Bauarbeiten für PostParc beginnen jetzt
Von Wolf Röcken. Aktualisiert am 09.11.2011 2 Kommentare
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Zeitplan
Seit Oktober laufen bereits Vorarbeiten im Merkurgässli. Ab Dezember werden Gerüste und Bauwände südlich der Welle installiert, ab Januar 2012 entlang der Schanzenstrasse. Ab April 2012 läuft der Rückbau des Postbahnhofs, ab Mai 2012 jener der Perronlifte im Bahnhof (jene auf der Welle bleiben in Betrieb). Für Mitte 2012 ist die Schadstofftotalsanierung vorgesehen, für Herbst 2014 der Rohbau geplant. In der ersten Hälfte 2015 sollen die Mieter einziehen.wrs
Hotline Baustelle: 0800 116677.
Mieter
Platz für Grossverteiler Rund 10'000 Quadratmeter, ein grosses Fussballfeld, werden im Post-Parc für Läden und Restaurants zur Verfügung stehen. Weitere 30000 Quadratmeter stehen für Dienstleistungsunternehmen, Praxen, Kanzleien, Büros und Bildungsinstitute oder auch
Firmensitze zur Verfügung. Insgesamt entstehe ein abwechslungsreicher Nutzungsmix.
Das Interesse am zentralen Standort sei gross, sagt Post-Chef Jürg Bucher. Verträge würden aber erst in den nächsten Monaten abgeschlossen. Mehr als 40000 Pendler passieren täglich den Bereich der Welle. Der Post-Parc ist deshalb attraktiv für einen Grossverteiler. «Wir haben grundsätzlich Interesse am Standort Post-Parc», heisst es etwa bei Coop derzeit, man bleibe «am Projekt dran». Für die Migros wiederum ergäbe sich im Post-Parc die Möglichkeit, ihre verwinkelte Filiale Bubenberg allenfalls zu ersetzen. «Nicht vorgesehen», lautet jedoch die Antwort von Sprecher Thomas Bornhauser auf die Frage, ob die Migros Interesse am Post-Parc habe. Für die Migros ergibt sich im Raum Hirschengraben in wenigen Jahren vielleicht eine ganz andere Möglichkeit: Wenn der Bahnhof Bern in Richtung Westen ausgebaut wird, soll auch das Bubenberg-Zentrum einem Neubau weichen. Hier ist ein neuer Zugang zu den Gleisen vorgesehen.
Das Westschweizer Unternehmen Manor wiederum sucht seit Jahren einen Standort in der Berner Innenstadt. Der Post-Parc sei für Manor aber «leider nicht geeignet», sagt Mediensprecherin Elle Steinbrecher. Manor suche für eine grosse Berner Filiale eine Liegenschaft mit mehr als 10'000 Quadratmetern Fläche – am liebsten in einer der Hauptgassen.wrs
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Ein Lagerhaus von gigantischer Hässlichkeit: Derart unverblümt bezeichnete der Berner Schriftsteller und Pfarrer Kurt Marti einst das lang gezogene Gebäude der Schanzenpost – und erntet für diese Aussage wohl von manchem Berner ein Kopfnicken.
Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) nahm das Zitat am gestrigen Spatenstich für den Post-Parc auf, um den Blick nach vorne zu richten: Anstelle des «Lagerhauses Schanzenpost» entstehe nun ein «Schmuckstück». Jürg Bucher, Konzernleiter der Post, sprach von einem «neuen urbanen Zentrum», das hier mitten in Bern entstehe. Das Unternehmen investiert 200 bis 300 Millionen Franken für den Post-Parc, der für die Post ein «Leuchtturmprojekt» sei, so Bucher. Zum Begriff Leuchtturm passt die Erscheinung der neuen Gebäude: Sie werden länger und schlanker als die bisherigen. Dank Glasfassaden können Passanten zum Teil durch die Gebäude hindurchschauen.
Direktere Zugänge
Zum Projekt Post-Parc gehören der Post-Parc Mitte (alte Schanzenpost) und der Post-Parc West (alter Postbahnhof). Hier beginnen in den nächsten Tagen die Rückbauarbeiten (siehe auch Grafik). Ebenfalls zum Projekt gehört das Hochhaus, das stehen bleibt und saniert wird.
Mit dem Post-Parc werden die Wege im Raum Bahnhof West kürzer. Auf der Welle, bei Perron 1, entsteht endlich ein südlicher Ausgang zum Post-Parc West. Wer von der Welle her die Strasse überquert, gelangt durch das Gebäude Post-Parc Mitte hindurch zudem direkt zu den Postautos. Von hier aus, von der Perronplatte, wird es künftig auch einen direkten Aufgang zur Grossen Schanze geben. Neben den Postautos entstehen Kurzzeitparkplätze. Sie ersetzen jene an der Bogenschützenstrasse. Neuer Raum entsteht im Merkurgässli. Aus der kleinen, verstecktem und bisher unbelebten Strasse hinter dem Post-Parc West wird ein Stadtplatz.
Ein eigentliches Post-Quartier
Die Post selber hat sich entschieden, ihren Hauptsitz in Wankdorf City zu beziehen und sucht für den Post-Parc andere Mieter (siehe Kasten). Dennoch wird der Bahnhof West zum eigentlichen Post-Quartier. Wie früher gibt es eine grosse Post-Filiale mit erweiterten Öffnungszeiten und neu eine Filiale von Postfinance.
Stadtpräsident Tschäppät bezeichnet die Post als vierfachen Glücksfall für die Stadt. Zum einen wegen des Hauptsitzes in Wankdorf City. Zudem baue sie auf der Allmend zurzeit den Postfinance-Tower. Drittens werde in wenigen Jahren der bisherige Hauptsitz Schönburg für eine neue Nutzung frei. Und schliesslich entstehe nun der Post-Parc.
Es wird laut und staubig
Das Gebiet bei der Welle wird bis 2015 zu einer der komplexesten Baustellen der Schweiz. Die Post rechnet mit rund 12000 Lastwagenfahrten. «Das geht leider nicht ohne Lärm», sagt Lars Egger, Projektleiter Post-Parc. Man halte sich selbstverständlich an Ruhezeiten, aber ohne Nachtarbeit werde es nicht gehen. Aus Sicherheitsgründen dürfe direkt neben den Gleisen nur nachts gebaut werden. Schutzgerüste mit Netzen sollen die Passanten auf der Welle schützen. Beim Einrüsten müssten Anwohner während «mehrerer Monate» mit Lärm rechnen, so Egger. Auch an Samstag müsse eventuell gearbeitet werden. «Wir achten darauf, leichte Arbeiten auszuführen», verspricht der Projektleiter.
Die sechs Kräne werden an verschiedenen Standorten aufgestellt. Umschlagplätze sind im Merkurgässli und auf der Bogenschützenstrasse. Die dortigen Veloabstellplätze werden in ein Provisorium am Hirschengraben verlegt. Für die Verbindung Welle–Postauto-Station gibt es einen Schutztunnel. Postauto und Züge sollten während der Arbeiten wie geplant fahren. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.11.2011, 06:21 Uhr
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2 Kommentare
Ich habe eigentlich für den neuen Hauptsitz der Post abgestimmt und nicht für einen Einkaufstempel.
Als Stimmbürger der Stadt Bern fühle ich mch verar....t und angelogen.
Über den Bau mit den neuen Fussgänger Verkehrswege ist klar eine gute Lösung.
Aber auch da gäbe es kreativere Lösungen.
Wie gesagt die nächste Abstimmung wo wir Stimmbürger wieder angelogen werdnen kommt bestimmt. Tramprojekt
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