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Andreas Meyer: «Mehr Fussballspass, weniger Chaotentum in den Zügen»

Interview: Tobias Ochsenbein. Aktualisiert am 26.08.2011 2 Kommentare

Die SBB und der Berner Fussballklub BSC Young Boys gehen für die verbleibenden fünf Auswärtsspiele eine Partnerschaft für Fanzüge ein. Bernerzeitung.ch/Newsnet sprach am Freitagmittag an der Medienkonferenz mit SBB-CEO Andreas Meyer.

SBB CEO Andreas Meyer an der Pressekonferenz in Bern.

SBB CEO Andreas Meyer an der Pressekonferenz in Bern.
Bild: Tobias Ochsenbein

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Herr Meyer, die SBB startet ab Herbst gemeinsam mit den BSC Young Boys ein Pilotprojekt. Dabei geht es darum, dass der Berner Fussballklub für die Sicherheit und auch für die Sauberkeit in den Fanzügen aufkommt. Wie ist die Situation heute?
Andreas Meyer: Ich erhalte häufig Mails und Rückmeldungen von Kunden und auch von unseren Mitarbeitern, dass sie sich in Fanzügen nicht sicher fühlen. Momentan fühlt sich niemand mitverantwortlich, wenn etwas geschieht.

Was wird nun neu sein?
Die Partnerschaft mit YB ist ein konkreter und extrem wichtiger Schritt mit einem ersten Verein, um ein dringendes Problem nachhaltig zu lösen. Wir wollen mit diesem Modell gemeinsam mit dem Fussballklub negative Begleiterscheinungen auf ein Minimum reduzieren. Durch die Mitwirkung der Fanarbeiter und -organisationen kann die Sicherheit in den Zügen erreicht werden. Ich bin froh, dass die intensiven und konstruktiven Gespräche mit YB und den Fanorganisationen zu einer derart guten Lösung geführt haben.

Gibt es zum jetzigen Zeitpunkt bereits Diskussionen oder gar Verhandlungen mit anderen Klubs?
Wir sind optimistisch, dass dies eine wegweisende Partnerschaft wird. Andere Klubs und vor allem auch der Schweizer Fussballverband werden das Pilotprojekt gut verfolgen. Denn es geht dabei nicht zuletzt auch um den Ruf des Verbandes.

Die Fanbegleiter werden von der Transportpolizei der SBB geschult. Was für Kompetenzen werden diese Leute haben?
Diese Fanarbeiter arbeiten auf freiwilliger Basis. Sie werden vor allem eine präventive Wirkung haben. Diese Leute haben ausgezeichnete Kenntnisse von den Fans. Sie werden schauen, dass es in den Fanzügen gar nicht zu chaotischen Akten kommt. Das Ziel ist mehr Fussballspass und weniger Chaotentum in den Zügen.

Wird die Bahnpolizei trotzdem noch präsent sein in den Zügen?
Die Bahnpolizei wird lagegerecht auf Fanzügen und an den Bahnhöfen gleichwohl anwesend sein.

Wie sollen dann Kosten gespart werden, wenn die Bahnpolizei dennoch in den Fanzügen mitreisen muss?
Die Kosten für die Sicherheit sind jetzt nicht mehr alleine bei der SBB. Die Vereine beteiligen sich an diesen Auslagen. Aber die Präventionsarbeit der Fanarbeiter soll ja letztendlich dazu führen, dass die Sicherheitskosten gesenkt werden können. Wir versprechen uns durch das neue Modell eine spürbare Reduktion der Ausgaben für die Sicherheit.

Wie hoch werden die Einsparungen für die SBB sein?
Wir werden die fünf Auswärtsspiele Ende Jahr auswerten. Eine genaue Zahl können wir erst nach dem Pilotprojekt Anfang 2012 bekanntgeben.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.08.2011, 14:07 Uhr

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2 Kommentare

Stefan Tscharner

26.08.2011, 16:26 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Kaum geht mal etwas kaputt oder wird eine Fackel gezündet, gibts innerhalb von ein paar Minuten zig Kommentare über die bösen Hooligans, Saubande etc. Aber wenn man jetzt einen Schritt in die richtige Richtung macht, scheints hier keinen zu interessieren.. Wieso auch, ist ja wohl zu uninteressant für den Stammtisch! *Ironie* Antworten


Hans Mueller

26.08.2011, 18:14 Uhr
Melden

Wahrscheinlich weil "der Stammtisch" noch nicht daran glauben mag. Antworten



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