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Berner Bier avanciert zum Trend

Von Stefan Glantschnig. Aktualisiert am 27.07.2012

Die Felsenau-Brauerei und die Rugenbräu AG sind für ihre Biere mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist auch für die Abnehmer des Bieres von Bedeutung und belebt die Berner Bierkultur.

1/5 Grossabnehmer vom Felsenau-Bier und den Kunden schmeckts: Die «Turnhalle» in Bern.
Stefan Glantschnig

   

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Brau-Ring-Qualitätssiegel

Am Freitag hat die Felsenau-Brauerei als eine von zwei Berner Brauereien das Brau-Ring-Qualitätssiegel verliehen bekommen. Diese Auszeichnung wird an Brauereien vergeben, die sich den Grundsätzen des privaten Brauens, der regionalen Tätigkeit und einzigartigen Qualitätsmerkmalen verschrieben haben. Die Brau-Ring-Kooperation wurde vor 40 Jahren gegründet, um der Marktkonzentration vorzubeugen. Deshalb sollen lokale Brauereien mit dieser Auszeichnung gestärkt werden, um unabhängig bleiben zu können.

«Für die Felsenau-Brauerei ist es essenziell, dass das Qualitätssiegel erneuert worden ist», erklärt Stefan Simon, Geschäftsführer der Felsenau AG. Das zeigt, dass Qualität das oberste Gebot für die Brauerei darstellt und das Qualitätssiegel somit einen symbolischen Wert hat. «Wir nutzen den Effekt einer solchen Auszeichnung, um im Rahmen der IG unabhängige Schweizer Klein- und Mittelbrauereien unsere Position gegenüber den globalen Vertreibern zu stärken», meint Simon weiter.

Im Raum Bern hat die Brauerei Felsenau eine starke Wettbewerbsposition inne und der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr sogar gesteigert werden. «Mit trendigen Bieren wie dem Berner Müntschi haben wir es geschafft, unsere Kundschaft zu erweitern.» Überhaupt habe sich die Stellung von Bier auch in der Gastronomie geändert: «Bier ist vom Proletarier-Getränk zum Trend avanciert», so der Geschäftsführer. Die Verknüpfung von innovativen Ideen mit traditionellen Berner Sujets auf den Flaschen trage zum Erfolg in der Region bei.

Felsenau-Bier beliebt

Die Gastrobetriebe, die das Felsenau-Bier anbieten, sind mit der Auszeichnung zufrieden, so auch Vania Greuter, die Geschäftsleiterin des Restaurant «Du Nord». «Wir bieten seit über zehn Jahren Felsenau-Bier an und waren hocherfreut, als wir vom Qualitätssiegel erfahren haben.» Das Restaurantgebäude gehört der Felsenau-Brauerei, deshalb erstaunt es nicht, dass der Gastronomiebetrieb das Lokalbier anbietet. Doch sei die Zugehörigkeit nicht der einzige Grund gewesen, das Bier ins Sortiment zu nehmen. Der Gedanke, eine Lokalbrauerei zu unterstützen, habe den Ausschlag gegeben.

Die Kundschaft des «Du Nord» ist zufrieden mit dem Bierangebot. «Unsere Kunden schätzen das Bier, egal ob das jugendliche Berner Müntschi oder das konventionelle Weizenbier.» Das Alter spiele dabei keine Rolle, meint Greuter weiter. Viel mehr sei das Bier in der Quartierbeiz ein Teil der Kultur, der von jung bis alt gepflegt werde.

Zusammenarbeit der Lokalbrauereien

Enttäuschte Mitbewerber sucht man in Bern vergebens. Thomas Baumann, Inhaber des Tramdepots, stellt klar: «Die Felsenau-Brauerei ist kein Konkurrent für uns. Ich freue mich über die Auszeichnung und gratuliere ihnen dazu.» Obwohl das Tramdepot selbst Bier herstellt, sei dieses nicht geprüft worden, dafür wäre die Brauerei zu klein.

Darauf angesprochen, ob die Stärkung einer anderen Lokalbrauerei denn gar nicht schaden würde, entgegnet Baumann: «Überhaupt nicht, wir kommen uns nicht in die Quere.» Im Gegenteil: Der Gastronomiebetrieb beim Bärengraben arbeite aktiv mit der Felsenau zusammen. So kommt die zum Brauen gebrauchte Hefe von der Felsenau und die Braumeister-Lehrlinge werden teilweise in beiden Betrieben ausgebildet.

Wachsende Bierkultur

Das Brau-Ring-Qualitätssiegel für eine Berner Brauerei sei gut für die hiesige Bierkultur, meint Baumann weiter. «Die Bierkultur ist sogar am Wachsen», ergänzt sein Braumeister Christian Stoiber, ein gebürtiger Bayer. Zwar gäbe es in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland weniger Bier-Liebhaberinnen, doch stehe das Tramdepot am Durchschnitt gemessen vergleichsweise gut da. «Über den Daumen geschätzt haben wir pro Tag 35 Prozent weibliche Bierkonsumenten», so der Braumeister. In der ganzen Schweiz sind dies lediglich 14 Prozent. Bei der Aktion vom 3. August «Freibier für die Frauen» wird das Tramdepot jedoch nicht mitmachen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.07.2012, 14:29 Uhr

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