Drei Tote bei Wohnungsräumung in Texas
Bei einer Schiesserei in der Nähe der A&M-Universität im US-Bundesstaat Texas sind drei Menschen ums Leben bekommen. Der Schusswechsel fand in einem Gebäude unweit des Campus in College Station statt. (Video: Reuters )
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Aus der routinemässigen Zustellung einer Räumungsanordnung ist im US-Staat Texas ein blutiges Drama mit drei Toten geworden: Bevor der zu dem Einsatz geschickte Polizist gestern die Haustür des 35-jährigen Thomas C. erreichen konnte, eröffnete dieser aus dem Fenster heraus das Feuer. Der Polizist und eine Zivilperson kamen ums Leben, bevor der Schütze selbst seinen Verletzungen erlag.
Nach dem Amoklauf mit sieben Toten in einem Sikh-Tempel in Wisconsin vor acht Tagen und der Tötung von zwölf Menschen in einem Kino in Colorado Ende Juli warf der Vorfall im texanischen College Station erneut ein Schlaglicht auf die liberalen Waffengesetze in den USA.
Motive unklar
Nach Angaben der Polizei gingen kurz nach Mittag die ersten Notrufe ein, weil in der Nähe der Universität der Stadt College Station Schüsse zu hören war. Als der 35-Jährige den Beamten, der eine Räumungsanordnung überreichen wollte, bereits tödlich getroffen hatte, trafen demnach weitere Polizisten am Tatort ein. Fast 30 Minuten dauerte der Schusswechsel in dem abseits des Campus' gelegenen Wohngebiet. Drei weitere Polizisten und eine 55-jährige Frau wurden verletzt.
Auch der Angreifer wurde schwer verletzt und konnte daraufhin zunächst in Gewahrsam genommen werden. In einem Krankenhaus wurde er später für tot erklärt. Über die genauen Hintergründe der Bluttat oder mögliche Motive des Täters war zunächst nichts bekannt. Die in der Stadt gelegene A&M Universität teilte mit, der 35-Jährige sei weder Student noch Angestellter der Hochschule.
Die Sicherheitskräfte hätten das Gelände östlich des Campus' kurz nach der Schiesserei abgesichert, teilte Polizeisprecher John Agnew mit. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass ein zweiter Verdächtiger an der Tat beteiligt sei. Anwohner und Studenten waren bereits zu Beginn der Schiesserei aufgefordert worden, dem Gebiet fernzubleiben. Das Gros der Studenten war nach Angaben der Universitätssprecherin Sherylon Carroll nicht auf dem Campus, da das Semester erst am 27. August beginnt.
Perry studierte selbst an der Universität
Der texanische Gouverneur Rick Perry äusserte am Abend sein Mitgefühl für die Opfer der Schiesserei. Seine Gebete seien bei all jenen, die verletzt worden seien, sagte er bei einer Veranstaltung in Florida. Perry ist selbst Absolvent der A&M Universität mit derzeit etwa 50.000 Studenten. Die Stadt College Station liegt etwa 150 Kilometer nordwestlich der texanischen Metropole Houston.
Erst am vorvergangenen Sonntag hatte ein als Rechtsextremist identifizierter Mann in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin um sich geschossen und sechs Menschen getötet, bevor er von einer Polizeikugel getroffen wurde und sich schliesslich selbst in den Kopf schoss. Ende Juli tötete ein Amokläufer bei einer Premiere des neuen Batman-Films in Aurora bei Denver zwölf Menschen. Über 50 Menschen wurden bei dem Massaker in einem Kino verletzt. (mw/dapd)
Erstellt: 14.08.2012, 07:01 Uhr
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