Panorama
Massenschlägerei an Fasnacht wegen Minarett-Wagen
Von Dominik Balmer. Aktualisiert am 22.02.2010 22 Kommentare
Umzug Fasnacht 2010 in Langenthal: Ein Minarett-Wagen löste eine Massenschlägerei aus. (Bild: Thomas Peter)
Die Freaks, eine Gruppe junger Dachdecker, habe während des ganzen Umzugs die jungen Ausländer provoziert. Sie hätten sich wie «Möchtegern-Terroristen» aufgeführt und die Ausländer via Megafon als «Dreckstürken» bezeichnet, erzählt ein Beobachter. Nach dem Umzug bei der Demontage der Wagen formierten sich dann die Ausländer. An die 30 junge Männer kesselten den Wagen der Freaks ein. Doch die Fasnächtler eilten den Freaks zu Hilfe und schlugen laut übereinstimmenden Berichten die Ausländer in die Flucht. Die Polizei bestätigte die Berichte der Augenzeugen. Bloss zur Nationalität erteilte der Sprecher keine Auskunft. Er sagte auch nicht, ob es sich bei den Ausländern um Muslime handelte.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 22.02.2010, 15:51 Uhr
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22 Kommentare
@sven Allenbach ich weiss nicht warum wieder auf der SVP herumgehackt wird wir können alle froh sein dass wir so eine Partei haben wo nicht jedes zweite Wort gelogen ist , denn die SVP hesst Schweizerische Volkspartei und sie steht 100prozentig hinter dm Volk AUCH NACH DEN WAHLEN das kann man weiss Gott von den wenigsten Parteien sagen zudem ist jetzt ja Fassnacht Antworten
Da steht wieder einmal Aussage gegen Aussage. Der genaue Sachverhalt wird sich wohl nicht klären lassen. Aber wer, dass nach dem Umzug, wen aufgesucht hat ist klar! Das dieser "Besuch" nicht zum Zweck hatte, die Erbauer des Wagens zu beglückwünschen ist auch klar! Wenn Hirn und Argumente fehlen, lässt man die Fäuste sprechen! Liebe Schweizer, wann geht euch ein Licht auf? Antworten
Zuviel linkes ist einfach lächerlich naiv und zuviel rechtes Gedankengut ist eine Katastrophe. Mir fehlt die gesunde Mitte in diesem Land. Generell wünsche ich mir, dass "Gäste" in unsrem Land uns anpassen. Schliesslich passe ich mich den Geflogenheiten im Ausland auch an. Antworten
Danke Herr Balmer, der Seitenhieb gegen die SVP musste ja irgendwie noch kommen. Jeder der sich hier schämt ein Schweizer zu sein sollte sich überlegen, die hart erkämpften Freiheiten aufzugeben und woanders die Welt mit seiner Scham zu beglücken. Seit 718 Jahren schon verteidigen die Eidgenossen erfolgreich, unsere Unabhängigkeit, Föderalismus und Freiheit. DANKE an alle Fasnächtler. Antworten
@Tom Koller, Christine Ruckstuhl, Christine Anderegg Sie schämen sich, Schweizer Staatsbürger zu sein? Meine Empfehlung an Sie: legen Sie die Schweizerische Staatsbürgerschaft ab und verlassen Sie dieses Land. Es kann ja wohl nicht sein, dass ich mich in meinem Haus meinen Gästen anpassen muss. Antworten
Sind wir so rückständig? Müssen wir dem gegenüber immer vorhalten wie schlecht er ist? Was er falsch macht und was nicht? Und müssen wir dem gegenüber immer vorhalten wie sehr man sich schämen muss? Eine Diskussion soll sachlich und ohne Vorbehalte sein. Falls jemand eine andere Meinung hat, so soll man diese zur Kenntnis nehmen gleich zu jammern oder drohen. Antworten
bedenklich, wie gross der unterschied zwischen einem offenen und toleranten geist in der stadt (zb basel) und diesem unsäglich primitiven und rassistischen getue auf dem "land" hier in unserer schweiz ist. trotzdem, ich schäme mich nicht schweizer zu sein, sondern vielmehr... ich bin gar kein typischer schweizer mehr, eher eine schweizer minderheit im eigenen land,frustrierend! Antworten
Der von den Amerikanern gesäte Haß gegen die muslimische Welt trägt überall seine Früchte, jeder kleine Spießer hat jetzt sein Feindbild, an dem er sich abreagieren kann. Damit wird das Volk gespalten und abgelenkt von der Erkenntnis, wer seine wahren Unterdrücker und Beherrscher sind. Antworten
@Stefan Bucher: Genau, sich in der Gesellschaft und Politik zu engagieren, den Dialog zu foerdern und die Probleme zu analisieren, wie Sie sagen, und dann so ein Blödsinn zu veranstalten wie Minarette zu verbieten, weil man dem Islam "eins auswischen will" und dann ernsthaft denkt, damit unterbinde man den Terrorismus und die Unterdrückung der Frauen... ICH SCHÄME MICH WEITER! Antworten
@Koller und Schale: Was macht man wenn man sich schaemt? man zieht sich zurueck oder schreibt anonym im internet, generalisiert und verurteilt. Wie waere es mit sich konstruktiv in der Gesellschaft und Politik zu engagieren, den Dialog zu foerdern und die Probleme zu analisieren? Antworten
Der Bericht ist absolut korrekt, genau so hat es sich erreignet. Ich war entsetzt alls ich das alles sah. Der Fremdenhass hier in Langenthal ist unter jedem Niveau. Ich schäme mich einmal mehr, Schweizerin zu sein und kann meine muslimischen Kollegen/Innen nur um Verzeihung bitten für das traurige Benehmen meiner Landsleute. Antworten
BRAVO ! @Tom Koller Das ist ja wieder typisch "Schweizer". Man müsste jene Person dafür verantwortlich machen, die einen Wagen mit diesem "Sujet" überhaupt zugelassen hat. Rassistischer geht's ja wohl nicht. Ich schäme mich Schweizer zu sein. Und die vielen negativen Schlagzeilen im Ausland sind berechtigt! Antworten
An der Fasnacht ist alles erlaubt. Narrenfreiheit. Das ging früher einiges ungesitteter und rauher zu als heute. Ob der Vorwurf des "Drecktürken" stimmt und wie der Zusammenhang ist, lässt sich wohl nie klären. Zumindest haben die Schweizer mal Zusammenhalt bewiesen, sonst rufen ja immer die anderen die ganze Sippe zusammen. Wir sind eben doch Multikulti. Antworten
letztes jahr gab es in der ostschweiz ein problem mit einem wagen der ein minarett darstellte. fasnacht ist fasnacht und es geht nicht an, dass ausländer diese tradition nicht akzeptieren. klar musste in langenthal das minarettverbot an der fasnacht angesprochen werden, die unseelige initiative ist ja dort "geboren". Antworten
@Martin Mayer: Es ist ja wohl ein Unterschied, ob man als Fasanchtssujet herhalten muss, oder sich per Megafon auf primitive, niveaulose Pauschalbeleidigungen anhören muss. Die richtige Reaktion wäre gewesen, diesen Wagen sofort aus dem Umzug zu nehmen. Antworten
@Martin Mayer: "dass auch Terroristen ihr Fett wegbekommen"? Also nach Ihrer Meinung hat eine Minarette mit Terrorismus zu tun? Oder sie meinen dass wen Terrorismus ihr Fett bekommen sollen, man "Dreckstürke" schreien muss? Die Schweizer denken das wir "Ausländer" (die meisten sogar hier geboren) , sich alles gefallen lassen sollen ansonst sind wir die bösen wen wir uns wehren. Danke Schweiz Antworten
Es ist doch völlig klar, dass auch Terroristen ihr Fett wegbekommen an der Fasnacht. Wie auch unsere Bundesräte oder - vor einigen Jahren - Bush als Sujet herhalten musste. Hier haben wir leider wieder ein trauriges Beispiel, wie Religionen unantastbar gemacht werden und mittels Bedrohung und Schlägen verteidigt werden. Antworten
Das ist ja wieder typisch "Schweizer". Man müsste jene Person dafür verantwortlich machen, die einen Wagen mit diesem "Sujet" überhaupt zugelassen hat. Rassistischer geht's ja wohl nicht. Ich schäme mich Schweizer zu sein. Und die vielen negativen Schlagzeilen im Ausland sind berechtigt. Antworten
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Thierry Gudel
@Stephan Peter ua. Das habe ich schon vor vielen Jahren gemacht, den Hut gezogen und ausgewandert, in ein Land wo Immigranten nicht ewig als Gaeste bezeichnet werden, Multikulti alltaegl. Realitaet und kein Schimpfwort ist, Gays 100% gleichgestellt sind,usw. und die CH hat Olympiade geschaut und nichts gemerkt oder gelernt. Erbaermlich kleinliches Land! Bin in L'thal aufgewachsen und schaeme mich! Antworten