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An der Stätte des Brotes

Von Hannah Einhaus. Aktualisiert am 02.12.2010 1 Kommentar

Serie zum Tram Bern West: Wer in diesen eisigen Tagen Richtung Brünnen läuft, findet Wärme bei der Kirche in Bethlehem.

Kirche Betlehem: In der Cafeteria finden sich Fair-Trade-Produkte.

Kirche Betlehem: In der Cafeteria finden sich Fair-Trade-Produkte.
Bild: Daniel Fuchs

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Der Weg von der vorherigen Station, Bethlehem Säge, ist kurz. Dennoch verändert sich die Stimmung deutlich. Nach der Beton- und Teerwüste mit Gleisanschluss kehrt auf der Bethlehemstrasse Richtung Murtenstrasse wieder Leben ein: Kleine Geschäfte mit Lebensmitteln, Schmuck und Reiseangeboten, auch mal mit einem Alphabet aus dem indischen Subkontinent beschriftet, säumen die Strasse.

An den vier Ecken der Kreuzung Bethlehem- und Murtenstrasse kehrt die Schweiz zurück. Eine Migros-Filiale, eine Bäckerei mit Brot und Gipfeli statt Pita und Baklava, eine Regionalbank und die reformierte Kirche prägen den Ort. Wegweiser verschiedener Velorouten Richtung Olten, Laupen und Köniz signalisieren die Kultur der durchorganisierten Gesellschaft. Schon hängen beim Eingang der Bäckerei dunkelgrüne Tannengirlanden mit roten Bändern und Kugeln. Die Besonderheit hier: Das Haus ist an der Fassade beschriftet mit «Stätte des Brotes» – nichts mehr und nichts weniger als die Übersetzung des hebräischen Wortes «Beth Lechem». Nur findet man hier auch Kuchen, Pralinen und Torten.

Kirche und Fair Trade

Die Kälte während des Spaziergangs ruft nach einer Pause mit einer warmen Tasse Tee oder Kaffee. Suchen muss man nicht lange, denn die reformierte Kirche Bethlehem bietet in einer kleinen Cafeteria das Richtige an. Global geprägt ist dieser Ort durch Fair-Trade-Produkte im Regal und Beratungen für Migranten.

Am Tram-Bern-Fest vom 12.Dezember werden von hier aus biblisch anmutende Esel bereitstehen. Weit wird man nicht kommen, darum der Slogan: «Sei kein Esel, nimm das Tram.» ein.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 02.12.2010, 13:59 Uhr

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1 Kommentar

Adriano Granello

02.12.2010, 15:41 Uhr
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Die besagte Inschrift 'Stätte des Brotes' wäre ja noch ganz originell. Dass sich diese Worte aber auf einem die Fassade dominierenden Bild befinden und dieses Bild aus der Kategorie Heimat-Kitsch jedes malerische Können seines Erstellers vermissen lässt und das besagte Haus geradezu verunstaltet - darüber lässt der Tram-Schreiberling aus lauter Anstand oder Vorfreude aufs Fest kein Wort verlauten. Antworten



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