Panorama

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Messerstecherin von Beringen plante die Tat schon lange

Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 28.07.2011 16 Kommentare

Die 21-jährige Frau hat ein Geständnis abgelegt. Laut einem Bekannten hat sie schon in der Vergangenheit gedroht, ihren Vater umzubringen.

Sie galt als introvertiert und aggressiv: Die Täterin, abgbebildet in einer Cevi-Broschüre. (Bild: PD)

Artikel zum Thema

Bildstrecke

Tochter ersticht Vater und verletzt Mutter schwer

Tochter ersticht Vater und verletzt Mutter schwer
Im schaffhausischen Beringen ist es zu einem Familiendrama gekommen. Eine Tochter hat mit einem Messer ihren Vater getötet und die Mutter schwer verletzt.

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die 21-jährige angehende Informatikerin, die am frühen Dienstagmorgen im schaffhausischen Beringen ihren Vater erstochen und die Mutter schwer verletzt hatte, hat laut Polizei die Tat gezielt geplant.

Sie war von ihrem Wohnort in Neunkirch, einer Nachbargemeinde im Klettgau, mit dem Velo nach Beringen gefahren, um dort den Vater zu töten. Weil sie für die elterliche Wohnung einen Schlüssel besass, kam sie unbemerkt in die Wohnung. Dort stach sie mit einem mitgebrachten Küchenmesser auf den auf dem Sofa schlafenden 52-jährigen Vater ein. Nachdem die 51-jährige Mutter zu Hilfe geeilt war, stach die Tochter auch auf sie ein. Dies teilte gestern die Schaffhauser Polizei in einer Medienmitteilung mit.

Die Frau war gestern Nachmittag von der Staatsanwältin im Beisein ihres Anwalts und eines Notfallpsychologen einvernommen worden. Sie ist geständig und hat einen ruhigen Eindruck gemacht. Nach der Tat flüchtete die 21-Jährige. Sie konnte wenige Minuten später in der Nähe des Tatorts widerstandslos von der Schaffhauser Polizei verhaftet werden. Ein Bruder, der ebenfalls in der Wohnung schlief, alarmierte die Sanität. Diese brachte die schwer verletzte Mutter mit einem Rega-Helikopter ins Spital. Sie ist inzwischen ausser Lebensgefahr. Der Vater verstarb noch vor Ort.

«Jahrelang beleidigt»

Erstmals gibt es auch Hinweise für das Motiv der Bluttat. Gemäss den ersten Aussagen hat die Beschuldigte den Entschluss für die Tat schon vor einiger Zeit gefasst. Als möglichen Grund gab sie an, dass sie vom Vater jahrelang beleidigt worden sei.

Weil die Mutter den Beleidigungen nicht Einhalt geboten habe, so die Polizei, sei die Tochter mit dem Messer auch auf sie losgegangen. Weitere Befragungen stehen noch an. Die Staatsanwältin hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass die junge Schweizerin schon in der Vergangenheit im Freundeskreis mehrfach erzählt hatte, dass sie ihren Vater irgendwann umbringen werde. Doch wurden diese Drohungen nicht ernst genommen. Dies sagt ein Bekannter aus dem Umfeld der Frau. Sie soll auch eine Todesliste geführt und eine Todesdrohung gegen eine Lehrerin geschrieben haben, sagten ehemalige Mitschüler der Pendlerzeitung «20 Minuten».

Die als introvertiert geltende Frau hatte immer wieder mit Wutausbrüchen und Aggressionen auf ihre Umwelt reagiert. Die junge Frau hatte auch einen Hang zu Satanismus. Auf der Internetplattform Myspace.com nennt sie dies unter anderem als Interesse.

Stets schwarz gekleidet

Weil sie oft ausrastete, habe sie bei der christlichen Jugendgruppe Cevi, wo sie in ihrer Freizeit als Leiterin aktiv war, nicht alleine eine Gruppe geleitet. Man habe sie aber immer gut im Griff gehabt, sagte der Bekannte.

Die stets in schwarz gekleidete Frau wohnte schon seit einigen Jahren nicht mehr zu Hause und hat die Eltern kaum mehr besucht. Sie hatte in betreuten Wohnungen und zuletzt in einer eigenen Wohnung in Neunkirch gelebt. Dorf fand gestern eine Hausdurchsuchung statt. Zum Ergebnis wollte sich die Polizei nicht äussern.

Der Fall Beringen hat Parallelen zu einem Fall im zürcherischen Oberrieden. Im Jahr 2009 erschoss eine heute 23-jährige Tochter ihren Vater mit einer Pistole. Der Tat war ein handgreiflicher Streit in der elterlichen Wohnung vorausgegangen. Die Frau muss sich demnächst wegen vorsätzlicher Tötung vor Gericht verantworten. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.07.2011, 06:19 Uhr

16

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

16 Kommentare

Anastasia-Margarita Iosseliani

28.07.2011, 08:01 Uhr
Melden 46 Empfehlung

Wieso arbeitet eine Satanistn bei der Cevi??? Antworten


Peter Meier

28.07.2011, 06:59 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Ist es wirklich nötig, ein Foto der Person abzubilden? Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!