Im Oberland schneit und schneit es
Aktualisiert am 07.01.2012 69 Kommentare
Das Wintertief Andrea trifft die Alpen mit voller Härte. (Video: Keystone )
In Saillon VS bläst der Sturm eine fünf Tonnen schwere Waschanlage um und beschädigt die angrenzenden Gebäude. (Video: Keystone )
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Die Ausläufer des Sturms Andrea haben den Alpen in den vergangenen 24 Stunden nochmals viel Schnee gebracht. Gemäss SF Meteo schneite es mit 39 Zentimetern in Arosa und 28 Zentimetern in Davos in Nordbünden am meisten. Die Lawinengefahr ist vielerorts gross. In Braunwald GL reichte es für 24 Zentimeter, in Hasliberg BE für 20 Zentimeter und in Adelboden BE und Andermatt immerhin noch für 10 Zentimeter.
Somit hat das Sturmtief Andrea den Bergen seit Donnerstag lokal bis zu einem Meter Neuschnee gebracht, wie Reto Vögeli, Meteorologe bei MeteoNews, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Am meisten Schnee fiel im Oberwallis, in den Zentralalpen, in Nordbünden und im Engadin.
Und es ist noch nicht zu Ende: Übers Wochenende rechnen die Meteorologen nochmals mit beträchtlichen Neuschneemengen – 40 bis 70 Zentimeter Neuschnee werden für das Gebiet Gotthard bis Glarnerland erwartet, für Nordbünden nochmals bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.
Vier Meter Schnee in Arosa
Stimmen die Prognosen, werden beispielsweise in Arosa am Montag vier Meter Schnee liegen. «Das kommt nicht jeden Winter vor», sagte dazu der Meteorologe Vögeli. Aussergewöhnlich sei insbesondere, dass es über längere Zeit viel schneite. «In Arosa kam jede Woche ein Meter Schnee hinzu.»
Im Mittelland war zu Beginn des Wochenendes praktisch nichts mehr von «Andrea» zu spüren. Es gab nur noch mässig Wind und wenig Niederschlag.
Oberengadin wieder erreichbar
Das Oberengadin und somit der Touristenort St. Moritz waren ab heute wieder per Auto erreichbar. Zuerst ging am Morgen der Strassenabschnitt ins Unterengadin und damit die Verbindung zum Vereinatunnel wieder auf. Am Freitag war die Strasse bei Zernez wegen Lawinengefahr geschlossen worden.
Weiter konnte am Samstagmittag die schneebedeckte Passstrasse über den Julier - die Hauptreiseroute ins Oberengadin - für den Verkehr freigegeben werden. Auch die kürzeste Zugstrecke ins Oberengadin via Albulapass wurde wieder geöffnet. Der Abschnitt Bergün-Bever war zuvor ebenfalls wegen Lawinengefahr zu.
Verspätungen
Wie die Rhätische Bahn mitteilte, muss allerdings mit Verspätungen gerechnet werden. Noch nicht seinen normalen Weg durch die Alpen fahren kann der Glacier Express, der St. Moritz und Zermatt VS verbindet. Wegen Lawinengefahr auf verschiedenen Abschnitten, werden die Züge über Zürich und Bern umgeleitet.
Eine Entspannung zeichnete sich auch für die Bahnen im Berner Oberland ab: Die Züge zwischen Grindelwald-Kleine Scheidegg-Wengen sowie auf das Jungfraujoch fahren seit Samstagmorgen wieder planmässig. Noch unterbrochen ist hingegen die Strecke Grütschalp- Mürren.
Andermatt mit Zug erreichbar
Die Kantonsstrasse nach Andermatt wurde um 15.30 Uhr wieder geöffnet, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Uri auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. An der heiklen Stelle bei der Schöllenenschlucht sei die Lawinengefahr gebannt. Am Freitag war die Strasse wegen des vielen Schnees gesperrt worden.
Bereits seit Mittag war es wieder möglich, mit der Bahn nach Andermatt und ins Urserental zu reisen. Die Wiederöffnung der Strecke Niederwald-Oberwald war für 16 Uhr angesetzt. Weiterhin gesperrt bleiben allerdings die Zugstrecken von Andermatt-Dieni GR und Hospental UR-Oberwald VS und somit auch die Autoverlade am Oberalppass und an der Furka. (mpl/kpn/ami/sda)
Erstellt: 07.01.2012, 17:20 Uhr
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69 Kommentare
Also der eigentliche Skandal ist ja, dass dieses Unwetter draussen stattfindet. Da haetten die Wettermacher aber auch ein bisschen auf die Wirtschaft Ruecksicht nehmen koennen. So wird das Januarloch ja noch groesser. Ich vermute jetzt mal, daran sind ja wieder die Linken schuld, die faseln doch immer etwas von Naturschutz und so, vergessen dabei aber immer den Mensch als Konsumist. Schlimm!! Antworten
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