Sporttalente erhalten 40 000 Franken
Unter dem Motto «Asterix» ging der Überraschungsanlass der Sporthilfe über die Bühne. Der Leitspruch war Programm, und so beehrten bekannte Gäste wie Alt-Bundesrat Adolf Ogi als mächtiger Cäsar, der FC-Thun-Stürmer Mauro Lustrinelli als cleverer Asterix, Schwinger-Ass Christian Stucki als sensibler Obelix sowie zahlreiche weitere illustre Persönlichkeiten die Grossveranstaltung vom Freitagabend im vollen Saal des Congress-Hotels Seepark.
Bereits vor dem Hoteleingang patrouillierten grimmige römische Soldaten, die unter lateinischen Ausrufen die verblüfften Gäste passieren liessen. Während die Besucherinnen und Besucher als Willkommensgetränk einen geheimnisvollen «Zaubertrank» eingeflösst bekamen, wurden unter grossem Aufsehen die Türen zum Saal geöffnet. Dort machten sich zahlreiche Referenten für die Schweizer Sporthilfe stark.
Hoffnungsvolle Sporttalente
Viele angehende Sportlerinnen und Sportler, besonders im Nachwuchsalter und in Randsportarten, stehen vor finanziellen Herausforderungen, weil häufig grosse Sponsoren und mediale Präsenz ausbleiben. Hier setzt sich die Schweizer Sporthilfe ein. «Uns ist es wichtig, dass niemand an der finanziellen Hürde scheitert», erklärte die Geschäftsführerin Catrin Wetzel. Das Moderatorenpaar Michael und Mani Sokoll führte durch den Abend und liess junge Talente für sich selbst sprechen. So bekam das Publikum neben atemberaubenden Kampfkünsten und sanften Harfenklängen auch markige Sprüche älterer Referenten zu hören.
«Ich werde nicht zum ersten Mal mit Asterix verglichen», witzelte Fussballer Mauro Lustrinelli, während auch Alt-Bundesrat Ogi und Schwinger Stucki zu den angedichteten Figuren durchaus Parallelen fanden.
Deplatzierte Darbietungen
Dem fulminanten Trio Cäsar, Asterix und Obelix alias Ogi, Lustrinelli und Stucki hätte das Publikum gerne noch länger gelauscht, während andere Darbietungen vielleicht zu viel des Guten wollten. Neben einem lang geratenen Loblied auf Ovomaltine als Zaubertrank und zwei verblüffenden Magiershows wurden zu allem Überfluss auch astrologische Sternbilder mit Sportlern verknüpft und analysiert. Diese teils als deplatziert wahrgenommenen Darbietungen verlängerten den Anlass unnötig, was einige Besuchende veranlasste, vorzeitig den Saal zu verlassen.
Vor lauter Sternbildern, Aszendenten und Referenten drohte der sportliche Kontext an diesem Abend beinahe unterzugehen.
Die sichtlich gerührte Geschäftsführerin der Sporthilfe, Catrin Wetzel, bedankte sich zum Abschluss bei der Gästeschar. «Sie waren wahre Ausdauersportler!», lobte sie in Anbetracht dessen, dass die Veranstaltung fast anderthalb Stunden länger gedauert hatte. Junge Sporttalente aus der Schweiz würden von solchen Anlässen enorm profitieren. «Es freut mich enorm, dass wir bereits 40000 Franken sammeln konnten», hielt Catrin Wetzel fest und verabschiedete sich unter grossem Applaus vom Publikum. David Oesch>
Erstellt: 28.11.2011, 00:33 Uhr
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