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Motivator Joel Heiniger soll es in Buchsi richten

Aktualisiert am 12.12.2011

volleyballGegen Näfels stand der VBC Münchenbuchsee auf verlorenem Posten. Das deutliche 0:3 konnte auch Interimstrainer Joel Heiniger nicht verhindern.

Er klatscht bei der Anfeuerung durch die Wechselspieler rhythmisch mit, jubelt, wenn es etwas zu jubeln gibt und verwirft auch mal die Hände. Der ehemalige Spieler Joel Heiniger lebt mit, wenn der VBC Münchenbuchsee spielt. Gegen Näfels nützte des Trainers Engagement nichts: Der Schweizer Meister gewann mit 3:0. «Mit diesem Team können wir nicht mithalten. Oder höchstens dann, wenn wir unseren Trainingsaufwand verdoppeln, so die Intensität von Näfels erreichen und im Spiel alle einen guten Tag erwischen. Wir müssen die Punkte auch nicht gegen Näfels, Amriswil oder Chênois holen, unser Fahrplan ist ein anderer», sagt Heiniger nach der Heimniederlage nüchtern.

In den 64 Minuten zuvor wich des Trainers Nüchternheit dem engagierten Coaching. Auch weil der 29-Jährige ein Spieler der emotionalen Gattung war und diese Eigenschaft auch bei der Tätigkeit am Spielfeldrand verspricht, ist er in den Augen von Klubpräsident Urs Kolb der richtige Mann als Interimstrainer. «Er kennt die Spieler, ist ein Motivator und lebt mit», so Kolb über Heiniger, der nach dem Rücktritt von Oleg Petrachenko die sportlichen Geschicke beim NLA-Tabellenletzten in Händen hält. Die Aufgabe von Heiniger ist nicht einfach. Er soll Münchenbuchsee vor der Relegation in die NLB bewahren. Kolb sagt, dass er sich vorstellen könnte, mit Heiniger längerfristig zu arbeiten.

Ab Februar gilt es Ernst

Am 3.Dezember, beim ersten Auftritt von Heiniger an der Seitenlinie, gelang Münchenbuchsee gegen Lutry der erste Sieg – im zwölften Meisterschaftsspiel. Weitere sollen folgen. Beispielsweise gegen Laufenburg-Kaisten am 17.Dezember und danach im Cup gegen Lunkhofen.

Gegen Näfels hätte Münchenbuchsee locker antreten können, da die Berner nichts zu verlieren hatten. Dennoch beherrschte Nervosität das eigene Spiel. Eigenfehler und Probleme in der Annahme der hart geschlagenen Sprungservices verhinderten, dass Münchenbuchsee ins Spiel kam. Nach dem verlorenen Startsatz (16:25) lief es Heinigers Team etwas besser, ohne dass der zweite Abschnitt resultatmässig mit 17:25 deutlich positiver ausfiel. Im dritten Satz offenbarte sich das Gefälle im Team deutlich. Aussenangreifer Stefan Nüesch überzeugte am Service, mit präzisen Smashs nach Rückraumangriffen, vorne am Netz und auch in der Verteidigung. Dagegen zog Libero Selim Heni einen eher schwachen Tag ein.

«Bis zu den Playouts im Februar ist für uns jedes Spiel ein Vorbereitungsspiel. Deshalb tut die Niederlage nicht weh», sagt der Neotrainer. Und Präsident Kolb ergänzt: «Den Teams in unserer Reichweite müssen wir zeigen, dass wir gewinnen können. Darum ist das nächste Wochenende wichtig.» Motivator Heiniger soll es gegen Laufenburg und Lunkhofen richten. Und seine Spieler natürlich auch.Peter Gerber>

Erstellt: 12.12.2011, 00:33 Uhr

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