Gümligen

Ballsporthalle: Nun liegt der Ball beim Parlament

GümligenFür 13 Millionen Franken wollen Berner Handballer eine neue Ballsporthalle in Gümligen bauen. Am 20. August entscheidet das Gemeindeparlament über die Vergabe des Baurechts.

Die neue Ballsporthalle soll direkt an die heutige Mooshalle in Gümligen auf dem Schrebergartenareal gebaut werden.

Die neue Ballsporthalle soll direkt an die heutige Mooshalle in Gümligen auf dem Schrebergartenareal gebaut werden. Bild: zvg

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In knapp zwei Jahren könnte die neue Ballsporthalle in Gümligen eröffnet werden. Und die Zeichen stehen laut Daniela Pedinelli, Vizepräsidentin des Gemeinderats, gut: «Für unsere Gemeinde ist die Halle ein Idealfall.» Denn zahlen muss Muri-Gümligen nichts dafür – die Halle wird von der Stiftung Jugendförderung Berner Handball finanziert. Lediglich das Baurecht muss der BSV-nahen Stiftung noch übertragen werden.

Zurzeit spielt der BSV Bern Muri in der Mooshalle. «Die Situation ist aber schwierig», so Daniel Buser, Präsident der Stiftung Jugendförderung. Denn andere Benutzer beanspruchen ebenfalls die Mooshalle – neben Schulklassen diverse andere Vereine wie das Unihockeyteam Bern Capitals. «Die Halle platzt aus allen Nähten», erklärt Buser. In der neuen Halle sollen die Spitzenhandballer aus der Nati A rund 10 Prozent der Belegung ausmachen. «Möglicherweise können die Liga-A-Spieler in der neuen Halle zehn- statt siebenmal pro Woche trainieren», sagt Buser, der 1980 selber zum BSV-Meisterteam gehörte. Die restliche Zeit trainieren die Juniorenmannschaften des BSV sowie die Kinder, welche an den polysportiven Kursen der Stiftung teilnehmen. Mehrmals pro Woche üben sich die Jugendlichen in verschiedenen Ballsportarten, besonders talentierte Kinder holt der BSV dann in die Juniorenmannschaften.

Die Ballsporthalle soll nicht nur mehr Platz, sondern auch einen professionelleren Rahmen für die Spitzensportler bieten. Dies zeigt eine Broschüre, die letzte Woche mit den Parlamentsunterlagen verschickt wurde. Nebst den grossen Tribünen für rund 2000 Zuschauer ist ein VIP-, ein Medien- und ein Cateringbereich geplant. Auch ein Kraftraum ist vorgesehen sowie ein grosszügiger Eingangsbereich mit Restaurationsbetrieb. «Da die Sitze um das Spielfeld herum gebaut werden, gibt es bereits mit 800 Zuschauern eine gute Stimmung», erklärt Daniel Buser. Die Einnahmen des Vereins sollen mit der neuen Halle um bis zu 30 Prozent steigen – unter anderem dank der Sponsoren, die in der neuen Halle attraktivere Bedingungen vorfinden.

Zügeln ohne Proteste

Am 20. August stimmt der Grosse Gemeinderat über die Vergabe des Baurechts bis ins Jahr 2093 ab. Pro Jahr ist die Stiftung Jugendförderung bereit, rund 38'000 Franken zahlen. Der Halle müssten mehrere Dutzend Schrebergärten weichen – die Gemeinde bietet etwa 200 Meter weiter einen Ersatz an. «Bisher hat noch niemand negativ reagiert», so Daniela Pedinelli. Im Gegenteil: «Die Gartenbesitzer lobten das Projekt.» Auch in den politischen Parteien rege sich kein Widerstand.

Die Stiftung rechnet für die neue Halle mit Investitionskosten von rund 13 Millionen Franken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.08.2013, 06:05 Uhr

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