Panorama
Spektakuläres Architekturprojekt im Wallis
Ungewöhnliches Gebäude entsteht in Evolène: «Steinmandli» von Architekt François Roche.
Entworfen wurde der auf 15 Millionen Franken veranschlagte Bau vom Pariser Architekten François Roche. Jede der vier Etagen hat die Form eines Steins. Die Etagen sind so aufeinandergetürmt wie bei den von Bergwanderern angelegten «Steinmandli», die auf französisch «Cairn» heissen und dem Projekt den Namen gaben.
Wie die Verantwortlichen der Stiftung «La Maison des Alpes» am Dienstag in Evolène vor den Medien erklärten, kommt dabei als Baumaterial statt Stein Lärchenholz aus der Region zum Zuge.
Alt und neu nebeneinander
Vertikal wird das Haus durch eine Treppe und einen Liftschacht gestützt. Rund um die Bauhülle sorgen Maschennetze aus Metall für eine solide Statik, die vom Schweizer Ingenieur Gabriele Guscetti berechnet wurde. Die Netze werden so aufgespannt, dass sie an die Form der traditionellen Walliser Häuser erinnern.
Ein solches wird direkt neben dem Neubau stehen: das 1543 erbaute Haus Ribaupierre. Das historische Gebäude, das die Gemeinde Evolène der Stiftung geschenkt hat, ist integraler Bestandteil des Projekts und soll nach der Renovation als Ausstellungsraum und Unterkunft dienen.
Die Geowissenschaften popularisieren
Mit dem von Bund und Kanton unterstützten Zentrum will die Stiftung «La Maison des Alpes» sowohl das breite Publikum als auch Forschende aus der Schweiz und dem Ausland ins Val d'Hérens locken. Man wolle mit «Le Cairn» die Geowissenschaften popularisieren und die Bildung eines Netzwerks vorantreiben.
Dank dem Forschungs- und Ausbildungszentrum soll das Verständnis für nachhaltige Entwicklung und Klimaerwärmung speziell im Alpenraum gefördert werden.
Eine Talschaft auf Öko-Pfaden
Die Stiftung will mit dem Projekt auch Akzente bei der nachhaltigen Entwicklung eines der längsten und ursprünglichsten Walliser Seitentäler setzen. Bereits heute arbeitet die Stiftung mit anderen Förderprojekten im Val d'Hérens, der Heimat der Eringerkühe, zusammen. So etwa mit den Promotoren des regionalen Naturparks und des UNESCO-Biosphärenreservats.
Nicht das erste spektakuläre Projekt
Das Konzept wurde kürzlich von der Westschweizer Sektion der Schweiz. Vereinigung für Landesplanung (VLP) ausgezeichnet. Estmals zu sehen war «Le Cairn» 2002 im Centre Pompidou in Paris. 2007 folgten Ausstellungen im Museum für Gestaltung in Zürich sowie im Schweiz. Architekturmuseum in Basel. Diesen Sommer wird das Modell und ein Prototyp der Fassade in Berlin ausgestellt.
«Le Cairn» ist nicht das erste innovative Walliser Bauprojekt, das für Aufsehen sorgt. Zurzeit wird die Monte-Rosa-Hütte des SAC neu gebaut. Sie hat die Form eines Bergkristalls. (cpm/sda/)
Erstellt: 03.02.2009, 17:04 Uhr
Panorama
Remund – für Ihr Fahrzeugdesign
Hier erhält jedes Fahrzeug eine individuelle Note. Car-Wrapping in Vollendung vom Spezialisten in der Nähe.
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.



