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«Mehr kann man von einer Polizei nicht erwarten»

Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 17.09.2010 34 Kommentare

Die Einsatzkräfte haben am Freitagvormittag über die Umstände der Verhaftung von Peter Hans Kneubühl informiert. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live.

1/37 «Ich bin froh, am Leben zu sein»: Peter Kneubühl wurde am 17. September von der Kantonspolizei Bern verhaftet.
Bild: Keystone

   

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

  • 11.45 Uhr: Zusammenfassung  

    Am Freitag um 06.09 Uhr ist der gesuchte Rentner im Gebiet Ried-Biel festgenommen worden. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann leistete bei der Festnahme keinen Widerstand.

    «Der Zugriff erfolgte aufgrund des Hinweises einer Bürgerin», sagte François Gaudy, Chef der Regionalpolizei Seeland - Berner Jura, am Freitag in Biel vor den Medien. Die Frau habe den Gesuchten aufgrund eines Fahndungsfotos erkannt.

    Unbewaffnet bei Festnahme

    Polizeikräfte aus den Kantonen Basel-Land, Luzern und Bern seien sofort ausgerückt. Mit Hilfe des Baselbieter Polizeihundes Faro habe der Rentner gefasst werden können.

    Bei der Festnahme war der Mann laut Polizei unbewaffnet. Nach einer ärztlichen Kontrolle im Spital konnte er ins Gefängnis übergeführt werden. Abgesehen von der leichten Verletzung durch eine Hunde-Bisswunde befindet er sich in guter Verfassung.

    Mit dem Rentner müsse sich nun die Justiz beschäftigen, sagte Polizeikommandant Stefan Blättler. Die Polizei ihrerseits werde den Grosseinsatz einer eingehenden Analyse unterziehen, «wie wir das immer tun».

    Voruntersuchung läuft

    Untersuchungsrichter Peter Schmid sagte, er habe gegen den Rentner eine Voruntersuchung eröffnet wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und wegen Gefährdung des Lebens, «begangen am 8., 9. und 10. September an seinem Domizil in Biel».

    Als Haftgründe nannte Schmid die Flucht- und die Kollusionsgefahr. Der Rentner soll noch am Freitag dem Untersuchungsrichter vorgeführt worden.

    Staatsanwalt Peter Bohnenblust betonte, «ab den ersten strafbaren Handlungen» des Rentners sei die Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei sehr gut gewesen. Er zeigte sich beeindruckt über die Polizeiarbeit.

    Biel will aus dem Fall lernen

    Erleichtert zeigte sich auch die Bieler Sicherheitsdirektorin Barbara Schwickert. «Es ist ein Schatten weg von Biel», sagte sie und dankte den Einsatzkräften.

    Der Gemeinderat habe am Vormittag eine «umfassende Lageanalyse» beschlossen. Ziel sei es, Lehren aus dem Fall des Rentners zu ziehen.

  •  

    Die Medienkonferenz ist zu Ende.

  • Letzte Frage  

    Wie geht es dem verletzten Polizisten? Dem verletzten Polizisten geht es dem Umständen entsprechend gut. Man sei sehr optimistisch.

  •  

    Ob ein Psychiater beigezogen wird, ist noch nicht klar, teilt der Untersuchungsrichter mit.

  • Was sagte er bei der Verhaftung?  

    Was Kneubühl bei seiner Verhaftung genau gesagt habe, will die Polizei nicht bekannt geben. Er habe aber nichts spezielles gesagt.

  • Ruf der Polizei geschädigt?  

    Die Polizei habe ihren Auftrag erledigt, obwohl sie es mit einem aussergewöhnlichen und gefährlichen Täter zu tun hatte. Mehr könne man von einer Polizei nicht erwarten, sagt Blättler.

  • Wie sieht Kneubühl aus?  

    Die letzten Fotos entsprechen dem Bild von Kneubühl.

  •  

    Kneubühl sei nur vom Hund verletzt worden, nicht aber von den Polizisten.

  • Wie hat er gelebt?  

    Blättler sagt erneut, dass er bei guter Gesundheit sei . Er habe sich sehr stark bewegt, mehr sei noch nicht klar.

  •  

    Es seien keine weiteren Personen im Fokus der Ermittlungen, sagt Blättler. Man müsse sich zuerst auf den heute Morgen Verhafteten konzentrieren.

    Kneubühl befinde sich zurzeit im Gefägnis. Er habe sich nicht gestellt, er wurde bei einer Polizeiaktion im Gebiet Ried verhaftet.

  • Viele offene Fragen  

    Viele Fragen die gestellt werden, können noch nicht beantwortet werden. Die offenen Punkte sollen aber in der nächsten Zeit geklärt werden, sagt Blättler.

    Es habe sich aber bestätigt, dass sich Kneubühl in der Nähe aufhält.

  •  

    Es sei purer Zufall, dass ein basellandschaftlicher Polizeihund Kneubühl gefasst hat. Man habe von Anfang an mit verschiedenen Polizeien zusammengearbeitet.

    Der Hund habe sofort zugebissen und gepackt. Deshalb habe er nicht mehr versucht zu flüchten.

  • Hat er Widerstand geleistet?  

    Kneubühl hat keinen Widerstand geleistet bei der Verhaftung.

  • Wo versteckte er sich?  

    Wo sich Peter Hans Kneubühl in den letzten Tagen aufgehalten hat sei noch unklar, sagt Blättler.

  • Wie ging die Verhaftung vor sich?  

    Gaudy gibt Auskunft: Herr Kneubühl wurde dank einem Hinweis aus der Bevölkerung geortet. Kneubühl marschierte neben einem Weg durch eine Wiese. Der Hund wurde losgelassen und fasste den Flüchtigen.

  • 11.20 Uhr  

    Die Fragerunde wird eröffnet.

  •  

    Schwickert ist auch erleichter, dass keine weiteren Personen verletzt wurden. Es werde eine umfassenden Lageanalyse gemacht um zu schauen, was in Zukunft anders gemacht werden kann. Sie bedankt sich ebenfalls bei der Polizei und er Bevölkerung.

  •  

    Nun spricht die Bieler Sicherheitsdirektorin Barbara Schwickert. Der Gemeinderat sei sehr erleichtert, dass Peter Hans Kneubühl hat verhaftet werden können. Es sei ein Schatten weg von Biel.

  •  

    Staatsanwalt Peter Bohnenblust betont, dass die Polizei, der Untersuchungsrichter und die Staatsanwaltschaft von Anfang an sehr gut zusammengearbeitet haben. Er sei tief beeindruckt von der Arbeit der Polizei.

  •  

    Der Untersuchungsrichter hatte noch keinen Kontakt mit Kneubühl. Auch er bedankt sich bei der Polizei für den Einsatz. Die Justiz werde nun die Ermittlungen fortsetzen.

  •  

    Untersuchungsrichter Peter Schmid spricht jetzt. Gegen Kneubühl sei eine Voruntersuchung eingeleitet worden wegen versuchter vorsätzliche Tötung und wegen Gefährdung des Leben. Er werde noch heute dem Untersuchungsrichter vorgeführt.

  •  

    Gaudy ist sich bewusst, dass die ganze Angelegenheit auch für die Bevölkerung und die Anwohner nicht einfach war. Er erwähnt die 1000 Schüler die im Lindenquartier nicht zur Schule konnten.

  • Von «Faro» gestellt  

    Diensthund «Faro» verletzte Kneubühl beim Zugriff leicht. Kneubühl war nicht bewaffnet. Auch Gaudy lobt die Polizeiarbeit. Diese sei trotz der widrigen Umstände sehr gut gewesen.

  •  

    Gaudy, Chef der Regionalpolizei Seeland-Berner Jura, übernimmt das Wort. Um 6 Uhr erfolgte der Zugriff mit Hilfe eines Diensthundes. Dieser erfolgte in Zusammenarbeit mit Angehörigen der Kantonspolizei Luzern. Der Diensthund gehört der Baselbieter Polizei.

  •  

    Der Fall sei natürlich noch nicht abgeschlossen. Er gehe jetzt weiter an die Justiz. Blättler bedankt sich auch bei den Einsatzkräften aus den anderen Kantonen und bei den Bieler Behörden für die professionelle Zusammenarbeit.

    «Seien sie versichert, ich bin sehr stolz auf mein Korps.»

  • Hinweis aus Bevölkerung  

    Die Polizei sei allen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen. Ein Hinweis aus der Bevölkerung habe zur Anhaltung geführt. Blättler bedankt sich bei allen Einsatzkräften.

  •  

    Die rasche Anhaltung stand stets im Fokus. Es habe sich gezeigt, dass sich die Strategie der Polizei bewährt habe. Bei der Verhaftung waren nicht nur Berner Kantonspolizisten dabei.

  •  

    Kneubühl wurde bei der Verhaftung von einem Hund verletzt. Er befinde sich sonst aber in guter gesundheitlicher Verfassung, sagt Blättler. Die Besonderheit am Fall war, dass die Polizei und die Behörden das Ziel gewesen seien.

  • 11 Uhr - die Medienkonferenz beginnt  

    Bevor Stefan Blättler, Kommandant der Kantonspolizei Bern, das Wort ergreift, ist bereits durchgesickert, dass Kneubühl bei der Taubenlochschlucht verhaftet wurde.

  • 10.45 Uhr  

    Mittlerweile sind über 50 Medienschaffende vor Ort. Die Stimmung bei der Polizei ist wesentlich besser als in den letzten Tagen.

  • 10.30 Uhr  

    Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Medienkonferenz haben sich fast 20 Journalisten im Bieler Volkshaus versammelt.

    Untersuchungsrichter Peter Schmid, Staatsanwalt Peter Bohnenblust, Polizeikommandant Stefan Blättler, der Chef der Regionalpolizei Seeland Francois Gaudy und die Bieler Sicherheitsdirektorin Barbara Schwickert werden informieren.

  • Am Freitag verhaftet  

    Peter Hans Kneubühl ist am Freitag in der Region Biel verhaftet worden, teilte die Kantonspolizei Bern am frühen Freitagmorgen mit. Er sei durch einen Hundebiss verletzt worden.

Erstellt: 17.09.2010, 11:37 Uhr

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34 Kommentare

Daniel Bösch

17.09.2010, 12:05 Uhr
Melden

Es ist wichtig das dieser Mann entlich gefasst ist. Aber die Lobgesänge über die arbeit der Polizei sind leicht übertrieben. Das ein Rentner so viele Polizeikorps in Probleme bringt, macht mir Angst. Ich stelle mir nur vor, was wohl los ist, wenn eine terroristische Organisation einen Anschlag verursacht. Antworten


jean genillard

17.09.2010, 12:35 Uhr
Melden

hoffentlich lichtet sich "der Schatten" betreffend bootsunfall mit fahrerflucht auf dem Bielersee auch bald. Antworten



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