Ab jetzt ticken Tschäppät und Rytz etwas nationaler
Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 06.12.2011 10 Kommentare
Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) nahm den ersten Tag als Nationalrat ziemlich cool. «Ich habe nicht lange vor dem Kleiderschrank gestanden», sagte er. Als alter Hase habe er das nicht nötig. Die Bühne gehöre den Jüngeren. Tschäppät sass zwischen 1991 und 2003 bereits in der grossen Kammer. Nicht so Gemeinderätin Regula Rytz (GB). Sie entschied sich bei der Garderobe für einen «seriösen Auftritt». Denn sie bleibe auch im Bundeshaus Stadtberner Regierungsmitglied.
Vormittags wälzten die beiden Berner Dossiers, danach trugen sie Akten zur Session ins Bundeshaus. «Ich werde hier drinnen nicht nur Nationalrätin sein», versprach Rytz. Heute hat sie sich mit Chefbeamten im Café des Alpes verabredet. Fürs Aktenstudium will sie einen persönlichen Mitarbeiter einstellen, und zur Abgeltung der Sekretariatsarbeit überwies sie der Stadt 10000 Franken. Tschäppät verzichtet auf diesen Luxus: «Ich studiere meine Akten selber. Da muss ich eben querlesen.» Die drei übrigen Gemeinderäte machen auch mit: Ab sofort trifft man sich während der Sessionen nachmittags. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.12.2011, 06:49 Uhr
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