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In Sibirien brennen 1000 Quadratkilometer Wald

Aktualisiert am 22.05.2011 1 Kommentar

Nach den Bränden von 2010 stehen in Russland erneut grosse Waldflächen in Flammen. Die Forstbehörden sind laut WWF nicht aufs Löschen vorbereitet.

Die Brände in Sibirien könnten erneut ein verheerendes Ausmass annehmen: Während der letztjährigen Feuer-Katastrophe in Russland kämpft ein Feuerwehrmann gegen die Flammen. (4. August 2010)

Die Brände in Sibirien könnten erneut ein verheerendes Ausmass annehmen: Während der letztjährigen Feuer-Katastrophe in Russland kämpft ein Feuerwehrmann gegen die Flammen. (4. August 2010)
Bild: Keystone

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Die Waldbrände in Sibirien breiten sich rasend schnell aus. Wie das Zivilschutzministerium mitteilte, stehen bereits rund 1000 Quadratkilometer Wald in Flammen. Betroffen seien Gebiete im Fernen Osten und der ölreichen sibirischen Provinz Chanti-Mansiisk.

Die Lage könne sich noch verschlimmern, wenn die Trockenheit anhalte. Der europäische Teil Russlands, das landwirtschaftliche Kernland, sei bislang weitgehend verschont geblieben.

Nationale Katastrophe droht

Die Brände wecken Erinnerungen an die Feuer-Katastrophe im vergangenen Jahr. Damals kamen Dutzende Menschen ums Leben, ein Viertel der Getreideernte wurde vernichtet. Tagelang war die Hauptstadt Moskau in eine Rauchwolke gehüllt.

Umweltschützer warnten denn auch, dass Russland wegen der Tatenlosigkeit der Behörden wie im Vorjahr auf eine nationale Katastrophe zusteuere.

Forstbehörden nicht vorbereitet

Alle Prognosen deuteten darauf hin, dass die Waldbrandsituation erneut sehr ernst werde. Die Forstbehörden seien nicht vorbereitet auf die Feuerbekämpfung, sagte der Waldexperte der Umweltorganisation WWF, Nikolai Schmatkow.

Nach Angaben der nationalen Forstwirtschaftsbehörde versuchen die Gebietsverwaltungen, das wahre Ausmass der Flächenbrände zu verschleiern. Es würden etwa nur die Hälfte der Brände gemeldet, hiess es. Die Behörde drohte mit Strafanzeigen.

7000 Brände landesweit

In Russland starben bei den Waldbränden, die 2010 ganze Gemeinden vernichtet hatten, mindestens 60 Menschen. Eine wochenlange Rekordhitze mit um die 40 Grad Celsius und ohne Regen erschwerte den Kampf gegen die Flammen. Die Behörden registrierten damals mehr als 7000 Brände landesweit. Bis Ende August waren etwa 9000 Quadratkilometer verbrannt.

Kremlchef Dmitri Medwedew hatte unlängst gedroht, in diesem Jahr Regierungsmitglieder zum Löschen aufs Land zu schicken, wenn sich die Tragödie wiederhole. (kpn/sda)

Erstellt: 22.05.2011, 20:31 Uhr

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1 Kommentar

Rascha Kocher

23.05.2011, 00:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Tja, im Anschluss daran wird ES so auch ohne Feuer - dann wohl immer nur noch wärmer...! Antworten



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