Nach dem Sturm steht uns das perfekte Ski-Wetter bevor
Aktualisiert am 09.01.2012 6 Kommentare
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Österreich kämpft mit dem Schnee
Im Schneechaos in Österreich ist am Montag eine gesamte Region des Landes vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Das westliche Bundesland Vorarlberg an der Grenze zur Schweiz war stundenlang weder per Auto noch per Bahn zu erreichen, wie die Behörden mitteilten. Im Tagesverlauf normalisierte sich die Lage aber, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.
Am frühen Montagnachmittag seien einige Orte wieder erreichbar und nur noch die Orte Lech, Zürs, Klösterle und Gargellen vom Rest des Landes abgeschnitten gewesen, meldete APA. Demnach rechneten die Behörden damit, dass zumindest die Menschen in Lech und Zürs bis Dienstag auf sich allein gestellt bleiben. Dagegen konnte die Zufahrt zum Arlberg-Tunnel zwischen Österreich und der Schweiz, der von umgestürzten Bäumen blockiert worden war, geräumt werden.
Bereits am Wochenende waren in den Skigebieten von Lech und Zürs wegen der heftigen Schneefälle Urlauber vorübergehend eingeschneit gewesen. Zwischenzeitlich saßen in Teilen Österreichs rund 15.000 Touristen und Einheimische fest. Allein innerhalb der vergangenen vier Tage gab es in Vorarlberg zwischen zwei und drei Metern Neuschnee. Es galt die zweithöchste Gefahrenstufe für Lawinen.
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Ausläufer des Sturmtiefs Andrea sorgten in den Alpen bis am Montagmorgen für letzte Flocken. Allein zwischen Sonntagmorgen und Montagmorgen gab es im Hochgebirge stellenweise nochmals 50 Zentimeter Neuschnee, in den Hochtälern fielen rund 30 Zentimeter Schnee.
Laut Ivo Sonderegger von Meteonews kann nun Entwarnung gegeben werden: «Die Schneemengen waren wirklich aussergewöhnlich. Doch damit ist es fürs Erste wieder vorbei», sagte der Meteorologe zu Bernerzeitung.ch/Newsnet. Niederschläge seien, wenn überhaupt, erst am Freitag wieder zu erwarten.
Nun sei es Zeit, die weisse Pracht auch zu geniessen, so Sonderegger weiter. «Der Dienstag verspricht bereits schönes Ski-Wetter. Perfekt sind die Bedingungen aber am Mittwoch und am Donnerstag.» Dann bestimmt ein Hoch die Wetterlage über dem Alpenraum und sorgt für einen strahlend blauen Himmel.
Erhebliche Lawinengefahr
Gemäss Angaben des Schnee- und Lawinenforschungsinstitutes herrscht momentan im ganzen Alpenraum Lawinengefahr der Stufe 3, also erheblich, auf der fünfteiligen Gefahrenskala.
Am Montagnachmittag und am Dienstagmorgen fällt vor allem im Osten nochmals etwas Schnee. Zur Wochenmitte setzt sich ein Hoch durch. Es bringt den Alpen sehr sonniges und mildes Winterwetter.
Unfall in Flims
Auch auf den Strassen sorgt der Neuschnee noch immer für Gefahr. In Flims brach am Montagmorgen eine Tanne unter der Schneelast und traf einen Personenwagen. Die Lenkerin des Wagens wurde laut Polizeiangaben verletzt. Eine zweite Frau verletzte sich bei einem Folgeunfall.
Die Automobilistin fuhr von Trin in Richtung Flims, als sie von der auf die Strasse stürzenden Tanne überrascht und ihr Fahrzeug getroffen wurde. Eine nachfolgende Autolenkerin erkannte die Situation zu spät und fuhr auf den von der Tanne getroffenen Personenwagen auf. Auch die Lenkerin des zweiten Autos verletzte sich.
Beide Frauen wurden mit der Ambulanz ins Kantonsspital Graubünden nach Chur gefahren. An den Fahrzeugen entstand beträchtlicher Sachschaden. Mitarbeiter des Tiefbauamtes entfernten die Tanne von der Fahrbahn. Wegen dieses Zwischenfalles war die Kantonsstrasse während rund 30 Minuten gesperrt.
Verkehrslage beruhigt sich
Am Montagvormittag nahm der Autoverlad Furka zwischen Uri und dem Wallis den Betrieb wieder auf. Der Autoverlad Oberalp zwischen Uri und Graubünden aber bleibt bis auf weiteres eingestellt.
Wie die Matterhorn Gotthard Bahn mitteilte, bleibt wegen Lawinengefahr auch die Strecke Andermatt UR–Dieni GR bis auf weiteres gesperrt. Die Reisenden des Glacier Express, der St. Moritz GR und Zermatt VS verbindet, werden nach wie vor via Visp–Bern–Zürich–Chur (bzw. umgekehrt) umgeleitet.
Bei der Rhätischen Bahn in Graubünden war am Montagvormittag die Strecke zwischen Litzirüti und Arosa auf der Linie Chur–Arosa wegen Schneefall unterbrochen. Es verkehrte ein Ersatzbus. Ab Mittag war die Bahnstrecke wieder normal befahrbar. (mpl/sda)
Erstellt: 09.01.2012, 13:21 Uhr
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6 Kommentare
Schön, dass die Andrea nun einigen Zentraleuropäern Freude bereitet. Mir jedenfalls hat sie hier in Schottland die Mülltonne umgeblasen, eine Reiseverspätung eingebrockt und die Heizkosten in die Höhe getrieben. Des einen Leid ist des anderen Freud. Antworten
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