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Am Samstag findet eine weitere Anti-Wef-Demo statt

Von Jürg Spori, Wolf Röcken. Aktualisiert am 04.02.2012

Für die Demo am Samstag wurde kein Gesuch eingereicht. Aber die Aktivisten haben der Polizei immerhin über die Route der Demo informiert.

1/26 Impressionen zur Kundgebung vom Donnerstag, 26. Januar
Die Demonstration fand unter dem Baldachin statt.
Bild: Jürg Spori

   

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Chronik der Anti-WEF-Demos

Chronik der Anti-WEF-Demos
Krawalle und Kleinaktionen prägten die Anti-WEF-Demos in der Stadt Bern.

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Gegen Kapitalismus und seine Gewalt! Diesen Schlachtruf haben sich die Demonstranten für die heutige Anti-WEF-Demo in Bern auf die Fahne geschrieben. Dazu aufgerufen hat die linksextreme Gruppierung Revolutionärer Aufbau Schweiz (RAS). Treffpunkt der Kundgebungsteilnehmer ist um 15 Uhr bei der Heiliggeistkirche.

«Nein, wir lassen uns nicht einschüchtern, weder von den Polizeihundertschaften noch von den Politikern, die deren Angriff gegen uns befohlen haben», schreibt der RAS auf der Homepage. Und: «Wir werden wieder und wieder auf die Strasse gehen, bis die Gründe für Umweltzerstörung, Ausbeutung, Hunger und Unterdrückung beseitigt sind!» Ein Aufruf zu Gewalt ist im Unterschied zur ersten Demo von vor zwei Wochen nicht aufgetaucht. Die Polizei wurde mit einem anonymen Mail aber über eine Route informiert: von der Heiliggeistkirche über Spital- und Marktgasse zum Zytglogge hinab und dann über die Amthausgasse zum Bundesplatz, von dort schliesslich zum Bahnhofplatz und dann zur Reitschule.

Kein Gesuch für die Demo

«Das ist für uns eine andere Ausgangssituation als am Samstag vor zwei Wochen», sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Im Mail sei angekündigt worden, dass die Kundgebung friedlich verlaufen solle, so Nause weiter. Deshalb stehe die heutige unbewilligte Demonstration unter anderen Vorzeichen als diejenige vor zwei Wochen. «Die Polizei wird vor Ort sein und die Situation beobachten», sagt Nause. Zur einem möglichen Polizeieinsatz wollte er aus taktischen Gründen keine Angaben machen. Für den Umzug gibt es keine Bewilligung. «Bei uns ist kein Gesuch eingegangen», bestätigt Nause.

Für die Demo von vor zwei Wochen waren die Festhalte- und Warteräume im Park and Ride Neufeld provisorisch erweitert worden. Hier wurden Dutzende angehaltener Aktivisten kontrolliert. Die provisorischen Räume stehen nach wie vor. In den letzten Tagen wurde hier gearbeitet. Handwerker reparierten die Gitter und Holzwände, die Schäden erlitten hatten, als die Angehaltenen in den Räumen randaliert hatten und die Polizei Hunde und Pfefferspray einsetzen musste.

Dauerhafter Festhalteraum?

Die provisorisch erweiterten Warte- und Festhalteräumen im Park and Ride Neufeld, direkt neben dem Polizeiposten, werden gemäss Mediensprecherin Corinne Müller demnächst wieder zurückgebaut. «Wie es zukünftig mit Festhalte- und Warteräumen geregelt wird, dazu laufen Gespräche», so Müller. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2012, 18:58 Uhr

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