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«Bedauern» über die Berner Moschee-Pläne des Zentralrats

Von Wolf Röcken. Aktualisiert am 16.01.2012 12 Kommentare

Der radikale Islamische Zentralrat sucht Geld für eine grosse Moschee in Bern. Noch ist das allerdings nur eine Idee. Derweil haben gemässigtere Muslime ihre Pläne für ein Islamzentrum in Bern noch nicht aufgegeben.

Nicolas Blancho: Präsident des Islamischen Zentralrates. (Bild: Keystone )

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Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) wirbt in Kuwait und Katar offenbar um Spendengelder. IZRS-Präsident Nicolas Blancho suche rund 20 Millionen Franken, um in Bern eine grosse, mehrstöckige Moschee zu bauen, berichtet die «SonntagsZeitung». Noch sei das Ganze erst eine Idee, sagt Blancho. Er habe auch noch kein Land für die Moschee in Aussicht. Am liebsten würde er aber in Bern-West bauen.

Auf Plänen ist zu sehen, dass neben einem Gebetsraum für 270 Männer und 174 Frauen Läden, Konferenz- und Schulungsräume und eine nach Geschlechtern getrennte Tiefgarage geplant wären. Blancho verteilt den Projektbeschrieb offenbar potenziellen Geldgebern in den Golfstaaten. Spenden sind bisher noch nicht eingegangen. Das Geld würde nebst der Moschee für weitere Projekte des IZRS verwendet.

«Idee einer Splittergruppe»

Farhad Afshar «bedauert» die Ideen des Zentralrats. Er ist Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (Kios) und der konservativen Seite zuzurechnen. «Das sind die Pläne einer Splittergruppe, die nicht für eine Mehrheit auftritt», sagt der Soziologe, der viele Jahre an der Uni Bern dozierte. Die Kios stehe überhaupt nicht hinter den Plänen. Der Zentralrat suche bewusst die Provokation, «das entspricht uns nicht». Die Strategie der Kios sei der Dialog. Den Zentralrat, sagt Afshar weiter, «verdanke» man der SVP – als radikale Antwort auf den radikalen Widerstand der Volkspartei gegen den integrierten Islam.

Afshar gehört zu jener Gruppe, die 2007 mit Plänen für ein Islamzentrum in Bern für Aufsehen sorgte. Damals wurde publik, dass die Umma, der Dachverband der Berner Muslimvereine, in Wankdorf City ein Kulturzentrum mit Mantelnutzung plante. Es sollte ein Zentrum mit Moschee, Museum, Kongressräumen und Hotel entstehen. Die Finanzierung war über den Kapitalmarkt in der Schweiz geplant.

Nur wenige Wochen nachdem die Pläne bekannt geworden waren, sagte der Gemeinderat Nein zum Projekt. In Wankdorf City werde ein anderer Nutzungsmix angepeilt. Man trete auf die ersten unverbindlichen Anfragen nicht weiter ein. Afshar, damals Umma-Sprecher, sagt im Rückblick: «Wir bedauern es sehr, dass die SVP damals eine Kampagne gegen das Zentrum und den Islam lancierte.» Das Zentrum sollte ein architektonisches Bijou werden, das angeblich die weltbekannte Architektin Zara Hadid entwerfen sollte, schwärmt Afshar, «ein Wahrzeichen wie das Klee-Zentrum».

Die Pläne für ein Berner Islamzentrum habe man noch nicht aufgegeben, sagt Afshar. «Ein solches Zentrum muss in der Bundeshauptstadt und mit der Öffentlichkeit gebaut werden.» Nur sei es schwierig, in Bern Land zu finden. Immer wieder würden durch populistische Kreise Islamvorurteile gefördert. «Sehr begrüssen» würde er eine Unterstützung von Stadt und Burgergemeinde bei der Landsuche.

Islam im Haus der Religionen

Im geplanten Haus der Religionen in Ausserholligen sind Räume für den Islam vorgesehen. Federführend ist dabei eine albanische Gruppe. Die Kios unterstützte das Haus von Beginn an, zog sich dann aber mit der Umma zurück. Die Räume wären jenen unterirdischen Gebetsräumen zu ähnlich gewesen, die es in Bern schon gibt, so die Begründung. «Uns schweben lichtdurchflutete Gebetsräume vor, die allen offenstehen», sagt Afshar, einst Gründungsmitglied vom Haus der Religionen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.01.2012, 08:00 Uhr

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12 Kommentare

Soraya Moana

16.01.2012, 11:33 Uhr
Melden 24 Empfehlung

In der CH sollen noch mehr Moscheen gebaut werden obschon die Christen in allen islamischen Ländern grausam verfolgt und ermodet werden? Erst wenn in allen islamischen Ländern das Christentum respektiert und toleriert wird bin auch ich dafür dass in der CH mehr Moscheen gebaut werden dürfen. Und Frauen müssen gleichberechtigt behandelt werden. Keine Scharia mehr! Menschenrechte geachtet! Antworten


Robert Mosimann

16.01.2012, 09:47 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Moscheen dieser Grösse können zu religiösen Unruhen führen, weil im Verhältnis zur christlichen Bevölkerung das Wachstum der islamischen Bevölkerung grösser ist. Die Folgen: vermutlich weitere Forderungen die zur Islamisierung der Schweiz. Schuld an dieser Entwicklung ist die unkontrollierbare Zuwanderung aus islamischen Ländern. 50% der CH-Bürger ist das egal, wichtig ist Geld und Wohlstand. Antworten



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