schienenverkehr ist. @Herr Luger Sie scheinen ja eine riesen Ahnung von Stadler zu haben... Das die Seetal-GTW lahme Kisten sind, bin ich einverstanden. Aber wir reden in diesem Kapitel von Doppelstock-Triebzügen mit einer Beschleunigung von 1.3 m/s2! Das übertrifft sogar den FLIRT! Das Fahrzeug wird genial werden für Bern! Antworten


Therese Clarke

31.03.2010, 08:14 Uhr
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Das ist ja erfreulich!!! doch ist zu sagen, geht der Preis des GA für Rentner in die Höhe nächstes Jahr,können sich mit Sicherheit viele damit ich eingeschlossen das GA nicht mehr leisten, bei mir ist es schon jetzt an der Schmerzgrenze...dennoch dank sei der BLS Antworten


Marc Marc Burkhard

30.03.2010, 20:28 Uhr
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Das wurde endlich Zeit!! Aber besser spät als nie. @Herr Luger, die Bombardier Züge überzeugen mich nicht im geringsten. Weder die Nina noch die Lötschberger. Ich würde denen keine Träne nachweinen. Die Ninas sehen nach den wenigen Jahren Einsatz zum Teil bereits sehr bedenklich aus. @Herr Chrenko, Kopfschüttel..... Antworten


Julian Bieri

30.03.2010, 17:08 Uhr
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Ich freue mich auf die neuen Züge, ich hoffe sie können viele Leute dazu bewegen vom Auto auf den Zug umzusteigen. Antworten


Pascal Pfister

30.03.2010, 16:55 Uhr
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@Fredy Luger Bombardier hätte auch die Möglichkeit gehabt die Fahrzeuge bauen zu können. Die BLS hat denn Auftrag gemäss Richtlinien ausgeschrieben. Da aber nur die Offerte von Stadler Rail vorlag hat man sich halt für denn entschieden der auch ein Angebot unterberitet hat - ist ja logisch. Stadler Rail baut hochwärtige Züge und konnte bis jetzt immer termingerecht liefern..... Antworten


H.P. Käser

30.03.2010, 16:17 Uhr
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Endlich, wurde auch langsam Zeit, da ist uns Zürich weit voraus. Schade, dass es noch so lange geht… Antworten


Richard Chrenko

30.03.2010, 16:14 Uhr
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Schon wieder fliessen hunderte von Millionen in Verkehrsprojekte für die Agglomerationen. Gleichzeitig wird durch Salami-Taktik die Service Public in den Randregionen dauernd abgebaut. Die Berggebiete werden zum Spielplatz der reichen Städter und Transitkorridor der EU. Rein finanziell betrachtet sicher der richtige Entscheid. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Katastrophe. Antworten


Fredy Luger

30.03.2010, 12:44 Uhr
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Begreife nicht warum man bombardier verlässt und zu stadler geht nina , loetschberger und die jumbowagen sind bombardier produkte muss es denn immer diese swissness sein ? die gtw von stadler sind doch eine totale katastrophe mit ihren treppchen und schnell vom fleck kommt man ja auch nicht mit diesem antriebslökäli !!!! Antworten


Roland Peter

30.03.2010, 12:32 Uhr
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Und wo stellt man die Koffern hin, wenn man in die Ferien fährt? Der Gepäckhalter am Ende des Wagens bietet Platz für ca. 4 Koffern. Zwischen den Sitzen ist der Platz für grosse Rollkoffern zu klein und die Gepäckablage über den Köpfen, reicht wohl für einen Aktenkoffer, Jacke und Zeitung. Antworten


Mathias Tromp

30.03.2010, 12:01 Uhr
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Herzliche Gratulation der BLS zu diesem Schritt. Die Flottenerweiterung ist eine Folge des grossartigen Erfolgs mit der S-Bahn Bern. Antworten




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