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Baldachin für sechs Milliarden Franken versteigert

Von Guy Huracek. Aktualisiert am 31.08.2010 4 Kommentare

Das Komitee «Reitschule bietet mehr» hat am Dienstagmittag aus Protest den Berner Baldachin versteigert. Geht es nach dem Komitee, darf der Meistbietende für 99 Jahre über das Glasdach verfügen.

1/9 Ein Reitschulaktivist verteilt Auktionsschilder für die Versteigerung.
Bild: Guy Huracek

   

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Mit der Versteigerung wollten die Reitschulaktivisten auf die unbefriedigende Situation unter dem Baldachin aufmerksam machen. Ziel sei es, den Baldachin zu einem Ort der Begegnung für die ganze Familie und für alle Berner umzugestalten. Jeder solle sich sicher und willkommen fühlen, teilt das Komitee «Reitschule bietet mehr» in einer Medienmiteilung mit.

Die Versteigerung fand unter dem Motto «Heute der Baldachin - morgen die Reitschule?» statt. Das Komitee ersteigerte den Baldachin gleich selber und plant daraus ein überdachtes Mehrzweck-Kultur-und Begegnungszentrum mit Restaurant, Bar, Konzertlokal, Theater, Kino, Bibliothek, Werkstatt, Kampfsportdojo, Bioladen und Schwimmbad zu machen.

SVP-Grossrat nimmts mit Humor

Auch SVP-Grossrat und Reitschule-Gegner Thomas Fuchs hat eine kreative Idee. «Man könnte auf dem Baldachin SVP-Plakate aufhängen.» So würden sich die Leute, die aufs Tram warten darüber freuen, sagt Fuchs auf Anfrage und lacht.

Die Aktion der Reitschule wundert den Grossrat jedenfalls nicht. Er hält fest: «Es ist üblich das Reitschulaktivisten Dinge verkaufen, die ihnen gar nicht gehören.» Das Komitee lässt sich durch diese Aussagen nicht beeindrucken. Es will in den nächsten Wochen auch Münster, Zytglogge, Bundeshaus, Bärenpark und das Stade de Suisse versteigern. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.08.2010, 14:10 Uhr

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4 Kommentare

Jakob Tanner

31.08.2010, 15:17 Uhr
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Es passt ja zu den Reitschul-Aktivisten....man tut so, als gehöre es einem selber. Darin wiederspiegelt sich auch der mangelnde Respekt vor fremdem Eigentum (Besetzungen, antifaschistischer Abendspaziergang der regelmässig in massivsten Sachbeschädigungen endet, Zerfall der Reitschule...). Wäre die Reitschule einfach ein Zentrum, wo Junge kulturell tätig sind, hätte wohl niemand etwas dagegen. Antworten


David Walter

31.08.2010, 15:56 Uhr
Melden

Wieso nicht Reitschule abreisen ... stattdessen Wiese mit Bäumen . wenn schon Rot-Grün Bern dann aber richtig....... Antworten



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