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«Händler des Todes» verurteilt

Aktualisiert am 02.11.2011 26 Kommentare

Ein New Yorker Geschworenengericht hat den russischen Geschäftsmann Viktor Bout des illegalen Waffenhandels schuldig gesprochen. Er soll Krisengebiete in aller Welt mit der tödlichen Fracht beliefert haben.

Waffenschieberei im grossen Stil: Viktor Bout in einem Gefängnis in Thailand, wo er 2008 festgenommen wurde.

Waffenschieberei im grossen Stil: Viktor Bout in einem Gefängnis in Thailand, wo er 2008 festgenommen wurde.
Bild: Reuters

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Der russische Geschäftsmann Viktor Bout ist von einem US-Gericht wegen illegalen Waffenhandels schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen des Gerichts in Manhattan hatten seit gestern Dienstag über das Urteil beraten. Der 44-jährige wurde wegen Verschwörung mit dem Ziel US-Amerikaner zu töten und wegen illegaler Waffenlieferungen an terroristische Organisationen schuldig gesprochen.

Bout unterhielt seit den 1990er Jahren eine ganze Flotte von Transportflugzeugen, mit denen er Waffen, meist aus sowjetischen Beständen, in Krisengebiete in aller Welt verfrachtet haben soll. Bout, ein ehemaliger Offizier der sowjetischen Streitkräfte, trägt den Spitznamen «Händler des Todes» und wurde 2008 in Thailand festgenommen, als Lockvögel des US-Drogendezernats DEA ihm ein Waffengeschäft unterbreiteten.

Verdeckte Ermittlungen

Damals willigte er laut Anklage ein, Waffen an die linksgerichtete, kolumbianische Rebellenorganisation FARC zu liefern. In seinem Schlussplädoyer sagte US-Staatsanwalt Brendan McGuire, Bout habe bei Verhandlungen in Thailand alles getan, um verdeckten US-Ermittlern, die sich als Kolumbianer ausgaben, zu versichern, er sei derjenige, der ihnen alle Waffenwünsche erfüllen könne.

Bouts Verteidiger Albert Dayana argumentierte, die US-Behörden hätten einen legitimen Geschäftsmann hereingelegt und die Anklage auf Tonbandaufnahmen gestützt, die offen für Interpretationen seien. Es habe zu keinem Zeitpunkt einen Austausch von Geld oder Waffen gegeben. «Alles, was sie haben, ist Spekulation, Zweideutigkeiten und Mutmassungen», sagte Dayana.

Nach Angaben von US-Behörden verfügte Bout gegen Ende der 1990er Jahre über eine Flotte von mehr als 60 Flugzeugen. Die Maschinen flogen Ziele von Afrika bis Afghanistan an, mit Zwischenstopps in Belgien, Südafrika, Swasiland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Osteuropa. Sie transportierten Fracht von Diamanten bis Gladiolen. (ami/dapd)

Erstellt: 02.11.2011, 21:37 Uhr

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26 Kommentare

Renzo Giambonini

03.11.2011, 06:58 Uhr
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@Christian Natiz - Natürlich ist er unschuldig - die Flotte hatte er nur zu seinem Vergnügen und die Transportschiffe/Flugzeuge transportierten Blumen und andere schöne Sachen. Leider sind die Amerikaner nicht in der Lage, die nur guten und absolut einwandfreien Absichten dieses Russen zu erkennen um festzustellen, dass sie hier einen kleinen KMU an einem langen Tag zu unrecht verurteilt haben Antworten


Hansjürg Meister

03.11.2011, 07:37 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Was Recht oder Unrecht ist, entscheidet nicht ein Gericht sondern die US-Politik. Bout machte den Fehler, die falsche Seite zu beliefern. Antworten



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