Panorama

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

«Velohelm? Nützt ja eh nichts!»

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 10.09.2009 243 Kommentare

Nachdem Pro Velo sagte, ein Helm erhöhe das Unfallrisiko, verkaufen Händler weniger Velohelme. Die Bfu kritisiert die Aussage als verantwortungslos und falsch.

1/5 IMG_4005.JPG
Nach einem Unfall zerbrochen: «Nicht auszudenken, was ohne Helm geschehen wäre.»
zvg

   

Nachdem Pro Velo-Geschäftsführer Christoph Merkli Ende August sagte, der Velohelm steigere das Unfallrisiko, entbrannte eine hitzige Diskussion um die Wirkung des Kopfschutzes. Am Donnerstag kritisiert die Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bfu) nun die Aussagen harsch: «Das ist ebenso falsch wie verantwortungslos», schreibt sie in einem offenen Brief an Merkli.

Eltern haben sich verunsichert an die Bfu gewandt und gefragt, ob ein Helm für die Kinder gefährlich ist. Dem widerspricht die Bfu klar: «Ein gut sitzender Helm reduziert die Kopfverletzungen um 70 Prozent.»

Beim Sturz zerbrach der Helm

Trotzdem haben die Aussagen von Christoph Merkli bereits Auswirkungen auf das Verhalten von Velofahrern. «Neuerdings sagen uns Kunden: Ein Velohelm? Der nützt ja eh nichts», sagt Velohändler Christian Elsener. Entsprechend verkauft er weniger Helme. Für ihn als langjährigen Radfahrer ist das völlig unverständlich: «Die Investition in einen Helm lohnt sich auf jeden Fall. Zu behaupten das sei nutzlos, das ist gefährlich.»

Erst kürzlich kollidierte sein Stellvertreter mit einem Auto, wurde in die Luft geschleudert und schlug aus etwa zwei Metern Höhe auf dem Boden auf. Dabei zerbrach der Helm. Der Kopf blieb unversehrt. «Nicht auszudenken, was ohne Velohelm passiert wäre», sagt Elsener.

«Eleganter als Narbenepilepsie»

Der selben Meinung ist Tagesanzeiger.ch-Leserin Eyovin Keller. Als Rettungssanitäterin fährt sie immer wieder zu verletzten Radfahrern, deren Velohelme «aufgeschlagen» sind. «In solchen Momenten frage ich mich jeweils, wie hätte das ohne Helm geendet?» Ihr Fazit: «Ein Velohelm ist sicherlich angenehmer, eleganter und alltagstauglicher als eine lebenslange Narbenepilepsie.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.09.2009, 11:56 Uhr

243

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

243 Kommentare

maurus candrian

24.08.2009, 15:28 Uhr
Melden

da werden wieder einmal mehr die opfer zu tätern gemacht. richtig wäre, unfall-verursachende motorfahrzeuglenker viel härter zu bestrafen (bzw. viel zu milde urteilende richter abzusetzen) ..... ps: bin selber auch autofahrer, aber der autofahrer soll sich auf den strassen so verhalten, dass er permanent die übersicht behält und seine geschwindigkeit und fahrweise den potentiellen risiken anpasst Antworten


Heinz Durrer

24.08.2009, 14:29 Uhr
Melden

Ich selber fahre immer mit Velohelm, bin aber trotzdem gegen ein Obligatorium. Es sollte jeder selben entscheiden dürfen, wie, wann und womit man sich schützen will. Was kommt als nächstes? Ein Kondomobligatorium? Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.