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Positive Bilanz nach einem Jahr als Präsident

Aktualisiert am 25.05.2011

bern tourismus2010 war ein gutes Jahr für Bern und den Tourismus. Alec von Graffenried zog nach einem Jahr als Tourismuspräsident Bilanz.

Nationalrat Alec von Graffenried ist seit knapp einem Jahr Präsident von Bern Tourismus (BET). Gestern zog er Bilanz. «Es war ein gutes Jahr für Bern und den Tourismus», sagte er. Dies dank der raschen Erholung der Wirtschaft und der Finanzmärkte. 2010 war mit 674495 Übernachtungen das zweitbeste Jahr in der Geschichte des Stadtberner Tourismus, obschon gegenüber dem Vorjahr weniger Touristen aus Europa gekommen sind (2010: 238556; 2009: 264210). Ins Gewicht fallen aber die Logiernächte der Amerikaner (48673, plus 9,4 Prozent) sowie der Asiaten (52356, plus 31,1 Prozent). Massiv zugenommen haben die Übernachtungen von chinesischen Touristen. 2010 waren das zwar «nur» 11674; gegenüber 2009 ist dies aber ein Zuwachs um 71,4 Prozent. Die mit Abstand meisten Logiernächte gehen aufs Konto deutscher Touristen: 2009 kamen knapp über 100000, letztes Jahr waren es 92000.

«Erwartungen übertroffen»

Nebst den Logiernächten hob BET-Direktor Markus Lergier den Bärenpark hervor. «Mit 2,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern übertraf er alle Erwartungen.» Auch das neue Jahr habe vielversprechend begonnen. Allein die Eiskunstlauf-EM habe über 8000 Logiernächte generiert. Und dass mit dem Schweizerhof die Stadt nun wieder über zwei Fünfsternhotels verfüge, sei super, aber noch nicht genug. Ein weiteres Luxushotel sei wünschenswert. In der neuen Ausstellungshalle auf dem BEA-Gelände sowie den ausgebauten Flügen ab Belpmoos sieht Markus Lergier weitere positive Entwicklungen.

«Kommen nicht vom Fleck»

Auf den Lorbeeren ausruhen will sich Bern Tourismus nicht. Gestern wurde auch Negatives diskutiert, unter anderem die Unterfinanzierung. Die finanzielle Basis von BET sei zwar solide, meinte Lergier, aber man habe zu wenig Geld, um etwa spezielle Marketingaktionen zu lancieren. Auf verschiedenen Ebenen wolle man dieser Unterfinanzierung entgegenwirken, etwa mit der Tourismusförderungsabgabe oder der Änderung des Tourismusentwicklungsgesetzes. Mittels Ersterer – eine Art Kurtaxe nicht nur für Hotels – erhofft sich die BET-Führung eine Million Franken zusätzlich. Diese Abgabe wird schon lange diskutiert. «Wir kommen nicht vom Fleck», sagte Alex von Graffenried, «das Projekt stagniert.» Beim neuen Gesetz geht es darum, dass sich der Kanton in der Bearbeitung der Tourismusmärkte verstärkt engagiert und die verschiedenen Akteure zusammenbringt und ein destinationenübergreifendes Marketing stärkt. sru

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Erstellt: 25.05.2011, 00:31 Uhr

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