AC/DC rockte wie eh und je
Von Miriam Lenz, js, sda. Aktualisiert am 09.06.2010 5 Kommentare
(Video: TeleBärn)
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(Video: TeleBärn)
(Video: TeleBärn)
Video vom Konzert/Fabian Spescha
Hartgesottene AC/DC-Fans sind sich Traditionen gewohnt. So gehörten alte Tour-Shirts, handgestrickte Schuluniformen à la Gitarrist Angus Young, Kravatten und Hüte am Dienstagabend ebenso selbstverständlich zum Konzertoutfit dazu wie die roten Teufelshörner.
Selbst die eingefleischsten Rocker sind sich nicht zu schade, das nervös blinkende Plastik-Accessoire aufzusetzen. Ehrensache, denn heute Abend besuchen sie nicht einfach ein Konzert. Auf der Bühne stehen AC/DC, die erfolgreichste Hardrock-Band aller Zeiten, und verwandeln das Stade de Suisse während zwei Stunden in den Vorhof zur Hölle, den Highway to Hell.
Dies wird dem Publikum bereits mit dem Einzählen deutlich gemacht. Gefolgt von einer eingespielten Trickfilm-Zugfahrt in Richtung Hölle zünden AC/DC das erste Feuerwerk. Gleichzeitig heizen die Hardrock-Ikonen den 42000 Zuschauern auch musikalisch gehörig ein. Die Nummer passt: «Rock’n’Roll Train», erste Singleauskoppelung des aktuellen Albums «Black Ice».
Für immer Young
Wer ihn auf der 60 Meter breiten Bühne, zwischen Boxen, Scheinwerfern und einer dampfenden AC/DC-Lok noch nicht gefunden hat, erspäht Angus Young spätestens bei seiner ersten Showeinlage. In seinem berühmten Scherenschritt hampelt der Weltmeister unter den Hardrock-Gitarristen über den laufstegähnlichen Bühnenvortsatz. Seit er als 15-jähriger direkt von der Schule in den Proberaum gerannt ist, ohne sich jemals seiner Schuluniform zu entledigen, trägt er massgeblich zum Unterhaltungsfaktor von AC/DC?bei.
Das beste Beispiel für sein ausgeprägtes Komikergen liefert Young beim Song «The Jack», wo er inklusive Stripshow (nackt bis auf die AC/DC-Unterhose) das volle Clownprogramm liefert. Aus Spass wird erst Ernst, als er zum Gitarrensolo ansetzt und einmal mehr beweist, dass er nichts besser beherrscht als das.
Noch lange nicht müde
Selbst als Sänger Brian Johnsons nikotingeschädigte Stimme in ein unfreiwilliges Decrescendo übergeht, bekommen die Fans mit «Hells Bells», «Shoot to Thrill», «TNT» und «Highway to Hell» auch weiterhin alle ihre Hits zu hören. Wo es an Stimme fehlt, drehen Angus Young, sein Bruder Malcolm (Rhythmus-Gitarre), Cliff Williams (Bass) und Phil Rudd (Schlagzeug) einen Zacken auf. Und beweisen eindrücklich, dass die Band, die in drei Jahren Vierzig wird, des Hardrocks noch lange nicht müde ist. Während den Teufelshörnern, die zwischenzeitlich im ganzen Stadion blinken, der Pfupf womöglich noch heute Abend ausgeht.
Krokus als Einheizer
Auf ihre alten Stärken haben sich auch die vergleichsweise behäbigen Krokus besonnen: Schon 1980 hatten die legendäre Schweizer Rocker dem Publikum von AC/DC kräftig eingeheizt.
Nach ihrem jüngsten Comeback bekamen sie dazu erneut Gelegenheit - und wurden gefeiert. «Bedside Radio» brachte das Stadion ein erstes Mal zum Kochen. Danach wollte man einfach nur noch mehr von dieser guten, harten Rockmusik.
Staus auf dem «Highway to Bern»
AC/DC-Fans haben am Dienstagabend bei ihrer Anreise nach Bern Geduld gebraucht. Auf der Autobahn kam es im Feierabendverkehr zu einem sieben Kilometer langen Stau. Dieser betrug kurz vor 18 Uhr auf der A1 zwischen Kirchberg und der Verzweigung Wankdorf rund acht Kilometer, wie der TCS auf seiner Homepage meldete.
Wie die Kantonspolizei Bern mitteilte, war die Verkehrssituation besser als erwartet. Improvisieren musste die Polizei bezüglich Carparkplätze, kamen doch deutlich mehr Cars nach Bern als angemeldet waren. Bis um 19 Uhr wurden rund 70 Cars parkiert. Angemeldet hatten sich 15. (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.06.2010, 08:17 Uhr
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