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Aufrufe zu Gewalt an Anti-WEF-Demonstration in Bern

Von Jürg Spori. Aktualisiert am 19.01.2012 27 Kommentare

Für nächsten Samstag wird im Internet und in Mails zu Gewalt an der «Wipe out WEF»-Demo in Bern aufgerufen. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause will Ausschreitungen unterbinden.

Bereits im Januar 2008 kam es in Bern zu einer Anti-WEF-Demo.

Bereits im Januar 2008 kam es in Bern zu einer Anti-WEF-Demo.
Bild: Adrian Zurbriggen

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Die Stadt Bern steht vor einem heiklen Wochenende: «Es ist an der Zeit, in der Sprache zu antworten, in der die anderen sprechen: Gewalt! Machen wir kaputt, was uns kaputt macht. Zeigen wir den Bonzen in Bern, wer die Macht auf der Strasse hat, und verwandeln wir die Stadt in einen Hexenkessel!»

Solche Schlachtrufe werden in anonymen Mails und auf einschlägigen Internetseiten für die «Wipe out WEF»-Demonstration vom nächsten Samstagnachmittag in Bern verbreitet.

FDP ist besorgt

Diese Aufrufe zu Gewalt bereiten der Stadtberner FDP Sorge: «Wir erwarten von Sicherheitsdirektor Reto Nause, dass er aufzeigt, wie er im Fall von Ausschreitungen reagieren will», forderte gestern Fraktionschef Bernhard Eicher.

Nause verfolgt Situation

«Ich bin erstaunt, dass die FDP an die Medien gelangt: Ich habe heute mit der Partei ein Treffen, an dem die Kundgebung vom nächsten Samstag thematisiert wird», sagte Sicherheitsdirektor Reto Nause gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Er stehe seit mehreren Wochen in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Bern. «Wir verfolgen die Situation sehr genau und werden alles Menschenmögliche unternehmen, um Ausschreitungen zu verhindern», so Nause. Und: «Aus taktischen Gründen kann ich zum geplanten Sicherheitsdispositiv keine Angaben machen.»

Ebenfalls aus taktischen Gründen konnte gestern Kantonspolizei-Sprecher Michael Fichter nichts zum Einsatzdispositiv der Polizei sagen: «Wir haben Kenntnis von der Demonstration und werden am Samstag die Situation im Auge behalten.»

Weil bei Demonstrationen dieser Art die Aktivisten meistens von der Reitschule starten und sich dann dorthin zurückziehen, forderte gestern FDP-Fraktionschef Bernhard Eicher auch, dass die Betreiber der Reitschule im Falle von Ausschreitungen die Tore schliessen müssen.

Nause appelliert an Vernunft

Zu dieser Forderung der FDP wollte sich gestern Sicherheitsdirektor Reto Nause nicht äussern. Doch er hält fest: «Möglicherweise wird die Reitschule am Samstag nicht die zentralste Rolle spielen. Ob dann die Tore offen oder zu sind, spielt am Samstag für die operativen Entscheide der Kantonspolizei vor Ort möglicherweise keine so grosse Rolle, wie das die FDP befürchtet.» Schliesslich appelliert Sicherheitsdirektor Reto Nause an die Vernunft der Kundgebungsteilnehmenden, damit es in Bern zu keinen Ausschreitungen kommt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.01.2012, 08:30 Uhr

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27 Kommentare

Rolf Steiner

19.01.2012, 09:02 Uhr
Melden 38 Empfehlung

"Schliesslich appelliert Sicherheitsdirektor Reto Nause an die Vernunft der Kundgebungsteilnehmenden, damit es in Bern zu keinen Ausschreitungen kommt"???
Das ist ja dann wohl der Witz des Tages...
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kurt habegger

19.01.2012, 09:18 Uhr
Melden 38 Empfehlung

Randalierende Demonstranten und Demonstrantinnen festnehmen, Personalien überprüfen und sofort Sozialhilfe und Unterstützung aus der Arbeitslosenkasse sperren - oder Arbeitgeber sofort über die Verfehlungen orientieren.
Mit der weichen Tour kommt niemand ans Ziel!
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