Panorama
«Sie werden die volle Wirkung eines grossen Hurrikans spüren»
Ausläufer von Hurrikan «Earl» haben am Donnerstag die US-Ostküste erreicht und Wind und Regen zu den Inseln vor North Carolina gebracht. Der Wirbelsturm wurde aber etwas schwächer und von den Meteorologen des US-Hurrikan-Zentrums in Miami nur noch in der zweiten von fünf Kategorien eingestuft.
Die Menschen an der nordamerikanische Ostküste bis hinauf nach Kanada wurden aber aufgefordert, sich auf den Hurrikan vorzubereiten und eventuellen Aufforderung zur Evakuation Folge zu leisten.
145 km/h schnelle Winde
«Earl» hatte sich am Donnerstag bis auf 500 Kilometer an das im Südosten der USA gelegene Cape Hatteras angenähert. Das Nationale Hurrikanzentrum berichtete, dass sich um das Zentrum des Sturms starke Winde ausbreiteten. Diese hätten eine Geschwindigkeit bis zu 145 Kilometer pro Stunde. Das bedeute, selbst wenn das Hurrikanzentrum bis zu 120 Kilometer von Cape Hatteras entfernt bliebe, wären durch die hohen Wellen Schäden an Strand und Grundstücken zu erwarten. «Sie werden die volle Wirkung eines grossen Hurrikans spüren», sagte der Leiter des Zentrums, Bill Read.
Ähnlich nahe wird «Earl» auch der östlichen Spitze von Long Island, Rhode Island, Martha's Vineyard und Nantucket kommen. Dabei sei aber nicht klar, wie weit die Winde sich ins Inland erstrecken würden, sagte Read. Sie seien aber so stark, dass sie Bäume entwurzeln und für Stromausfälle entlang der Ostküste sorgen könnten.
In North Carolina ist bereits die Nationalgarde ausgerückt
In den Staaten Virginia, North Carolina und Maryland wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen. Es wurde erwartet, dass der Sturm am späten Donnerstagabend North Carolina erreichen wird, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA mitteilte. Gouverneurin Beverly Perdue sagte bei einer Pressekonferenz, ihr Staat habe alle Vorbereitungen getroffen. «Wir sind vorbereitet, so vorbereitet wie man nur sein kann.»
Für Teile der Küste von Massachusetts gab das Zentrum eine Hurrikanwarnung heraus, für die Küste von Connecticut und Rhode Island gab es eine Warnung vor einem Tropensturm. Hurrikan- und Tropensturmwarnungen erfolgten auch für Teile Kanadas.
Nördlich des US-Staates Maine forderten die Behörden die Menschen auf, einen Katastrophenplan vorzubereiten und Vorräte anzulegen. In North Carolina ordneten die Behörden die Evakuierung der vorgelagerten Inseln Hatteras und Ocracoke sowie des tiefer gelegenen Bezirks Carteret im Süden an. Davon waren rund 35'000 Menschen betroffen. Ebenfalls in North Carolina wurden 80 Soldaten der Nationalgarde entsandt, um vor Ort zu helfen.
Touristen flüchten ins Landesinnere
Touristen auf den Outer Banks vor North Carolina brachen ihren Urlaub ab und machten sich auf den Weg ins Landesinnere. Auch die Besatzung des US-Zerstörers «USS Cole» bemühte sich, noch vor «Earl» ihren Heimathafen in Norfolk in Virginia zu erreichen.
Über dem Atlantik bildete sich unterdessen der nächste Tropensturm der Saison, «Gaston», mit Geschwindigkeiten bis 65 Kilometern pro Stunde. Es wurde erwartet, dass er am Wochenende Hurrikanstärke erreichen wird. Seine Vorgängerin «Fiona» mit Geschwindigkeiten von knapp 100 Kilometern pro Stunde wurde in den kommenden Tagen auf den Bermudas erwartet. (miw/dapd/)
Erstellt: 02.09.2010, 21:21 Uhr
Panorama
- 11:24Stars & Styles: Was Vanessa Hudgens alles für eine Filmrolle tut
- 11:01Auto stürzt in den Zugersee – Lenkerin stirbt
- 10:45Tiere sterben bei Grossbrand im Baselbiet
- 09:51Schneebrett reisst Bergführer in den Tod
- 07:37Polizistenstreik gefährdet Karneval von Rio
- 07:08Unfall oder Amokfahrt an der Langstrasse?
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.





