«Wir sind sehr verängstigt»
Von Stefan Eiselin. Aktualisiert am 06.09.2010
«Jetzt bin ich schon etwas entspannter. Zum Zeitpunkt des Erdbebens, es war um 03.36 Uhr Lokalzeit spürte ich zuerst eine langsame Bewegung. Die wurde stärker und stärker. Dann war auf einen Schlag das Licht aus. Ich suchte unter einem Türrahmen Schutz. Das Ganze dauerte etwa zwei Minuten. Danach spürten wir mehrere Nachbeben.
Heute Morgen habe ich in Santiago viel Rauch über der Stadt gesehen. Es kam wohl zu Bränden. Aber es hat auch viele Menschen auf den Strassen, die Feuer entfacht haben, weil es kein Licht gegeben hat. Das Lokalfernsehen meldet schon 78 Tote. Wir sind sehr verängstigt. Wir wissen nicht, wie schlimm es ist, aber wir hoffen nicht zu schrecklich. Zum Glück funktioniert das Handynetz nun in Santiagio wieder und auch das Festnetz hat sich in gewissen Quartieren schon wieder etwas verbessert.
Jetzt lege ich mal etwas hin. Ich brauche Schlaf und Entspannung. Wir haben wirklich Angst.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.09.2010, 13:28 Uhr
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