Berner Koks-Handel fest in nigerianischer Hand

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 15.04.2010 20 Kommentare

Die Aussage des Chefs des Bundesamtes für Migration, dass 99,5 Prozent der nigerianischen Flüchtlinge in der Schweiz straffällig würden, sorgte für Aufsehen. Auch die Kantonspolizei Bern hat grosse Probleme mit den Westafrikanern.

Auch in Bern fallen die Nigerianer durch Drogenhandel auf.

Auch in Bern fallen die Nigerianer durch Drogenhandel auf.
Bild: Patric Spahni

Christof Kipfer. (Bild: Urs Baumann)

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Die offiziellen Behörden in Bern bestätigen die Aussage vom Chef des Bundesamtes für Migration. «Die Nigerianer kontrollieren den Kokainhandel in Bern», sagte Christof Kipfer, der Chef der Berner Kriminalpolizei, auf Anfrage von bernerzeitung.ch. Trotz umfangreicher Ermittlungsarbeit sei es schwierig, ihre clanartigen Kreise zu durchschauen. Die Clans würden sich völlig von andern abschotten und seien sehr gut organisiert. Kipfer glaubt, die jungen Männer würden mit einem klaren Dealerauftrag nach Bern geschickt. Hier würden sie sowohl den Import und den Export der beliebten Droge kontrollieren.

Die Nigerianer fallen schon einige Zeit als Drogendealer auf. Über Westafrika gelangen nämlich immer mehr Drogen aus Südamerika nach Europa, sowohl auf dem Land- wie auf dem Wasserweg. Westafrika und damit auch Nigeria, ist dadurch zu einem regelrechten Drogenumschlagplatz geworden.

Obwohl das Problem bekannt ist, sei es sehr schwierig, die so genannten «Chügelidealer» aus dem Verkehr zu ziehen. Die Männer hätten die Droge in kleinen Mengen als Kügelchen im Mund dabei. «Sobald sie die Polizei sehen, schlucken sie diese einfach», so Kipfer. Und auch wenn es der Polizei gelinge, einen mit genügend Kokain zu erwischen, stehe kurze Zeit später der nächste an derselben Strassenecke. «Es gleicht einer Sisyphusarbeit, die Nigerianer haben unglaubliche Rekrutierungsmöglichkeiten», sagte Kipfer.

Seit Jahren Gesuchsflut aus Nigeria

Oft widersetzen sich die Nigerianer der Verhaftung und es komme zu «schwierigen Szenen» für die Polizei, sagte Kipfer. In Haft machen die Männer falsche Angaben zu Herkunft und Alter und erzählen alle die «gleichen, nicht glaubwürdigen Geschichten». Darum werden fast alle Asylgesuche abgelehnt. 2009 hat die Schweiz lediglich einem einzigen Gesuch eines nigerianischen Asylbewerbers stattgegeben. Sechs erhielten eine vorläufige Aufnahme. Die grosse Mehrheit der knapp 1800 Gesuche wurden abgelehnt. In den letzten 15 Jahren durften 12 Nigerianer bleiben, 5401 stellten ein Gesuch.

Der Asylgesuchflut will der neue Leiter des Bundesamtes für Migration, Alard du Bois-Reymond, nun einen Riegel schieben. So soll sich eine Taskforce, eine Arbeitsgruppe aus Bund und Kantonen, dem Problem mit den Flüchtlingen aus Nigeria annehmen. Zudem soll ein vereinfachtes Rückführungsabkommen für Entspannung sorgen. Weil es aber einige Zeit dauere, um die Verfahren zu beschleunigen, rechnet du Bois-Reymond auch dieses Jahr mit insgesamt 16'000 Asylgesuchen.

Die Taskforce wurde seit letzten Sonntag bereits von Balthasar Glättli von Solidarité sans frontières als «eine weitere unnütze Massnahme» kritisiert. Besser sei es, den Nigerianern ein Handgeld von 5000 Franken zu zahlen und sie so zur Rückkehr zu bewegen. «Ein durchaus pragmatischer Ansatz», sagte Kripo-Chef Christof Kipfer. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.04.2010, 16:52 Uhr

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20 Kommentare

Christoph Gimpert

15.04.2010, 14:40 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Mit meinem Kommentar von vorhin meine ich nicht, dass man Gesetze so anpassen würde, dass Kriminelle nicht mehr kriminell wären. Ausschaffungen weden glaub ich keine Wirkung haben, wenn nicht die Nigerianer Koks verkaufen, dann halt andere. Wie man hört ist Koks bei Bankern und Yuppies sehr beliebt, also auch bei Schweizern... Antworten


Christoph Gimpert

15.04.2010, 14:31 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@Walter Sahli: Einverstanden, dass die Linken nicht schuld sind an der Sache, aber dass die Schweizer immer mehr "rechts denken", daran sind die Linken schuld, denn mit ihrem Gutmenschentum setzen sie Signale, und das nicht nur Koksdealern, sondern auch Islamisten. Gekokst wird eh, ob die Nigerianer den Stoff verkaufen oder nicht - geradesogut könnte man Koks legalisieren, statt Nigerianer raus. Antworten



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