Südamerikaner kaufen afrikanische Waffen mit Drogen

Aktualisiert am 16.02.2010

Die UNO-Drogenbehörde (UNDOC) weiss von Verbindungen zwischen lateinamerikanischen Drogenkartellen und terroristischen Gruppen in Westafrika.

Drogen und Waffen gehen meistens Hand in Hand: Soldaten und Polizisten entwaffnen Drogendealer in Mexiko.

Drogen und Waffen gehen meistens Hand in Hand: Soldaten und Polizisten entwaffnen Drogendealer in Mexiko.
Bild: Keystone

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Dies sagte UNDOC-Direktor Antonio Maria Costa am Dienstag dem britischen Sender BBC. Die Drogenkartelle hätten seit Jahren Kontakte zu Gruppen in Westafrika aufgebaut, die Drogen gegen Waffen tauschten. Auch zu terroristischen Gruppen gebe es nach Erkenntnissen seiner Gruppe Kontakte, sagte Costa am Rande einer Regionaltagung zur Drogenbekämpfung im senegalesischen Dakar.

In den vergangenen Monaten haben in einer Reihe von Staaten der Region, etwa in Mali und Niger, radikalislamische Gruppen ihre Aktivitäten verstärkt. Die Organisation von al-Qaida im nordafrikanischen Maghreb tötete im vergangenen Jahr einen in Mali entführten britischen Touristen und hält derzeit einen Franzosen als Geisel.

Drogen kommen via Afrika nach Europa

Die Drogenmafia aus Kolumbien und anderen südamerikanischen Staaten schmuggelt seit Jahren Kokain über Westafrika nach Europa. Politische Instabilität und weit verbreitete Korruption begünstigen den Schmuggel.

Schon seit Jahren warnt UNDOC, dass sich die Drogenlords in Ländern wie Guinea Bissau straffrei fühlen können und politischen und wirtschaftlichen Einfluss gewonnen haben.

«Afrika hatte Jahre lang kein grosses Drogenproblem, aber nun steigt der Drogenkonsum auch in den Staaten, über die Kokain nach Europa geschmuggelt wird», sagte Costa. (tan/sda)

Erstellt: 16.02.2010, 09:02 Uhr

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