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Berner Lichtspektakel 2013: Zündstoff rund ums Bundeshaus

BernKommt das erhöhte Budget zusammen, gibt es im Spätherbst am Bundeshaus ein Lichtspektakel mit Mani Matters «Dynamit» – und ein Restaurant der Migros vor der Nationalbank.

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Es wird explosiv rund ums Bundeshaus. «Sagenhaft» ist das Motto des Lichtspektakels «Rendezvous Bundesplatz», das im Spätherbst an der Fassade des Bundeshauses gezeigt werden soll. In der gut zwanzigminütigen Show wird es um Sagen und Legenden gehen, die Vorbereitungen laufen. Einer der Protagonisten soll Mani Matter mit seinem Stück «Dynamit» sein, wie Brigitte Roux, Geschäftsführerin des Veranstalters Starlight Events, bestätigt. In «Dynamit» macht sich ein «bärtige Kärli» nachts mit Sprengstoff am Bundeshaus zu schaffen. Die Ichfigur im Song hält den Mann vom Anschlag ab, stellt sich dann aber die Frage, ob er wirklich hinter den Argumenten stehen könne, mit denen er dem «Kärli» die Attacke ausredete.

Noch muss man bei «Dynamit beim Bundeshaus» im Konjunktiv reden. Denn auch in der Finanzierung des Spektakels steckt noch potenzieller Zündstoff: Sie ist noch nicht gesichert. Das hat mit dem bisherigen Erfolg zu tun. 2011 kamen gut 330'000 Besucher, 2012 mehr als eine halbe Million. Auf Anhieb etablierte sich «Rendezvous Bundesplatz» damit als grösste Publikumsveranstaltung der Stadt. Das macht die Veranstalter von Starlight Events stolz. Nicht ganz glücklich sind sie hingegen mit der Ausstrahlung des Events. «500'000 Besucher und die nationalen Medien mit Sitz in Zürich schafften es 2012, das Lichtspektakel fast komplett zu ignorieren», sagt Brigitte Roux von Starlight Events.

Das Budget wird erhöht

Das soll sich in diesem Jahr ändern. Roux und Co-Geschäftsführer Urs Gysin streben eine nationale Medienpartnerschaft an, um in der ganzen Schweiz Schlagzeilen zu machen. Dazu muss allerdings das Budget erhöht werden: von 830'000 im letzten Jahr auf neu 930'000 Franken.

Gesuch bei Stadt noch hängig

Rund die Hälfte des Budgets steuerten zuletzt Stadt (180'000 Franken), Kanton (180'000 Franken aus dem Lotteriefonds) und Burgergemeinde (50'000 Franken) bei. Bei der Stadt ist das Gesuch für Unterstützung in derselben Höhe wie 2012 zurzeit noch hängig. In Zeiten von Sparpaketen prüft die Stadt alle Beiträge genau. Offiziell lässt der Infobeauftragte Markus Binder verlauten: «Der Antrag liegt dem Gemeinderat an einer seiner nächsten Sitzungen zur Genehmigung vor.»

Die Burgergemeinde wartet auf einen Antrag und hat deshalb noch nicht entschieden, sagt Sprecherin Stéphanie Gerber.

Und wenn die Beträge von der öffentlichen Hand nicht gesprochen würden? «Dann wäre das Projekt eventuell gestorben, oder wir müssten sogar in eine andere Stadt ausweichen», sagt Brigitte Roux. Bern als Bundesstadt und das Bundeshaus als «ideale Kulisse für eine solche Projektion» seien aber die «absolute Wunschdestination». Roux macht sich keine Sorgen: «Wir sind zuversichtlich, dass wir im Herbst wieder in Bern sind.»

Die Zuversicht baut auch auf dem bevorstehenden Vertragsabschluss mit dem neuen «Presenting Sponsor» Migros. Die Migros beteiligte sich bisher im Rahmen ihres Kulturprozents, aber nicht in der jetzt geplanten Höhe. «Wir sind im Gespräch und auf guten Wegen», sagt Migros-Sprecher Reto Wüthrich. Kommt es zur Unterschrift, wird der Grossverteiler fast die Hälfte des Budgets 2013 stellen – und die Migros geht noch weiter. Man sei daran interessiert, einen Vertrag über drei Jahre abzuschliessen, sagt Wüthrich.

Für den gleichen Zeitraum liegt bereits die Bewilligung des Bundes vor, die Bundeshausfassade abends zu beleuchten.

Migros mit Restaurant

Die Migros plant unter anderem, während des Spektakels vor der Nationalbank einen Gastrobetrieb aufzustellen. Die Zusammenarbeit könne aber auch noch zu anderen Neuerungen führen, sagt Sprecher Wüthrich.

Klappt es mit der Finanzierung, soll das gut zwanzigminütige Lichtspektakel vom 18. Oktober bis am 1. Dezember täglich zweimal am Bundeshaus zu sehen sein. Eine Weihnachtsshow wie im letzten Jahr ist heuer nicht geplant. Das vorgezogene Ende Anfang Dezember erlaubt der Eisbahn auf dem Bundesplatz, den Betrieb früher aufzunehmen (s. Infobox). (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.05.2013, 10:20 Uhr

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Mani Matter mit «Dynamit»: Hier als Graffiti am Mani-Matter-Stutz beim Rathaus. Im Spätherbst eines der Sujets beim Lichtspektakel. (Bild: Adrian Moser)

Eisbahn Bundesplatz

Weil das Lichtspektakel in diesem Jahr nur bis Anfang Dezember gezeigt werden soll, können die Betreiber der Eisbahn wohl ihr Ziel umsetzen und heuer früher mit dem Betrieb starten. «Ziel ist es, die Eisbahn am 24.Dezember in Betrieb zu nehmen», sagt Theo Bertschi von der veranstaltenden Honorem GmbH. In den letzten Tagen fanden Gespräche mit den Marktbetreibern statt. Diese möchten am umsatzstarken Samstag, 21.Dezember, noch einen Markttag durchführen. Diesem Wunsch komme man nach. Allerdings wird es dadurch knapp mit dem Eisaufbau: Dieser dauerte im letzten Jahr drei Tage und Nächte. «Wir klären nun mit den Lieferanten ab, ob ein rascherer Aufbau möglich wäre», sagt Bertschi. Wenn es mit dem 24. nicht klappe, werde der Betrieb wohl am 26. oder 27.Dezember aufgenommen. «Auf jeden Fall steht die Eisbahn länger als letzten Winter.» Der letzte Tag soll der 16.Februar 2014 sein.

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