Ausschreitungen nach Cupfinal: Verletzte und 60 Verhaftete

Rund um den Fussball-Cupfinal zwischen Bern und Sitten ist es am Mittwochabend in Bern zu Ausschreitungen gekommen. Vor allem im Hauptbahnhof kam es zu Krawallen.

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Vor dem Spiel präsentierte sich ganz Bern in Gelb-Schwarz.
Foto: Jonathan Spirig

   
Im Stadion blieben die Fangruppen immerhin friedlich: Doch ohne Petarden...

Im Stadion blieben die Fangruppen immerhin friedlich: Doch ohne Petarden... (Bild: Keystone)

...und Feuerwerk gings fĂĽr die Fans nicht.

...und Feuerwerk gings fĂĽr die Fans nicht. (Bild: Keystone)

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Die Fanstimmung auf dem Bundesplatz

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Mehrere Personen wurden verletzt, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Die Polizei hielt bis nach Mitternacht insgesamt rund 60 Personen an.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot präsent: Wegen dem hohen Zuschaueraufkommen am Cupfinal und den vielen Zuschauern in der Public Viewing Zone auf dem Bundesplatz standen mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Die Berner Kantonspolizei wurde dabei vom Polizeikonkordat Nordwestschweiz unterstützt.

Getrennte Routen

Die Polizei lenkte die beiden Fangruppen auf getrennten Routen zum Stadion. Bereits vor dem Spiel wurden über 20 Personen aus beiden Fanlagern angehalten. Dies unter anderem wegen Gewalt gegen Beamte, Sachbeschädigungen oder dem Mitführen von Pyrotechnika. Mehrere Personen wurden angezeigt.

Die Sion-Fans besammelten sich vorgängig nicht wie vorgesehen auf der Schützenmatte, sondern blockierten über längere Zeit den Hauptbahnhof. Dadurch kam es zu erheblichen Behinderungen für die übrigen Bahnreisenden. Zudem sei es dort zu Sachbeschädigungen und massiven Verunreinigungen gekommen, so die Polizei. Auch Rauchpetarden wurden abgefeuert. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppierungen musste die Polizei Pfefferspray einsetzen.

Rauchpetarden und Fackeln wurden auch von YB-Fans auf dem Waisenhausplatz abgefeuert. Auf den Unzugsrouten wurden Sachbeschädigungen verübt. Es kam zu einzelnen Scharmützeln zwischen den beiden Fangruppen. Bis Spielbeginn mussten sechs Personen hospitalisiert werden. Die meisten Verletzungen stammten von Schlägereien oder Pyrotechnika.

Schlägereien unter grösseren Gruppen

Nach dem Spiel versuchte die Polizei die Fangruppierungen wiederum auseinander zu halten. Im Hauptbahnhof musste sie aber wegen Schlägereien unter grösseren Gruppen intervenieren. Um weitere Zusammentreffen zu verhindern, setzte die Polizei Gummischrot ein. Insgesamt kam es nach dem Match zu rund 40 Anhaltungen. Es wurden mehrere leicht verletzte Personen registriert.

Auch im Strassenverkehr kam es rund um das Spiel zu Behinderungen. Durch die beiden Fan-UmzĂĽge zum Stadion wurde der Verkehr in der Innenstadt am Abend behindert. Zwischen 18.00 und 19.30 Uhr kam der Verkehr im Raum Wankdorf im Zusammenhang mit dem Verkehrsaufkommen durch die Messe BEA praktisch zum Erliegen. Aus dem Wallis kamen rund 110 Cars nach Bern. (sam/sda)

Erstellt: 21.05.2009, 09:56 Uhr

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26 KOMMENTARE

Robert Hofstetter

23.05.2009, 11:22 Uhr

Alles gefährdet heute die Gesundheit, nur Fussball offensichtlich nicht...Viele Vorredner fordern repressive Massnahmen, aber das Problem liegt auch hier tiefer.Auf lange Sicht ist die Vorbildfunktion von Verantwortungsträgern, und dazu gehören nicht nur Stadionbetreiber sondern auch Spieler, Fangruppen,wir alle,viel wichtiger.Mitgegangen mitgehangen, für alle,die laut nach der Polizei rufen.


Bernard Berner

22.05.2009, 23:21 Uhr

Inzwischen ist Randale nach Fussballspielen so sicher wie das Amen in der Kirche. Weshalb werden diese Spiele nicht ohne Zuschauer ausgetragen, bis der/die VeranstalterIn krawallfreie Spiele grantieren kann? Zudem muss der/die VeranstalterIn ein Depot in der Höhe der zu erwartenden Schäden und Personalaufwendungen der Polizei leisten. Nach friedlichen Spielen geht das Depot retour.


Manuel C. Widmer

22.05.2009, 17:45 Uhr

Warum sollten denn die klubs ein Interesse daran haben, keien Pyro und ähnliche Ding eim Stadion zu haben? Die Busse, die der klub nach einem Ereigniss bezahlen muss, kommt beim SGV in einem Topf - und wird nach der Saison wieder an die Klubs ausgeschüttet... Bekäme ich meine Park - oder Geschwidnigkeitsbussen Ende Jahr wieder ausbezahlt - mir wären die doch egal! Hier muss man (auch) ansetzen.


Christian Zimmermann

22.05.2009, 11:33 Uhr

Ich kann mich den Voten von Ludwig Brechbühl und Markus Lang nur anschliessen. Stellt diese Chaoten an den Pranger, lasst sie die Schäden bezahlen und sperrt sie ein. Die technischen Mittel um diese Typen zu indentifizieren sind vorhanden. Es kann und darf nicht sein, das friedliche Fans, Familien, Frauen und Kinder bei einem Matchbesuch um ihre Gesundheit oder gar um ihr Leben fürchten müssen.


Hans Zimmermann

22.05.2009, 07:55 Uhr

Solange die Justiz sprich Juristen, und der Fussballverband diesem Treiben tatenlos zuschauen wird sich an der misslichen Situation in absehbarer Zeit nichts ändern. Alle andern Länder rund um die Schweiz, haben es fertiggebracht dass in und um die Stadien einigermassen Ruhe und Ordnung herscht. Nur noch Massnahmen wie Geisterspiele, Punkteabzüge usw. helfen dem kranken Schweizerfussball weiter.


Hansjörg Kühni

22.05.2009, 07:10 Uhr

Ich schlage vor für jeden der sich so benimmt ein lebenslanges Nationales Stadionverbot zu verhängen und bei unerlaubtem Eintritt ins Stadion einen Busse von mehr als Sfr. 10000.- zu verhängen. es kann nicht sein das solche Leute dauernd andere gefährden. Wie bekanntlich muss zuerst was passieren bevor gehandelt wird.


Christoph MĂśLLER

22.05.2009, 06:54 Uhr

Am Morgen danach: Die öffentlichen Plätze voller Abfall, Urin, Fäkalien, zerbrochenes Glas, … Ein wahrhaft erhebendes Bern-Erlebnis für unsere auswärtigen Besucher und Touristen. Wie weit wollen wir es noch kommen lassen, bis Ordnung und gegenseitiger Respekt wieder Geltung bekommt?


Markus Lang

22.05.2009, 02:42 Uhr

zu lasch,zu inkonsequent,zu lieb, härteres Eingreifen der Sicherheitskräfte, Festnahmen nicht für 2 oder 3 Std. sondern für mindestens 48 Std. Meldung an Arbeitgeber,bei Jugendlichen an die Eltern,die Schule, blossstellen in den Wohngemeinden,soviele Randalierer wie möglich packen und Sie die gesamten Sachschäden bezahlen lassen,härte mit härte vergelten, erst wenn es im Geldsack schmerzt nützt es


Kurt Anliker

21.05.2009, 21:58 Uhr

Feuerwerke in loser Folge (insbesondere auf YB-Seite)und lächerliche Aufrufe dies zu unterlassen. Die Schuldigen wären rasch gefunden wenn endlich die hohen Kosten für Sicherheit und Beschädigungen in erster Instanz nach dem Verursacherprizip verteilt und getragen werden müssen. In diesem Fall der Fussballverband und sowieYB und Sion. Ich werde mich vermehrt auf dem "Spitteler" aufhalten


Thomas Nydegger

21.05.2009, 21:38 Uhr

Solange die Chaoten in der Anonymität verschwinden können ist es unmöglich, gezielt gegen solche Typen vorzugehen. Das Problem liegt bei den Gaffern, Mitläufern und den meisten anderen Matchbesuchern, welche sich nicht von Randalierern distanzieren und die Arbeit der Polizei behindern. Zudem sollten angezeigte Straftäter von der Justiz empfindlich bestraft und nicht nur ständig verwarnt werden.


David Walter

21.05.2009, 18:15 Uhr

Ich war einen von denen die Mittwochabend nach der Arbeit im Bahnhof unterwegs auf den Zug war.... es grenzt an ein Wunder das es nicht verletzte gegeben hat.... da war so ein gedränge und mitten drin waren Familien mit kleinen Kindern die ebenfalls aufs Perron wollten!!! Diese so genannten FANS haben nicht 0% Hirn.!!!


peter widmer

21.05.2009, 18:13 Uhr

Ob in Basel-Zürich-Bern-Luzern-Sion oder sonstwo diese Chaoten sind überall in den Stadien .Der SSV soll und muss endlich handeln und dringend seine Hausaufgaben machen!!! Härtere Gesetze müssen für diese Randalierer her und zwar sofort.Ich gehe lieber nach Deutschland und sehe mir Bundesliegaspiele an.Dort ist Ruhe u.Ordnung in und um die Stadien.......


Eduard J. Belser

21.05.2009, 17:54 Uhr

Die Sponsoren sollten sich aus Sportarten, wo derartiges vorkommt zurückziehen und ihr Geld in Kulturanlässe umleiten. Weder nach dem Classik-Festival in Solothurn z.B. noch nach andere klassischen Konzerten sind mir solche Ausschreitungen bekannt. Auch nach der Basler Van Gogh wir es bestimmt keine Schlägereien geben. Also Sponsoren wendet Euch mit Grausen von Fussball & Co. ab, setzt auf Kultur.


Paul Jegerlehner

21.05.2009, 17:20 Uhr

Es ist sehr beschämend was in der Fussballwelt abgeht. Fussball soll völkerverbindend sein. Tatsächlich verbinden sich diese Chaotenhorden die nur noch Gewalt, Randalieren, Sachbeschädigungen usw. im Kopf haben und das soll noch ein Fussballfest resp. Sport sein. Nein danke. Auch die Verantwortlichen haben sich bereits wieder ins Schneckehaus verabschiedet und warten auf ruhigere Zeiten.


Ludwig BrechbĂĽhl

21.05.2009, 16:26 Uhr

Solange die echtenFan's der Fanclubs die Pyro's nicht selber bei der Polizei verpfeiffen ist alles unehrlich. Die Bekenntnisse "wir machen alles damit keine Pyrio's ins Stadion kommen" sind reine Lügen. Nur mit rigorosen Kontrollen, Richter vor Ort (analog England) und sofortigem Einsperren für etwa 5 Tage (mit gleichzeitiger Meldung an Schule/Arbeitgeber/Nachbaren) ändert sich noch lange nichts


Paul Sollberger

21.05.2009, 14:48 Uhr

So ist das nichts mit dem Fussball. Aufhören damit! Wenn kein Fussballspiel mehr möglich ist ohne massiven Polizeieinsatz und trotzdem Sachbeschädigungen stattfinden, muss man aufhören damit. Das sind Gelder der Steuerzahler, die man für die Polizeieinsätze einsetzt und ich als solcher muss ich mitbezahlen. Das ist alles andere als Verursachergerecht, also nur noch Geisterspiele.


Patrick Wittwer

21.05.2009, 13:35 Uhr

Ich finde diese Ausschreitungen sehr besorgniserregend. Ich dachte eigentlich immer, es gehe um den Fussball und nicht um irgendwelche blinde zerstörungswut. Jedenfalls entsteht so ein schlechtes Bild. Und wer bezahlt eigentlich diese riesigen Polizeiaufgebote? Der Steuerzahler(wovon die wenigsten an diesen Speilen dabei sind)?!?! Es besteht dringend Handlungsbedarf!


Rudolf Beyeler

21.05.2009, 13:08 Uhr

Wieder nur Negativmeldungen! Wo steht geschrieben, dass der grosse Teil der Fans sich friedlich verhielt? Warum nicht auch einmal die vielen zufriedenen, lustigen, spontanen, fröhlichen, enttäuschten aber nicht randalierenden Fans erwähnen. Ich war bis kurz vor Mitternacht in Bern und das einzige negative Erlebnis, das ich hatte, war, lange, lange, lange, lange auf den 10er Bus warten zu müssen!


Andreas Stucki

21.05.2009, 12:58 Uhr

Weshalb gelingt es fast allen anderen Sportarten, friedliche Spiele durchzuführen? Weshalb schlagen sich immer die Fussballtypen die Köpfe ein?


Max Jäggli

21.05.2009, 12:23 Uhr

Wir Schweizer sollten uns schämen von Chaoten regiert zu werden. Bei den nächsten Wahlen müssen wir die bisherigen National und Ständeräte abwählen. Soeben aus Amerika von den Ferien zurück muss ich sagen wir haben in ganz Florida niergends so viel Dreck wie in den Schweizer Städten gesehen. Auch dies ein Grund bestehende Regierungsmitglieder abzuwählen.


Christoph Baettig

21.05.2009, 11:28 Uhr

In den 80er Jahren wurde man wg. Teilnahme an friedlichen Demonstrationen fichiert und musste mit unabsehbaren Konsequenzen rechnen. Heute dürfen sich Tausende allwöchentlich gewaltsam ungestraft austoben. Bild Lorrainebrücke Mittwoch 18:00 übersät mit Glassplittern und Unrat. - Schaffen es "Hunderte Polizisten" nicht, die Schläger + Vandalen SOFORT zu büssen und am Weiterzug zu hindern?


Hans Hofer

21.05.2009, 11:26 Uhr

Hat jemand etwas anderes erwartet als Dreck und Sachbeschädigungen? Gegen Dummheit gibt es leider bis heute keine Medikamente, höchstens eine kalte Dusche!


Christian Sommer

21.05.2009, 11:20 Uhr

Wieder einmal mehr eine Schande für den Sport. Wie lange lassen wir uns solche Ausschreitungen noch ge-fallen ? Es geht doch gar nicht mehr um Frust oder Freude über das Resultat, sondern nur noch darum, anonym in der Masse so richtig die Sau rauszulassen und unerkannt massive Sachbeschädigungen und Schlägereien zu veranstalten. Fehlt es an der Erziehung oder am Staat mit seinen Einrichtungen ?


Ueli Bichsel

21.05.2009, 10:53 Uhr

Ja und?? Wer erwartete denn etwas anderes??


Christoph Lauber

21.05.2009, 10:24 Uhr

Noch was betreffend Pyro: Ich meine, dass anstelle des Verbietens, doch ein gezieltes Abbrennen, fern der Zuschauer, möglich sein sollte. Im alten Joggeli-Stadion war das möglich. Vor dem Spiel durften die "Pyromanen", rund ums Spielfeld verteilt, Ihre Fackeln zünden. Es war ein toller Show-Effekt, niemand wurde gefährdet und diejenigen, welche das Zünden brauchen, waren auch zufrieden.


Christoph Lauber

21.05.2009, 10:17 Uhr

Wen belangt denn jetzt der SFV für das Zünden von Pyro, Schlägereien, eben das ganze Mob-Szenario. Diesmal waren sie ja der Veranstalter und die Vorfälle sind mindestens so schlimm, als jene, für welche jeweils die Clubs verantwortlich gemacht und diese auch entsprechend gebüsst werden. Wenn es nicht gelingt, diesen Kreis von Chaoten im und ums Stadion fernzuhalten, wird sich nie was ändern.



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