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Sabine W. wünscht sich Clooney als Kachelmann

Von Vincenzo Capodici. Aktualisiert am 29.12.2011 22 Kommentare

Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann äussert sich über die Verfilmung ihrer Geschichte. Derweil kassiert Alice Schwarzer erneut eine richterliche Rüge, weil sie es nicht lassen kann, den Freispruch zu kommentieren.

«Clooney könnte das nette, freundlich-charmante wie auch das manipulative Element von Kachelmann sicher überzeugend verkörpern»: George Clooney, Sabine W. und Jörg Kachelmann.

«Clooney könnte das nette, freundlich-charmante wie auch das manipulative Element von Kachelmann sicher überzeugend verkörpern»: George Clooney, Sabine W. und Jörg Kachelmann.

Einstweilige Verfügung gegen ihre Aussagen zum Kachelmann-Prozess: Alice Schwarzer, Frauenrechtlerin und Publizistin. (Bild: Keystone )

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Der Kachelmann-Prozess in Mannheim

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Die Gerichtsverhandlung am Landgericht Mannheim lief seit September. Jörg Kachelmann wurde am 31. Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

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Der Fall Kachelmann ist eine neverending Story. Nach dem Freispruch des einstigen Wettermoderators Jörg Kachelmann hat dessen Ex-Geliebte Sabine W. ihre Geschichte an eine TV-Produktionsfirma verkauft. In einem Interview mit der Zeitschrift «Bunte» äussert sich nun die 38-jährige Radiojournalistin zum geplanten Film. Sabine W. wünscht sich Hollywoodstar George Clooney in der männlichen Hauptrolle. «Er könnte das nette, freundlich-charmante wie auch das manipulative Element sicher überzeugend verkörpern», sagt die Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigt hatte.

Im «Bunte»-Interview erläutert Sabine W., weshalb der TV-Film wichtig sein soll. «Mir geht es um Aufklärung, wozu Journalisten, Anwälte, Gutachter sowie völlig unbeteiligte Bürger im 21. Jahrhundert in einem Rechtsstaat fähig sind.» Der Film solle auch zeigen, was mit einer Frau passiere, «die einen Promi anzeigt, sich plötzlich einer öffentlichen Hinrichtung ausgeliefert sieht und ohnmächtig erleben muss, wie sie ihre Würde, ihre Ehre und die Kontrolle über ihr Leben verliert.» Die deutsch-amerikanische TV-Produktionsfirma Story House Productions wird Ende 2012 mit den Dreharbeiten beginnen – sofern keine juristischen Probleme dazwischenkommen.

Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker wird die Verfilmung des Falls Kachelmann bestimmt aufmerksam beobachten. Erst Ende Oktober untersagte das Kölner Landgericht auf Betreiben von Höcker der früheren Kachelmann-Geliebten, die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Ex-Wettermoderator öffentlich zu wiederholen.

«Verleumderische Urteilsinterpretation»

Höcker wird immer intervenieren, wenn in der Öffentlichkeit Dinge verbreitet werden, die dem Ansehen von Kachelmann schaden könnten. In den letzten eineinhalb Jahren ging der Kölner Rechtsanwalt regelmässig gegen Medien und Personen vor – in den meisten Fällen mit Erfolg. Zuletzt, kurz vor Weihnachten, erwirkte Höcker beim Landesgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen Alice Schwarzers «verleumderische Urteilsinterpretation».

Schwarzer habe nichts verstanden, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung der Anwaltskanzlei von Ralph Höcker. «Das Mannheimer Landgericht hat nicht von blossen Restzweifeln an Kachelmanns Schuld gesprochen. Es hat auch nicht geäussert oder gar geurteilt, dass es ‹sehr wahrscheinlich› sei, dass Kachelmann die Tat begangen habe oder dass es ‹überwiegend von der Schuld überzeugt› sei.» Solche Aussagen soll Schwarzer, die für die «Bild»-Zeitung den Prozess teilweise vor Ort in Mannheim beobachtet hatte, in der SWR-Sendung «Leute» gemacht haben.

Permanenter Streit zwischen Kachelmann-Anwalt und Schwarzer

Es war nicht das erste Mal, dass Kachelmann-Anwalt Höcker und die ebenso streitbare «Emma»-Herausgeberin Schwarzer aneinandergerieten. Und es dürfte auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Höcker an ein Gericht gelangt. In zehn Jahren streite Schwarzer vermutlich immer noch mit den Anwälten von Kachelmann, kommentiert süffisant das deutsche Medienportal Meedia.

Kachelmann war am 31. Mai vom Landgericht Mannheim freigesprochen worden – gemäss dem Grundsatz «in dubio pro reo». Nachdem Staatsanwaltschaft und Nebenklägerin ihr Revisionsbegehren zurückzogen, ist der Freispruch seit dem 7. Oktober rechtskräftig. Inzwischen richtet der 53-jährige Schweizer seine Firma Meteomedia neu aus. Nicht zuletzt schreibt Kachelmann an einem Buch, in dem er seinen Prozess thematisiert. Wann das Buch, das den Titel «Mannheim» trägt, veröffentlicht wird, ist nicht klar. Ursprünglich sollte es im Januar 2012 erscheinen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.12.2011, 12:57 Uhr

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22 Kommentare

Thomas Meier

29.12.2011, 13:18 Uhr
Melden 97 Empfehlung

Niemand weiss, was wirklich geschehen ist, aber Sabine W. wirkt auf mich immer unglaubwürdiger, je mehr sie in den Medien ist. Warum wurde der Prozess überhaupt unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, wenn sie anscheinend ja doch in die Öffentlichkeit will? Ich mag solche Leute nicht (Opfer hin oder her)... Antworten


Manfred Humbel

29.12.2011, 13:46 Uhr
Melden 78 Empfehlung

George Clooney? Sabine W. soll sich doch mal von einem guten Arzt untersuchen lassen. Ein Hirndoktor wäre da genau richtig, Frau Schwarzer hat diese Adresse sicherlich in ihrem Adressbuch. Da können sie sich beide gemeinsam behandeln lassen, kostet weniger..... Antworten



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