2011 startet Helvetic auch von Bern-Belp aus

BelpHelvetic Airways baut in Bern-Belp ein zweites Standbein auf. Das bedeutet Konkurrenz für die einheimische Skywork.

Bald auch in Bern-Belp zu sehen: Eine Maschine der Helvetic Airways.

Bald auch in Bern-Belp zu sehen: Eine Maschine der Helvetic Airways. Bild: Keystone

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Die Berner werden ab kommendem Sommer eine breitere Auswahl an Ferien- und Städte-Direktflügen haben. Helvetic Airways, die bisher Flüge ab ihrem Heimflughafen Zürich-Kloten anbietet, expandiert nach Bern-Belp. Dies berichtet die «Handelszeitung». Offenbar will Helvetic eine ihrer sechs Fokker-Maschinen ab Belp einsetzen. Auf dem Programm stehen europäische Städte und Ferienorte rund ums Mittelmeer. Über die Details will Helvetic Airways morgen Freitag an einer Medienkonferenz informieren.

Springt Aaretal ab?

Mit ihrer Expansion wird die Zürcher Airline zur direkten Konkurrentin der Belper Skywork. Auch diese bietet Ferienflüge ans Mittelmeer sowie Städteflüge an. Dies vor allem in ihrer 72-plätzigen Dash.

Das Belper Flugunternehmen hat letzte Woche seine Expansionspläne bekannt gegeben. Es will die Angebote ausbauen und spätestens für den kommenden Sommer eine zweite grössere Maschine anschaffen. Obwohl Skywork den Ehrgeiz hat, sich auch selber als Reiseveranstalter zu betätigen und in Bern ein eigenes Reisebüro zu eröffnen, wird sie weiterhin auf Partner angewiesen sein. Es ist aber gut möglich, dass die bisherigen Hauptpartner Aaretal Reisen aus Münsingen und Kuoni nun ganz zu Helvetic wechseln. Beat Iseli von Aaretal Reisen will sich erst im Rahmen der morgigen Medienkonferenz dazu äussern.

Trotzdem expandieren

Skywork-CEO Tomislav Lang zeigte sich gestern über den wahrscheinlichen Abgang «enttäuscht, denn wir haben den Markt hier in Bern-Belp mit aufgebaut». Es sei klar, dass nun «ein Stück des Kuchens» wegfalle. Skywork wolle nun aber «keine Grabenkämpfe» und wünsche Helvetic Airways und den Reiseveranstaltern «viel Erfolg». An ihren Expansionsplänen will die Belper Airline festhalten. Falls die Partner tatsächlich abspringen, habe dies auch eine positive Seite, sagt Lang: «Unsere Flexibilität steigt.»

Gibt es Preiskampf?

Wie der Preiskampf aussehen wird, ist noch offen. Skywork wolle sich jedenfalls weiterhin als «Berner Produkt mit einem sehr persönlichen Service» vermarkten und mit Extras wie Essen und i-Pad an Bord sowie Freigepäck punkten. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 28.10.2010, 08:50 Uhr)

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