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Alles unklar in der Berner Markthalle

Von Mirjam Messerli, Christoph Aebischer, Sandra Rutschi, Urs Wüthrich. Aktualisiert am 07.12.2011 3 Kommentare

In der Markthalle am Bubenbergplatz laufen 2013 etliche Mietverträge aus, die Zukunft ist unklar. Langjährige Mieter warten auf ein Vertragsangebot. Derweil sondieren die Betreiber offenbar den Markt. Sie haben etwa bei Manor angeklopft.

Der Eingangsbereich der Berner Markthalle.

Der Eingangsbereich der Berner Markthalle.
Bild: Andreas Blatter

Geht es weiter wie bisher? Kommen neue Mieter? Oder wird die Liegenschaft gar verkauft? Rund um die Berner Markthalle am Bubenbergplatz gibt es zurzeit viele Gerüchte. Fakt ist, dass die Betreiber den Markt sondieren und dabei offenbar auch potenzielle Grossmieter im Auge haben. Gemäss Recherchen dieser Zeitung ist vor einigen Tagen die Manor-Gruppe angefragt worden, ob sie Interesse an der Liegenschaft habe. Manor sucht in Bern seit längerer Zeit eine Liegenschaft für eine Filiale. Für die Markthalle habe man allerdings abgesagt, sagt Markus Laub von der Manor-Medienabteilung. Die Fläche sei zu klein. Manor sucht in Bern eine Liegenschaft mit rund 8000 bis 10'000 Quadratmetern Fläche.

«Wir warten weiter ab»

Die ungewisse Situation macht die Planung für aktuelle Mieter schwierig: «Wir warten weiter ab», sagt Dieter Walliser, Teilhaber der Mille-Sens-Gruppe, die eines der Restaurants betreibt. «Im Moment steht in den Sternen, ob es die Markthalle in dieser Form weiter geben wird – natürlich machen wir uns da unsere Gedanken», sagt Walliser. Die Mieter seien von der Verwaltung mehrmals vertröstet worden, doch bis jetzt gebe es keine Klarheit, ob die Mietverträge überhaupt verlängert würden. Für die jetzigen Mieter stellt sich eine weitere heikle Frage. Denn: «Die Markthalle kommt langsam in ein Alter, in dem gewisse Sanierungen gemacht werden müssen», sagt der Teilhaber der Mille-Sens-Gruppe. «Als Mieter muss man natürlich wissen, was finanziell auf einen zukäme.»

Die Bäckerei Ängelibeck, seit 2003 in der Markthalle, weiss laut der stellvertretenden Leiterin Sandra Kiss auch nichts Konkretes. Nur dies: «Ende Jahr sollen wir informiert werden.»

Neugierige Grossverteiler

Die Betreiber, die Huber und Plörer Verwaltungen AG, haben sich auf eine Anfrage zur Zukunft der Markthalle gestern nicht gemeldet. Gegenüber dem «Bund» dementierten sie im August das Interesse an einer Umnutzung.

Die gute Lage weckt grundsätzlich das Interesse vieler: «Falls wir angefragt würden, würden wir das Projekt sehr genau prüfen», sagt etwa Nicole Studer, Sprecherin des Warenhauses Loeb, das gerüchteweise ebenfalls mit der Markthalle in Verbindung gebracht wird. Grundsätzliches Interesse melden auch Coop und Migros. Angefragt wurden sie aber nicht. Kein Interesse hat Aldi. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.12.2011, 06:13 Uhr

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3 Kommentare

Adriano Granello

07.12.2011, 09:32 Uhr
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Die Markthalle in der heutigen Form ist einer der ungewöhnlichsten Orte in Bern und findet - weil einzigartig - weit herum Anerkennung. Würde diese herrliche Insel im Standard-Allerlei aufgegeben, wäre dies m.E. ein grosser Verlust für die Bundesstadt. Die offenbar nötige bessere Rendite könnte vermutlich durch höherwertigere Restaurants (WEG VOM FASTFOOD!) erzielt werden. Antworten


Christian Duerig

07.12.2011, 22:43 Uhr
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WAS IST ZU TUN
Ich gehe in jedem der Restaurants noch einmal gut essen, bevor sie verschwinden. In meinen Erinnerungen werde ich sie fest umarmen. Danke. Das war's.
Antworten



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