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Odenwaldschule: Es wurden Genitalien verbrüht
Aktualisiert am 07.04.2010 6 Kommentare
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Die Vorfälle reichten bis weit in die 90er Jahre hinein, sagte Margarita Kaufmann der «Frankfurter Rundschau» laut Vorabmeldung. Kaufmann sagte dem Blatt zufolge, zu den Misshandlungen habe das Versengen und Verbrühen von Genitalien gehört. Minderjährige seien von Schulkameraden als «Sandsack missbraucht» und vor anderen erniedrigt worden.
Laut «FR» sollen mehrere Schüler einen Vorfall beschrieben haben, bei dem ein gefesselter Schüler von Mitschülern mit einer Banane vergewaltigt worden sei und der verantwortliche Lehrer untätig daneben gestanden habe. «Ich frage mich, wie das passiert sein kann, ohne dass Lehrer die schrecklichen Schmerzensschreie gehört haben», wurde Kaufmann zitiert.
Bei der Darmstädter Staatsanwaltschaft laufen mehrere Ermittlungsverfahren gegen Lehrer der Odenwaldschule wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Schülern. Die Einrichtung ist eine integrierte Gesamtschule und galt viele Jahrzehnte lang als Vorzeigeschule für die Reformpädagogik. (bru/ddp/)
Erstellt: 07.04.2010, 06:43 Uhr
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6 Kommentare
Solche Menschenverachtung kommt leider in den besten Familien vor. Dank einer zunehmenden antiautoritären und antipatriarchalen Sensibilität treten solche Scheusslichkeiten öfters ans Licht. Gegenkonzepte zu den alten autoritären und patriarchalen Bildungsstrukturen sind aber offenbar trotzdem immer noch sehr nötig. Man darf nicht vergessen, dass alte Herren auch alte Erziehung "genossen". Antworten
Vergewaltigung eines Burschen mit einer Banane - wie sollte das, rein technisch, machbar sein? Man sollte nicht jede Horrorstory für bare Münze nehmen. Die gegenwärtige Hysterie ist auch eine Hochzeit für allerhand Wichtigtuer und exzessive Erfinder. Lassen wir die Strafermittler jetzt in Ruhe ihre Arbeit machen, und besehen wir uns zum Schluss nüchtern deren Ergebnisse. Antworten
es ist unglaublich was unsere Gesellschaft an Falschheit und Heuchelei hervorbringt. Der (Macht) Missbrauch infolge primitiver Triebe, Religion oder absurdem Rechtsverständnis an Schwächeren ist grenzenlos und allgegenwärtig..und da gibt es tatsächlich immer wieder Leute die Erstaunen und Uberraschung mimen. Diese Heuchelei und das damit verbundene "Nichtstun" ist ähnlich schlimm wie der Misbrauch Antworten
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Sandra Meier
@ Gertrude Nee: Sie haben Muschg nicht richtig verstanden. Es war kein Plädoyer für den Missbrauch, es ging ihm darum, den Menschen die Augen zu öffnen und keine Hexenjagden zu veranstalten. Missbrauch findet leider nicht nur in kirchlichen Kreisen statt, das wollte er uns auch aufzeigen und vor Pauschalveruteilungen warnen. Diesen Missbrauch vermögen wir nun zu sehen, den alltäglichen noch nicht. Antworten